Die Geschichte von ALBA BERLIN

 

1989

Vereinsgründung.

1990-1991

Die BG Charlottenburg geht in ihre erste Bundesliga-Saison. Das von Trainer Faruk Kulenovic eingeschworene Team um Zoran Radovic und ­Calvin Oldham mausert sich zwar in der Bundesliga zum Überraschungsteam der Saison und rückt im euro­päischen Korac-Cup in die Runde der letzten 16 vor, aber ohne Hauptsponsor muss Manager Marco Baldi jeden Pfennig zweimal umdrehen. Als die finanzielle Situation ausgerechnet vor den Playoffs kritisch wird, rettet Franz-Josef Schweitzer, Chef der ALBA AG, den Bundesligisten. Mit dem frischgedruckten ALBA-Schriftzug auf den Trikots bringen die Berliner im Playoff-Finale sogar den haushohen Favoriten Leverkusen in Bedrängnis, gehen 2-1 in Führung. Doch im vierten Spiel bricht sich der bis dahin überragende Spielmacher Zoran Radovic das Wadenbein. Ohne ihren Topstar verlieren die Berliner die Finalserie noch 2-3, gewinnen aber in Franz-Josef Schweitzer und Dieter Hauert zwei renommierte Berliner Geschäftsleute als Mitstreiter. ALBA wird Hauptsponsor, aus der BG Charlottenburg wird ALBA BERLIN. Dieter Hauert wird zum Präsidenten gewählt.

1991-1992

ALBA verpflichtet Sebastian Machowksi und Teoman Öztürk vom TuS Lichterfelde und dokumentiert damit sein Interesse an der Ausbildung junger Berliner Talente. Für Schlagzeilen sorgen indes andere Neulinge: Dass ALBA mit dem 2,17 m langen Center Uwe Blab erstmals einen deutschen NBA-Profi und mit dem Bosnier Emir Mutapcic einen renommierten jugoslawischen Nationalspieler verpflichtet, weckt in der Berliner Öffentlichkeit hohe Erwartungen. Das Team kann diese auf dem Parkett mit wechselhaften Leistungen jedoch nicht immer erfüllen, zumal Playmaker Zoran Radovic von vielen kleinen Verletzungen gehandicapt nicht an die Leistungen des Vorjahrs anknüpfen kann. Zwar erreicht ALBA erneut das Finale um die Deutsche Meisterschaft, unterliegt dort aber klar Bayer Leverkusen mit 0-3. Im Europa-Cup, dem neuen Unterbau der Europaliga, erreichen die Albatrosse die Runde der letzten Zwölf, müssen dort aber gegen namhafte Gegner wie den späteren Finalisten PAOK Saloniki Lehrgeld zahlen.

1992-1993

ALBA-Manager Marco Baldi besiegelt mit Peter Klingbiel und Michael Radeklau vom TuS Lichterfelde die Kooperation mit dem Südberliner Großverein. Das Modell, dass die besten Nachwuchsspieler in der 2. Liga bzw. der Regionalliga für TuSLi spielen und gleichzeitig in ALBAs Bundesligateam mittrainieren lässt, wird in den folgenden Jahren Vorbild für immer mehr Bundesligisten und wird zum Ausgangspunkt für die später im BBL-Jugendbereich eingeführte Doppellizenz-Regelung. Während im Hintergrund solch richtungsweisende Weichen für die Zukunft gestellt werden, verläuft die aktuelle Saison des um den Bosnier Mario Primorac und Nationalspieler Stephan Baeck verstärkten ALBA-Teams erfolglos. ALBA verpasst im europäischen Korac-Cup den Sprung in die Hauptrunde und scheitert in den Bundesliga-Playoffs überraschend schon im Viertelfinale (0-2 gegen Ludwigsburg). Die Basketball-Fans bekommen indes bald ein anderes Gesprächsthema: Die deutsche Nationalmannschaft wird unter Bundestrainer Svetislav Pesic sensationell Europameister.

1993-1994

Svetislav Pesic wird als Head Coach, sein EM-Assistent Burkhardt Prigge als Assistant Coach engagiert. Emir “Muki” Mutapcic wird Jugendtrainer. Mit Henrik Rödl und Hansi Gnad kommen auch auf Spielerseite zwei Europameister nach Berlin. Als dritte Verstärkung schließt sich der slowenische Nationalspieler Teoman Alibegovic den Albatrossen an, die jedoch im Saisonverlauf von vielen Verletzungen gebeutelt nie zu ihrem Rhythmus finden. Die schlimmste Verletzung erwischt Stephan Baeck, der sich beim Korac-Cup-Spiel in Leon eine schwere Augenverletzung zuzieht, die ihn bis zum Saisonende außer Gefecht setzt. Der Ausfall immer neuer Spieler zwingt ALBA zum Handeln: Routinier Armin Andres wird nachträglich verpflichtet, der 18-jährige Ademola Okulaja rückt vom TuS Lichterfelde ins ALBA-Team auf. Als sich die Reihen gegen Saisonende endlich wieder schließen, keimt noch einmal Hoffnung auf. Aber nach der durchwachsenen Punktrunde trifft ALBA schon im Halbfinale auf den Erzrivalen Leverkusen, der sich mit 3-1 durchsetzt.

