China-Botschafter Henning Harnisch

Wenn Henning Harnisch sagt „Basketball kann ein Medium für Dialog sein. Das ist der Kern“, dann weiß er, wovon er spricht. Unzählige Male hat ALBAs Vizepräsident und China-Botschafter seit 2013 das Reich der Mitte besucht, organsierte in Shanghai, Peking oder Hongkong zusammen mit ALBA-Jugendtrainern Turniere, Fortbildungen und Camps. Durch den Sport auf und neben dem Parkett Brücken zu bauen, sich auszutauschen und besser kennenzulernen, das ist das wichtigste Ziel des einzigartigen China-Programms, das ALBA BERLIN und Henning Harnisch in den letzten Jahren etabliert haben. Ob Schüler, Studenten oder Unternehmer: Auf verschiedenen Ebenen verbinden sie Deutschland und China miteinander. Dass gerade Henning Harnisch für diesen ALBA-Weg steht, kommt nicht von ungefähr.

Schon als Spieler prägte der gebürtige Marburger eine neue, junge Generation deutscher Basketballer. Der Geruch staubiger Schulturnhallen prägte bis dahin den Sport in der Bundesrepublik, in der DDR fristete er aufgrund fehlender Förderung seit den 1960er Jahren ein trauriges Nischendasein. Spätestens der Gewinn der Europameisterschaft 1993, bei dem Henning Harnisch für das gesamtdeutsche Team in den dramatischen Schlusssekunden auf dem Feld stand, läutete eine neue Ära ein. Plötzlich war es angesagt, Streetball zu spielen oder in der Max-Schmeling-Halle die Heimspiele ALBA BERLINs zu erleben. Zu den Idolen der NBA gesellten sich die aus der Bundesliga, die Namen wie Alexis, Rödl oder Harnisch trugen. Besonders seine Dunkings, die „Flying Henning“ regelmäßig in den Korb drückte, wie man es damals nur aus dem US-Fernsehen kannte, begeisterten noch Generationen nach ihm. Ein gewisser Dirk Nowitzki sagte einmal über ihn: „Henning war eines meiner Vorbilder. Mit seinem attraktiven Spielstil und seinen Dunkings war er ein Vorbild für viele.“

Nach seinem Wechsel aus Leverkusen zu den Berliner Albatrossen gewann Harnisch zwei Meistertitel – mit insgesamt neun Titeln in Folge schrieb er sich in die Geschichtsbücher des deutschen Basketballs ein. Mit seiner langen Mähne, dem Stirnband und seinen Flugeinlagen fiel der zwei-Meter-Schlacks auf. Auch nach seiner Spielerkarriere ging er seinen eigenen Weg. Er studierte Film- und Kulturwissenschaft an der FU und HU Berlin, wurde Radio-DJ bei Fritz und arbeitete in einem Weingeschäft. Keine alltägliche Vita für einen 169-fachen Nationalspieler, der immer noch zu den besten zehn deutschen Basketballern aller Zeiten zählt.

Es wundert nicht, dass er auch in seiner neuen Funktion abseits des Parketts ganz neue Wege einschlug. Hauptverantwortlich für die ALBA Jugend baute Henning Harnisch die größte Basketball-Jugendabteilung Deutschlands mit auf. Der Deutsche Basketball Bund führt ALBA seit Jahren als mitgliederstärksten Verein. Mehr als 4.000 Berliner und Brandenburger Kinder bewegt ALBA jede Woche. In Schulen, Partnervereinen, Kiezen, Theatern: Kaum ein Ort in der Stadt, wo ALBA mit seinem Jugendprogramm nicht aktiv ist. Die Projekte, die Henning Harnisch und die mittlerweile mehr als 120 ALBA-Jugendtrainer täglich mit Leben füllen, tragen Namen wie „ALBA macht Schule“, „kinder+Sport Basketball Academy“ oder „ALBA Grundschulliga“ – um nur einige wenige zu nennen.  Mittlerweile klopfen die ersten Talente dieser einzigartigen Jugendarbeit an die Tür zum Profiteam der Albatrosse, das auf höchster europäischer Ebene spielt.

Und China? Es überrascht nicht, dass ALBAs Querdenker und Ideengeber hier ein weiteres spannendes Feld erschlossen hat. Was mit einem Kennenlernen begann, mit dem Abbauen von Vorurteilen und Barrieren, mündet mittlerweile in einem lebendigen Austausch und einer Logik, die sich nicht auf einzelne Schaufenster-Projekte begrenzt. Alle Turniere, Camps oder Lehrerfortbildungen, die ALBA in China und Deutschland veranstaltet, finden regelmäßig statt. Statt kurzfristiger Effekte setzen ALBA und  Henning Harnisch auf langfristige Partnerschaften mit Schulen, Eliteuniversitäten oder Bildungseinrichtungen wie dem DAAD. Harnisch: „Die Idee ist ja immer, nachhaltige Projekte zu schaffen. Wir machen nie Sachen einmalig. Es ist ein Startschuss für jedes Jahr.“

Berliner Morgenpost: „Henning Harnisch - Albas Botschafter in China“

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