1994-1995

Im Korac-Cup erreicht ALBA glücklich das Viertelfinale, wächst aber von da an über sich hinaus. Mit Erfolgen über Fortitudo Bologna und CB Caceres ziehen Stephan Baeck, Gunther Behnke, Oliver Braun, Sasa Obradovic, Teoman Alibegovic, Patrick Falk, Ingo Freyer, Sebastian Machowski, Teoman Öztürk, Ademola Okulaja und Henrik Rödl unter Pesic/Prigge als erstes deutsches Team in ein Europapokalfinale ein. Tausende Fans verfolgen die Übertragung der Auswärtsspiele auf einer Großbildleinwand in der Sömmeringhalle. Zum Final-Rückspiel zieht ALBA in die Deutschlandhalle um. Die 10.000 Tickets sind innerhalb weniger Stunden ausverkauft. Europaweit wird der plötzliche Boom in Berlin mit genauso großem Erstaunen notiert wie der sportliche Siegeszug der Albatrosse. ­ALBA erkämpft im Final-Hinspiel bei Stefanel Mailand ein 87:87 (Sasa Obradovic 34 Punkte), im Rückspiel verwandelt Teoman Alibegovic mit 34 Punkten die Deutschlandhalle in ein Tollhaus. ALBA sichert sich mit einem 85:79-Sieg am 15. März sensationell den Korac-Cup. Jeder erwartet von ALBA jetzt auch den nationalen Titel, aber hier muss sich ALBA, geschwächt durch Verletzungen von Alibegovic und Obradovic, erneut Bayer Leverkusen beugen.

1995-1996

Mit Adidas wird ein langjähriger Kooperationsvertrag geschlossen. Im Korac-Cup meistert ALBA die Gruppenphase der besten 16 Teams mit 4-2 Siegen sicher, aber im Viertelfinale gegen ASVEL Villeurbanne wird es eng, nachdem die Berliner im Hinspiel mit 79:75 nur vier Punkte vorlegen. Im ebenso dramatischen Rückspiel in Frankreich hat ALBA es Sekunden vor Schluss in der Hand, mit einem Dreier in die nächste Runde einzuziehen, aber ASVELs Defense weiß das zu verhindern und schaltet den Cupverteidiger mit 82:76 aus. Daheim in Berlin erwartet ALBA vier Wochen später der nächste Rückschlag. In eigener Halle zieht ALBA im Pokal-Halbfinale gegen den Erzrivalen Leverkusen den Kürzeren und muss weiter auf den ersten nationalen Titel warten, denn auch im Meisterschaftsfinale triumphiert Bayer mit 3-1. Versüßt wird die Niederlage durch die Tatsache, dass die FIBA auf Basis einer Punktewertung, in der vor allem ALBAs Vorjahrestriumph im Korac-Cup mächtig zu Buche schlägt, Deutschland einen zweiten Startplatz in der Europaliga einräumt. ALBA ist damit für die Europaliga 1996/97 qualifiziert.

1996-1997

Umzug in die Max-Schmeling-Halle (Zuschauerkapazität: 8.861). Mit diesem mutigen Schritt werden die ALBA-Verantwortlichen dem enorm gestiegenen Interesse an den Albatrossen und den Europaliga-Auflagen gerecht. Bei der Premiere wollen mehr als 9.000 Zuschauer ALBA in der völlig überfüllten neuen Heimstätte anfeuern. Die erste Europaliga-Saison sorgt für weitere Zuschauerrekorde. Als erstes deutsches Team qualifizieren sich die um Wendell Alexis und die Nationalspieler Henning Harnisch, Stephen Arigbabu und Sascha Hupmann verstärkten Albatrosse für die Europaliga-Playoffs, wo ALBA allerdings im Achtelfinale die Überlegenheit des FC Barcelona anerkennen muss. Am 13. April 1997 ist es dann soweit. Mit dem Triumph im DBB-Pokal gewinnt ALBA in Gießen seinen ersten nationalen Titel. Am 17. Mai folgt auch die heiß ersehnte Meisterschaft. Mit einem 3-1 gegen den Überraschungsfinalisten Bonn trägt sich das Gespann Pesic/Prigge mit den Spielern Henrik Rödl, Jörg Lütcke, Sasa Obradovic, Marko Pesic, Teoman Öztürk, Stephen Arigbabu, Sascha Hupmann, Wendell Alexis, Drazan Tomic, Alexander Frisch, Henning Harnisch, Stipo Papic und Mithat Demirel in die Ehrenliste ein. ALBA wird zum ersten Mal in Berlin zur “Mannschaft des Jahres” gewählt.

1997-1998

ALBA zieht mit 2-1 Siegen über PAOK Saloniki als erste deutsche Mannschaft in der Geschichte der Europaliga ins Viertelfinale ein. Angeführt von Henning Harnisch (23 Punkte bei 100% Trefferquote) gelingt ALBA dabei im dritten Spiel gegen PAOK vor 9.000 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle zudem der höchste Europapokalsieg seiner Vereinsgeschichte (104:71). Der furiose Sieg weckt Träume von einer Final4-Teilnahme, denn im Viertelfinale gegen AEK Athen haben die Albatrosse Heimvorteil. Die Vorfreude auf diesen Höhepunkt wird allerdings durch das Ableben von ALBA-Firmengründer Franz-Josef Schweitzer getrübt, mit dem die Albatrosse einen langjährigen und treuen Wegbegleiter verlieren. AEK Athen lässt die Berliner Final4-Träume zudem mit zwei klaren Siegen jäh zerplatzen. Der Deutsche Meistertitel wird indes anschließend mit dem bewährten Duo Pesic/Prigge und den Spielern Henrik Rödl, Jörg Lütcke, Henning Harnisch, Marko Pesic, Mithat Demirel, Christian Welp, Stephen Arigbabu, Geert Hammink, Wendell Alexis, Vladimir Bogojevic, Stipo Papic und Vassilij Karassev gegen Trier (3-0 im Halbfinale) und Ulm (3-0 im Finale) souverän verteidigt. Die Albatrosse werden in Berlin zur “Mannschaft des Jahres 1997“ gewählt sowie mit dem “Goldenen Band”, der ältesten deutschen Sportlerauszeichnung, geehrt.

1998-1999

Die Internationale Berliner Basketball Akademie (IBBA), die sich die Ausbildung und Entwicklung junger Talente zu internationalen Spitzenspielern zum Ziel setzt, wird unter Mitwirkung von ALBA gegründet. In der Europaliga legt ein stark verjüngtes ALBA-Team zunächst mit sieben Niederlagen in Folge einen Fehlstart hin, rafft sich aber in der zweiten Saisonhälfte mit einer grandiosen Energieleistung zu einem glanzvollen Comeback auf. Mit sechs Siegen aus den letzten neun Spielen retten sich die Alba­trosse in ihrer Gruppe noch auf den fünften Platz und entgehen so dem drohenden Abstieg aus der Europaliga. Spät, aber nicht zu spät in Schwung gekommen, untermauert ALBA auf nationaler Ebene seine dominierende Stellung mit dem Gewinn des Doubles: Am 31. Januar 1999 sichert sich ALBA in Frankfurt mit einem 69:48 gegen MTV Gießen den DBB-Pokal. Im Finale um die Meisterschaft ringen Henrik Rödl, Jörg Lütcke, Kiwane Garris, Marko Pesic, Mithat Demirel, Franko Nakic, Vladimir Bogojevic, Geert Hammink, Wendell Alexis, Patrick Femerling, Stefano Garris, Robert Maras, Stipo Papic und Sven Schultze die Telekom Baskets Bonn mit 3-2 nieder.

1999-2000

Der vormalige Manager und seit 1998 kommissarisch eingesetzte Vizepräsident Marco Baldi wird in seinem Amt bestätigt und kümmert sich wieder hauptamtlich um die Geschicke des Clubs. ALBA trennt sich im Dezember vom US-Spielmacher Frankie King, findet in Terry Dehere jedoch schnell einen Ersatz und zieht in der Europaliga mit 9-7 Siegen in das Playoff-Achtelfinale ein. Dort unterliegen die Berliner allerdings im Hexenkessel von Istanbul vor 12.400 fanatischen Fans 81:90 gegen Efes Pilsen und können zwei Tage später auch in der ausverkauften Max-Schmeling-Halle den Spieß nicht umdrehen (73:93). In der Bundesliga sichern sich Henrik Rödl, Jörg Lütcke, Terry Dehere, Vladimir Bogojevic, Geert Hammink, Ademola Okulaja, Sven Schultze, Stephan Baeck, Wendell Alexis, Patrick Femerling, Stefano Garris, Stipo Papic, Robert Maras, Misan Nikagbatse und Tommy Thorwarth mit einem 3-0 im Finale über Bayer Leverkusen zum vierten Mal in Folge den Deutschen Meistertitel. Head Coach ­Svetislav Pesic nimmt mit Ende der Saison eine Auszeit, neuer Cheftrainer wird der bisherige Jugendtrainer Emir Mutapcic.

2000-2001

Ein Konflikt zwischen FIBA und ULEB entzweit Basketball-Europa und es gibt auf einmal zwei miteinander konkurrierende Europaligen. ALBA BERLIN entscheidet sich für die FIBA-SuproLeague und ALBA-Vizepräsident Marco Baldi wird in den Aufsichtsrat dieser neugegründeten Liga gewählt. Gleich in seiner ersten Saison als Head Coach überzeugt Emir Mutapcic mit eindrucksvollen Erfolgen. Zusammen mit Assistant Coach Burkhardt Prigge führt er die recht junge Mannschaft, bestehend aus Henrik Rödl, Jörg Lütcke, Sven Schultze, Marko Pesic, Derrick Phelps, Teoman Öztürk, Dejan Koturovic, Stefano Garris, Wendell Alexis, Tommy Thorwarth und Stipo Papic, bis ins Viertelfinale der SuproLeague (0-2 gegen Panathinaikos) und setzt auch in der Bundesliga ALBAs Erfolgsserie fort. Trotz verletzungsbedingter Ausfälle von Leistungsträgern wie Dejan Koturovic, Marko Pesic und Jörg Lütcke gelingt im Finale ein glatter 3-0 Erfolg über die Telekom Baskets Bonn, vor allem auch dank der überragenden Leistungen der jungen Nachwuchsspieler wie Tommy Thorwarth und Nino Garris. Bei der Berliner Sportlerwahl 2001 wird ALBA BERLIN zur „Mannschaft des Jahres“ gewählt. Die Abteilung Rollstuhlbasketball wird mit zwei Herren-Mannschaften gegründet.

2001-2002

ALBA hält die Mannschaft des Vorjahres zusammen und verstärkt sich mit Mithat Demirel auf der Aufbauposition. Dennoch entwickelt sich eine der schwersten Spielzeiten für ALBA BERLIN: Verletzungspech sorgt dafür, dass Head Coach Emir Mutapcic erst ab Februar das komplette Team zur Verfügung steht. Aber da ist ALBA in der (wieder vereinten) Europaliga schon mit 3-11 Siegen auf der Strecke geblieben und beendet auch in der BBL die Punktrunde nur als Fünfter. Aber das Team gibt nicht auf und schafft beim Pokal-Top4 in der Max-Schmeling-Halle die Wende. Henrik Rödl, Jörg Lütcke, Sven Schultze, Marko Pesic, Derrick Phelps, Teo Öztürk, Dejan Koturovic, Nino Garris, Wendell Alexis, Tommy Thorwarth, George Zidek, Mithat Demirel und Stipo Papic besiegen vor 9.000 Zuschauern in einem hochklassigen Pokalfinale die Opel Skyliners mit 100:88 und rollen anschließend auch in den Meisterschafts-Playoffs das Feld von hinten auf. ALBA verliert kein Spiel mehr, jede Serie wird trotz gegnerischen Heimvorteils mit 3-0 gewonnen. Im zweiten Finalspiel gegen RheinEnergy Cologne stellt ALBA BERLIN mit 10.031 Zuschauern einen neuen BBL Playoff-Rekord auf. Drei Tage später machen die Albatrosse in einem dramatischen dritten Spiel mit 69:68 n.V. in Köln den sechsten Meistertitel perfekt.

2002-2003

Nach sechs überaus erfolgreichen Jahren wird der Vertrag mit ‚Iceman’ Wendell Alexis nicht weiter verlängert. Die neu formierte Mannschaft um Henrik Rödl, Jörg Lütcke, Jovo Stanojevic, Marko Pesic, Kevin Rankin, Teoman Öztürk, Mithat Demirel, Guido Grünheid, Quadre Lollis und DeJuan Collins wird erneut durch starkes Verletzungspech am Zusammenfinden gehindert. Point Guard ‚DC’ Collins muss mit einem Fußbruch mehrere Monate aussetzen, Ersatzmann John Celestand kann die Lücke nur bedingt schließen. Dann zieht sich Jörg Lütcke einen Kreuzbandriss zu und muss die gesamte Saison aussetzen. Die Albatrosse geraten zum Jahreswechsel in eine Niederlagenserie. Mit unbändigen Siegeswillen kämpfen sie sich da wieder heraus. Vladimir Petrovic wird als Ersatz für Lütcke verpflichtet. ALBA BERLIN gewinnt durch einen Korb von Mithat Demirel in der letzten Sekunde das spannende Pokalfinale gegen RheinEnergie Cologne mit 82:80. In den Playoffs stehen die Albatrosse mehrfach am Rande des Ausscheidens, müssen gegen Frankfurt und Braunschweig über fünf Spiele gehen. Dazu bricht sich Kapitän Henrik Rödl in den Playoffs den Schienbeinkopf und fällt aus. Aber die Albatrosse bleiben im Rennen. Sie schlagen in den Finals Bamberg mit 3-0, sind zum siebten Mal in Folge Deutscher Meister und stellen damit den Rekord von Bayer Leverkusen ein.

2003-2004

Das Team um Jovo Stanojevic, Marko Pesic, Teoman Öztürk, Mithat Demirel, Nino Garris, Vladimir Petrovic, Guido Grünheid, DeJuan Collins und Sascha Leutloff wird durch John Best und Szymon Szewczyk verstärkt, später werden verletzungsbedingt Marko Verginella und Chuck Evans dazu verpflichtet. Die Berliner wählen die Albatrosse wegen ihrer Leistungen im Jahr 2003 bereits zum vierten Mal zur ‚Berliner Mannschaft des Jahres’. Verletzungspech und unkonstante Leistungen führen dazu, dass ALBA in einer bärenstarken Euroleague-Gruppe nur drei von 14 Spielen gewinnen kann. Im Pokal scheidet ALBA im Viertelfinale gegen den späteren deutschen Meister Frankfurt aus. Aber die Albatrosse kämpfen sich zurück und nach einer starken Rückrunde beenden sie die Bundesliga-Hauptrunde als Tabellenerster. Im Halbfinale der Playoffs geraten die Berliner gegen Bamberg 0-2 in Rückstand. Mit einer Energieleistung und dank der Motivation des wieder genesenen Henrik Rödl schlagen die Albatrosse zurück: In einem denkwürdigen vierten Spiel in Bamberg holen sie einen 13 Punkte-Rückstand auf und gleichen die Serie aus. Im fünften Spiel scheiden sie dann aber durch eine deutliche Heimniederlage aus, zum ersten Mal nach sieben Jahren heißt der deutsche Meister nicht ALBA BERLIN. Henrik Rödl beendet nach elf Jahren bei ALBA seine Spieler-Karriere und wechselt in den Trainerstab.

2004-2005

ALBA wird auf vielen Positionen verändert, mit Gerald Brown, Tanel Tein, Matej Mamic, ­Michael Wright, Martynas Mazeika und Justin Brown stoßen gleich sechs Neuzugänge zum Team. Ex-­Albatros Henning Harnisch wird als Team Manager engagiert. ALBA gelingt im ULEB Cup ein perfekter 4-0-Start. Doch nach einer Grippewelle innerhalb der Mannschaft und vielen Verletzungen wendet sich das Blatt: Die Albatrosse verlieren die verbleibenden sechs Spiele und scheiden nach der Vorrunde aus. Als dann auch in der Bundesliga der Erfolg ausbleibt, entscheiden sich die Verantwortlichen im Verein schweren Herzens zu einem radikalen Schritt: Erstmals in der Geschichte von ALBA wird im Januar 2005 mit Emir Mutapcic ein Trainer vorzeitig von seinem Amt entbunden. Der ehemalige ALBA-Spieler Henrik Rödl übernimmt den Trainerstuhl. Gerade als sich die Wogen zu glätten scheinen, ereignet sich das nächste Unheil. Michael Wright wird aufgrund der Einnahme eines ADHS-Medikaments, welches er auf ärztliches Anraten bereits seit seiner Kindheit zur Gesunderhaltung nehmen muss, wegen Dopings bis zum Saisonende gesperrt. Die geschockten Albatrosse beenden die BBL-Hauptrunde zwar dennoch als Tabellenerster, verlieren im Playoff-Halbfinale dann aber in extrem engen Spielen mit 1-3 gegen die Opel Skyliners Frankfurt. Der langjährige Assistant Coach Burkhardt Prigge verlässt den Verein.

2005-2006

ALBA initiiert ein neues Jugendkonzept, das die Nachwuchsarbeit im Breitensport und in der Leistungsspitze intensiviert. Head Coach Henrik Rödl holt sich Calvin Oldham und Konstantin Lwowsky in den Trainerstab. Das Team mit Quadre Lollis, Robert Kulawick, Matej Mamic, Martynas Mazeika, Jovo Stanojevic, Demond Greene, Philip Zwiener, Nenad Canak, Hollis Price, Sascha Leutloff, Mike Penberthy und Stephen Arigbabu startet begeisternd in die Saison. Aber am 26. November ereignet sich der schrecklichste Moment der Vereinsgeschichte: Kapitän Matej Mamic bleibt in der Max-Schmeling-Halle nach einer Korbaktion mit vorübergehender Querschnittslähmung regungslos am Boden liegen. Obwohl die Ärzte ihm nicht viel Hoffnung machen, kämpft sich Matej in den folgenden Monaten Schritt für Schritt zurück in ein normales Leben und erfährt dabei Unterstützung aus ganz Europa. Getragen von tollen Fans, die ihr Team auch auswärts lautstark unterstützen, und verstärkt durch Luke Whitehead und Sharrod Ford finden die Albatrosse zurück in den Spielalltag, gewinnen in Bamberg mit einem 85:73 Sieg über GHP Bamberg den Deutschen Pokal 2006. Doch in den Playoffs schlägt das Verletzungspech erneut zu: Center Jovo Stanojevic fällt mit einem Kreuzbandriss aus und Mike Penberthy kämpft mit einer Leistenzerrung. Im Finale werden die dezimierten Albatrosse von RheinEnergie Köln mit 3-1 Siegen abgefangen. ALBAs Mitgliederversammlung votiert einstimmig dafür, die Profimannschaft in eine GmbH auszugliedern.

2006-2007

ALBA startet ein einzigartiges Projekt für die Jugend: Eine abrissreife Halle auf dem Gelände der Grundschule am Kollwitzplatz wird von ALBA saniert, um ab der folgenden Saison ganztägig den Jugendteams zur Verfügung zu stehen. Das weiter von Head Coach Henrik Rödl angeführte Herrenteam startet mit den Neuzugängen William Avery, Julius Jenkins, Koko Archibong, Chris Owens und Ruben Boumtje Boumtje vielversprechend in die Saison, muss aber im Dezember einen neuen Verletzungsschock verkraften: Demond Greene erleidet im Heimspiel gegen Siena einen Verrenkungsbruch im Sprunggelenk und fällt bis zu den Playoffs aus. Matej Mamic verkündet im Januar das Ende seiner Spielerkarriere und wechselt in den ALBA Trainerstab. Die Albatrosse qualifizieren sich im ULEB Cup für das Achtelfinale, müssen sich dort im Februar jedoch dem späteren ULEB Cup Champion Real Madrid in zwei hochklassigen Begegnungen geschlagen geben. Anfang April erfährt der Profikader einen weiteren Einschnitt: Jovo Stanojevic erklärt überraschend seinen Rücktritt. Nach seinem Kreuzbandriss hatte er sich langsam in das Team zurückgearbeitet, am Ende aber die Geduld verloren. ALBA beendet die Vorrunde der Deutschen Meisterschaft als Tabellenerster, kann jedoch in den Playoffs die Erwartungen nicht erfüllen. Mit 0-3 unterliegt man bereits im Viertelfinale gegen den späteren Vizemeister Artland Dragons aus Quakenbrück. Henrik Rödl ist nicht mehr Cheftrainer und wird sportlicher Leiter des ALBA Jugendprogramms.

2007-2008

Das vom neuen Head Coach Luka Pavicevic und seinen Assistenten Petar Aleksic und Konstantin Lwowsky aufgestellte Team wird von großem Pech verfolgt. Schon im September zieht sich Aufbauspieler Goran Jeretin einen Kreuzbandriss zu und fällt für den Rest der Saison aus. Im Oktober erleidet Johannes Herber ebenfalls einen Kreuzbandriss und Nico Simon fällt mit Rückenproblemen aus. Um die Lücken zu füllen, wird Aleksandar Rasic von Dynamo Moskau ausgeliehen. Im ULEB Cup kommt es am 4. Dezember in der Max-Schme­ling-Halle gegen Bosna Sarajevo zum längsten Spiel der Europapokalgeschichte: ALBA gewinnt nach fünf Verlängerungen mit 141:127, verpasst aber später mit einer Niederlage im Rückspiel die Zwischenrunde. Im Februar gelingt es ALBA, Immanuel McElroy und Aleksandar Nadjfeji von den Köln 99ers nach Berlin zu holen. Die Albatrosse gewinnen die BBL-Punktrunde, müssen jedoch nach der Trennung von Dijon Thompson und einer Verletzung von Aleksander Rasic mit einem dezimierten Kader in die Playoffs gehen. Neben Bobby Brown, Julius Jenkins, Immanuel McElroy, Dragan Dojcin, Goran Nikolic, Aleksandar Nadjfeji, Patrick Femerling und Ersatzcenter Mladen Pantic sind auch die Nachwuchsspieler Oskar Fassler, Yannick Evans und vor allem Philip Zwiener gefordert. Im vierten Finalspiel gegen die Telekom Baskets Bonn besiegelt Julius Jenkins, über die gesamte Saison ein verlässlicher Scorer, mit 30 Punkten den 88:79-Verlängerungssieg in Bonn, der ALBA die achte Deutsche Meisterschaft beschert. ALBAs NBBL-Mannschaft wird Deutscher Vizemeister.

2008-2009

Mit dem Umzug in die O2 World wagt ALBA den Schritt in eine noch größere Arena. Gleich das erste Saisonspiel ist mit 14.800 neugierigen Zuschauern ausverkauft. Über die gesamte Saison gesehen verdoppelt ALBA seine Zuschauerzahlen, führt die BBL-Statistik mit im Schnitt 10.108 Besuchern an und verzeichnet in der Euroleague die zweitmeisten Zuschauer (11.264 pro Spiel). Die Euroleague zeichnet ALBAs Marketing als das beste der Liga aus und kürt Marco Baldi zum Manager des Jahres. Alte wie neue ALBA-Fans erfreuen sich unterdessen am spektakulären Basketball ihres Teams in der Eurolegaue, wo ALBA überraschend sogar die TOP16-Runde erreicht. Auf nationaler Ebene demonstrieren Steffen Hamann, Rashad Wright, Immanuel McElroy, Julius Jenkins, Casey Jacobsen, Ansu Sesay, Aleksandar Nadjfeji, Dragan Dojcin, Adam Chubb und der im Februar verpflichtete Center Blagota Sekulic mit dem Gewinn des Pokals ihre Stärke. Mit bärenstarker Verteidigung fegt ALBA im Finale die Telekom Baskets Bonn mit 69:44 aus der Hamburger Color Line Arena. In den folgenden Monaten der mit 64 Spielen längsten Saison der Vereinsgeschichte tut sich das Team von Trainer Luka Pavicevic aber schwer, die gute Form zu konservieren. Zwar gelingt es im Playoff-Halbfinale noch, einen 0:2-Rückstand auf 2:2 auszugleichen, doch im alles entscheidenden fünften Spiel unterliegt ALBA den Telekom Baskets Bonn 71:82 und verpasst es, eine ansonsten großartige Saison mit dem Meistertitel zu krönen. ALBAs NBBL-Team wird Deutscher Meister.

2009-2010

Zum Saisonbeginn begeht ALBA sein 20-jähriges Club-Jubiläum mit einer denkwürdigen Feier in der Sömmeringhalle, zu der neben dem kompletten ersten Meisterteam (1997) auch viele weitere ehemalige Spieler anreisen. Die Albatrosse gehen in nahezu unveränderter Besetzung in die neue Saison, die für das Team von Trainer Luka Pavicevic gleich in den ersten Wochen in der Euroleague-Qualifikationsrunde mit einer extremen Bewährungsprobe beginnt. ALBA meistert die erste Hürde Le Mans, scheitert jedoch in der entscheidenden zweiten Runde haarscharf am griechischen Maroussi. ALBA spielt also im Eurocup, wo die Albatrosse aber in der Folge mit starken Leistungen auftrumpfen. Im Viertelfinale gegen Hapoel Jerusalem strömen 14.500 Zuschauer in die ausverkaufte O2 World – Eurocup-Rekord! ALBA qualifiziert sich sogar für das Finalturnier in Vitoria, was den größten Erfolg markiert, den je ein deutscher Club im zweithöchsten europäischen Wettbewerb erzielt hat. Rund 600 Anhänger wollen den Albatrossen in Spanien den Rücken stärken, aber ein Vulkanausbruch auf Island, der in weiten Teilen Europas den Flugverkehr lahmlegt, macht einen Strich durch die Rechnung. Am Ende schaffen es 50 tapfere ALBA-Fans, die sich auf eine spontane, strapaziöse Busfahrt quer durch Europa einlassen, nach Vitoria und werden dort Zeuge, wie ALBA, angeführt von einem über sich hinauswachsenden Adam Chubb (27 Punkte), über den von 5.000 Fans unterstützten Lokalmatadoren Bizkaia Bilbao mit 77:70 triumphiert. Im Finale schwinden den Berlinern 24 Stunden später gegen ein überragendes Valencia dann leider sichtlich die Kräfte (44:67). Auch in den folgenden nationalen Playoffs findet ALBA, das die Punktrunde noch als Zweiter (punktgleich mit dem Ersten Oldenburg) abgeschlossen und mit über 10.000 Zuschauern im Schnitt einen neuen Hauptrundenrekord aufgestellt hatte, seinen Rhythmus nicht mehr wieder und scheidet schon im Viertelfinale mit 1:3 gegen die Skyliners Frankfurt aus. ­ALBAs NBBL- sowie JBBL-Team erreichen beim TOP4 in Bamberg beide das Finale um die deutsche Meisterschaft.

2010-2011

Wie in der Vorsaison erhält ALBA eine Wild Card für die Qualifikationsrunde der Euroleague, die dieses Mal über drei Hin/Rücksspielrunden geht. Die Albatrosse schaffen es bis in die dritte und letzte Runde, wo sie aber am Ende haarscharf mit fünf Punkten Differenz an Spirou Charleroi scheitern und somit im Eurocup starten. Dort gewinnen sie alle sechs Spiele der „Regular Season“ und ziehen als Gruppenerster ins TOP16 ein. Im Oktober muss ALBA BERLIN und seine Fangemeinde einen Schicksalsschlag verkraften: Gerd-Ulrich Schmidt, langjähriger Teamarzt, Vizepräsident und Gründungsmitglied des Clubs verstirbt nach kurzer und heftiger Krankheit im Alter von 65 Jahren. In der Bundesliga läuft es mit aufkommendem Winter schlechter für die Albatrosse. Das Team gerät mit schwankenden Leistungen immer weiter in die Krise, die ihren Höhepunkt in der höchsten Niederlage der Vereinsgeschichte (52:103) am 18.12. in Bamberg findet. Darauf hin passiert im Januar 2011 etwas, was höchst ungewöhnlich in der Geschichte von ALBA BERLIN ist: Cheftrainer Luka Pavicevic muss während der laufenden Saison gehen. Sein Nachfolger wird der Israeli Muli Katzurin, der die Albatrosse bis zu den Playoffs wieder auf Kurs bringen soll. Dazu finden auch Wechsel im Spielerkader statt: Marko Marinovic und Hollis Price verlassen den Club, dafür werden Heiko Schaffartzik und Taylor Rochestie geholt. Außerdem wird für den verletzten Patrick Femerling das große Centertalent Miroslav Raduljica von Efes Pilsen Istanbul ausgeliehen. Nach großen Schwierigkeiten zu Beginn seiner Amtszeit und dem Aus im Eurocup-TOP16 sowie im Pokal-Viertelfinale gelingt es Muli Katzurin, sein Team zum Beginn der Playoffs immer besser in Form zu bringen. Von Platz drei startet ALBA in die Endrunde und bekommt es gleich im Viertelfinale mit starken Oldenburgern zu tun, die erst im entscheidenden fünften Spiel aus dem Rennen geworfen werden. Im Halbfinale heißt der Gegner (mit Heimrecht) Frankfurt und wieder geht die Serie über volle fünf Spiele. In der fünften Begegnung macht ALBA den Finaleinzug perfekt und dabei wird ein neuer Bundesliga-Rekord aufgestellt: In allen fünf Partien gewann das Auswärtsteam! Was vor Monaten noch keiner für möglich gehalten hätte, ist doch passiert: ALBA steht im Finale um die deutsche Meisterschaft. Gegner Bamberg ist nach seiner fast perfekten Hauptrunde favorisiert und wird diesem Anspruch auch in seinen ersten beiden Heimspielen gerecht. Doch die Albatrosse spielen mit einem noch nicht da gewesenen Fansupport im Rücken in der o2 World genauso stark auf und bringen damit auch die Finalserie in ein fünftes Spiel. Über 500 ALBA-Fans reisen mit nach Bamberg und sehen, wie diese entscheidende Partie bis kurz vor Schluss auf des Messers Schneide steht. Anderthalb Minuten vor dem Schlusspfiff ist ALBA sogar mit zwei Punkten vorne und ganz nah dran am Titel. Doch Dreier der Bamberger Goldsberry und Roberts machen den Berliner Titeltraum in den letzten Sekunden doch noch zunichte. ALBA wird am Ende Vizemeister, erfährt aber von seinen Fans großen Rückhalt und Dankbarkeit für die aufregendste Saison aller Zeiten. Mit 10.932 Zuschauern im Schnitt wurde zum dritten Mal in Folge ein neuer Bundesliga-Rekord aufgestellt und auch europaweit belegte ALBA damit den ersten Platz in den Besucherstatistiken.

2011-2012

Unter dem neuen Cheftrainer Gordon Herbert bereitet sich das Team auf ganz besondere Art und Weise vor: ALBA reist in ein Trainingslager in China, wo zum Abschluss ein internationales Turnier in Peking gespielt wird. Noch vor dem Start der Bundesliga haben die Albatrosse wieder die Chance, sich beim Qualifikationsturnier der Euroleague für die höchste europäische Spielklasse zu qualifizieren, doch das Team scheidet in der zweiten Runde gegen Gastgeber Spirou Charleroi knapp aus. Einem durchwachsenen Start in der Beko BBL folgt eine Erfolgsserie mit überzeugenden Siegen über Bamberg, Oldenburg oder Ulm, die ALBA kurz vor Weihnachten an die Tabellenspitze der Liga katapultieren. Doch mit dem Beginn des Jahres 2012 geraten die Hauptstädter in Probleme: Die beiden Center Yassin Idbihi und Torin Francis verletzten sich und bringen Coach Gordon Herbert in große Personalnot. In der Bundesliga sowie im souverän erreichten Eurocup-TOP16 geht der Rhythmus der Vorweihnachtszeit verloren und die Niederlagen mehren sich. ALBA scheidet im Eurocup aus und muss auch im Pokalwettbewerb im Viertelfinale gegen Braunschweig das Feld räumen. Mit der Rückkehr der beiden Center starten die Berliner eine erneute Siegesserie, die sie noch von Platz drei in die Playoffs starten lassen. Zum Abschluss der Hauptrunde stellt ALBA mit 10.971 Besuchern im Schnitt zum vierten Mal in Folge einen Zuschauerrekord auf und bleibt Zuschauerkönig von Europa. Im Playoff-Viertelfinale kommt es zum Duell mit Würzburg, das es als Aufsteiger gleich sensationell von Platz sechs in die Playoffs geschafft hat. Das erste Spiel der Serie gewinnen die Albatrosse in der o2 World noch mit viel Kampf, doch in den nächsten drei Begegnungen überpowern die Würzburger ALBA und besiegeln so das frühe Playoff-Aus.

2012-2013

Kein gewöhnlicher Vorbereitungsgegner wartet zu Beginn der Saison auf ALBA BERLIN: Mit den Dallas Mavericks um Superstar Dirk Nowitzki gibt sich erstmals ein NBA-Team in Deutschland die Ehre. In weniger als einer Stunde ist das Heimspiel in der o2 World ausverkauft. Am 6. Oktober schlagen sich die Berliner gegen den Favoriten beachtlich und haben die Mavericks am Rande einer Niederlage (84:89). In der Euroleague erreicht ALBA die Runde der letzten 16. Dort gelingt dem Team von Headcoach Sasa Obradovic als erstem deutschem Team ein Sieg – beim 82:63 gegen die Brose Baskets Bamberg. Weitere drei Erfolge folgen in der europäischen Königsklasse. Ein weiterer Höhepunkt der Saison ist das Pokal TOP FOUR in der Berliner o2 World. Im Pokal-Halbfinale setzt sich ALBA gegen den FC Bayern München durch, im Finale dann gegen ratiopharm Ulm. Der Lohn: der erste Titelgewinn seit vier Jahren und der erste, den die Albatrosse in der o2 World feiern. In Sachen Zuschauern bleibt ALBA unangefochtener Zuschauer-Spitzenreiter. Insgesamt  340.727 Zuschauer konnten die Berliner in der o2 World begrüßen – gleichbedeutend mit einem Anstieg um 33% im Vergleich zum Vorjahr. Leider werden die Albatrosse 2013/2014 aber auch von einem größeren Verletzungspech als jemals zuvor verfolgt: Nathan Peavy fällt noch in der Vorbereitung für die ganze Saison aus (Kreuzbandriss) und der dafür nachverpflichtete Brian Randle verletzt sich nach nur drei Wochen ebenfalls und kann nicht mehr zum Einsatz kommen. Im Winter zieht sich auch noch Vule Avdalovic einen Kreuzbandriss zu und kurz vor den Playoffs fällt auch der nachverpflichtete Ali Traoré bis zum Saisonende aus. Die reguläre Saison der Beko BBL beendet das ständig neuformierte Team auf dem fünften Tabellenplatz und trifft in der ersten Playoff-Runde auf den FC Bayern München. In der Serie müssen sich die Berliner mit 0:3 geschlagen geben.

2013-2014

Mit einem neuformierten Team startet ALBA BERLIN in die Saison 2013/2014. Bis auf Sven Schultze und Sebastian Fülle bilden ausschließlich Neuzugänge die Berliner Mannschaft. Mit einer Mischung aus talentierten, deutschen Spielern sowie international erfahrenen Akteuren wird der Grundstein für eine kontinuierlich sich entwickelnde Einheit gelegt. Spieler wir Akeem Vargas, Jonas Wohlfarth-Bottermann oder Alex King werden langfristig an den Club gebunden. Hinzu kommen erfahrene Spieler wie Cliff Hammonds und Vojdan Stojanovski sowie Leistungsträger wie Reggie Redding und Leon Radosevic, die in Berlin den nächsten Schritt machen sollen. Trotz der nur kurzen Eingewöhnungsphase funktioniert das Zusammenspiel der Albatrosse viel schneller als erwartet. Bereits beim Beko BBL Champions Cup setzt sich ALBA dank eines spektakulären Korblegers von David Logan vor den eigenen Fans in der o2 World gegen den Deutschen Meister aus Bamberg durch und sichert sich den ersten Titel der Saison. Auch in der Folge läuft es nach kleineren Startschwierigkeiten prächtig. ALBA qualifiziert sich gegen die Telekom Baskets Bonn für das Beko BBL TOP FOUR in Ulm. Im Eurocup spielt sich das Team durch seine leidenschaftliche, defensivstarke und teamorientierte Spielweise bis ins Viertelfinale gegen den späteren Titelträger aus Valencia. Eine 40-stündige Auswärtsfahrt ins ukrainische Juschne kann die Mannschaft ebenso wenig stoppen wie Verletzungspausen von Leon Radosevic oder David Logan. Angefeuert durch zahlreiche Fans in Ulm sichert sich ALBA zum zweiten Mal in Folge den Pokalsieg beim TOP FOUR 2014 und damit den 17 Titel der Klubgeschichte. Im Finale setzen sich die Schützlinge von Cheftrainer Sasa Obradovic gegen den Gastgeber ratiopharm Ulm durch. Als Drittplatzierter der Bundesliga-Hauptrunde startet ALBA ebenfalls gegen die Ulmer in die Playoffs und kann sich mit 3:1 Siegen für das Halbfinale qualifizieren. Dort stellen auch die Artland Dragons eine schwere Hürde dar. In Quakenbrück feiern die Albatrosse den Einzug ins Finale um die Deutsche Meisterschaft. Erst hier müssen sich die Basketballer aus der Hauptstadt 1:3 gegen den FC Bayern München geschlagen geben.

2014-2015

Die Spielzeit stand ganz im Zeichen des 25-jährigen Clubbestehens: Über die gesamte Saison wurde das Jubiläum durch zahlreiche Feierlichkeiten, eine ALBA-Roadshow, die Veröffentlichung der ALBA-Chronik aber vor allem durch sportliche Highlights gefeiert. Gleich zu Saisonbeginn kam es beim Beko BBL Champions Cup zum Duell zwischen Pokalsieger ALBA und Meister FC Bayern München, das die Berliner vor heimischen Fans 76:68 für sich entschieden. Am 8. Oktober gastierte im Rahmen der Global Games dann der amtierende NBA-Champion San Antonio Spurs mit Stars wie Tim Duncan, Manu Ginobili und Tony Parker in der restlos ausverkauften o2 World. Dank eines Siegtreffers in letzter Sekunde durch Jamel McLean gelang den Albatrossen der Paukenschlag: Als erster deutscher Club gewannen sie gegen einen amtierenden NBA-Meister (94:93). Neben dem Schützen des Siegtreffers ergänzten die international erfahrenen Akteure Alex Renfroe und Marko Banic den Kader. Zudem kam Niels Giffey zurück in seine Heimatstadt, der bereits in der Jugend mit ALBA erfolgreich war. Mit Reggie Redding, Cliff Hammonds, Leon Radosevic, Alex King, Akeem Vargas, Jonas Wohlfarth-Bottermann und Ismet Akpinar standen Cheftrainer Sasa Obradovic sieben Spieler zur Verfügung, die seine Systeme bereits verinnerlicht hatten. Berlin startete mit sechs Siegen in die Saison, vor allem in der Euroleague sorgten die Albatrosse für Furore: In der TOP16-Runde trennte ALBA nach sieben Siegen u.a. gegen den FC Barcelona sowie bei Maccabi Tel Aviv und Panathinaikos Athen nur ein Erfolg vom Einzug ins Viertelfinale – die erfolgreichste Saison, die je ein Bundesliga-Club in der Euroleague aufs Parkett gelegt hat. Auch in der Beko BBL mischten die Hauptstädter ganz oben mit, eroberten die Tabellenführung und feierten eine Serie von 14 Erfolgen in Serie. Sasa Obradovic (Trainer des Jahres), Jamel McLean (MVP) und Clifford Hammonds (Bester Verteidiger) wurden mit individuellen Auszeichnungen geehrt. Als Tabellenzweiter startete ALBA in die Playoffs und bezwang Pokalsieger Oldenburg in der ersten Runde mit 3:0n. In einem hart umkämpften Halbfinal-Duell gegen den FC Bayern München musste sich ALBA erst im fünften und entscheidenden Spiel 96:101 nach Verlängerung geschlagen geben.

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Sa. 21.10.2017

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