Um Kinder und Jugendliche zum Basketball zu bringen braucht es zum einen niedrigschwellige Angebote, zum anderen ungewöhnliche Ideen und leichte Zugänge. Wie diese aussehen können, zeigen auch die Projekte, die ALBA BERLIN in den vergangenen Jahren etabliert hat und die einen großen Teil unserem besonderen sportlichen Jugendprogramm beitragen. So sucht ALBA die größten Grundschüler Berlins, vergibt angelehnt an das Gürtelsystem im Kampfsport farbige Trikots für Basketball-Skills und lädt zu Basketballferien ein – immer mit dem Ziel, die beteiligten Kinder und Jugendlichen mit Spaß und Begeisterung an den Basketball und Sport im allgemeinen heranzuführen.

Größe Zeigen!


Fünf Jahre ist es mittlerweile her, dass Hendrik Warner als einer von Berlins größten Grundschülern in die Max-Schmeling-Halle gekommen ist. Damals war der heute 16-Jährige als Fußballtorwart noch auf dem Rasen und nicht auf dem Basketballparkett unterwegs. Mit 1,83 Meter war Warner einer dieser Schüler, die auf ihren Klassenfotos in der hinteren Reihe stehen und ihren Mitschüler von dort aus mit Blick auf die Körpergröße bei Weitem überragen. Mit seinen Aktionstagen „Größe zeigen!“ machen ALBA BERLIN und das Vivantes Netzwerk für Gesundheit diese großen Schülerinnen und Schüler zu Hauptakteuren und geben ihnen die Möglichkeit, in den Basketballsport hineinzuschnuppern und ihr Talent zu testen.

Warner tat genau dies im Jahr 2014 und blieb beim Basketball. Statt 1,83 ist er mittlerweile weit über zwei Meter groß, statt Fußball spielt er inzwischen Basketball – in der NBBL-Mannschaft von ALBA und auch in der Jugendnationalmannschaft. Während viel Körpergröße hierbei offensichtlich hilfreich ist, ist das in anderen Bereichen nicht zwangsläufig so. Nicht selten empfinden Kinder und Jugendliche Wachstumsschübe selber als problematisch und als ein Faktor, der sie negativ herausstechen lässt. Auch dort setzt das Projekt Größe Zeigen an. Den jungen Sportlerinnen und Sportlern wird vermittelt, dass es kein Nachteil ist, größer als andere zu sein. „Im Gegenteil, wir als Basketballer freuen uns ja über die Größe und schaffen in Verbindung mit dem Sport hier einen positiven Effekt“, sagt ALBA-Vizepräsident Henning Harnisch.

Unmittelbar beobachten lässt sich dieser Effekt auch schon an den Aktionstagen selber. Dann nämlich probieren sich die hundert größten Grundschüler Berlins in der Schmelinghalle an den verschiedenen Stationen sportlich aus – zumeist mit viel Begeisterung und Enthusiasmus. Die Größten ihrer Jahrgänge können dabei eine kostenlose Mitgliedschaft in einem Basketballverein, einen Besuch bei einem ALBA-Heimspiel mit ihrer Schulklasse und ein Training mit einem Profi-Trainer gewinnen. Eine Ehre, die auch Hendrik Warner zuteil wurde und scheinbar nachhaltig Eindruck hinterlassen kann.

MBS & ALBA - Ganz großer Sport in Brandenburg

Nicht in der Berliner Max-Schmeling-Halle, sondern in den Schulsporthallen Brandenburgs ist die Initiative MBS & ALBA - Ganz grosser Sport in Brandenburg zu Hause. Das Projekt ist Teil von ALBAs Bemühungen, unsere besondere Sportidee auch über die Berliner Stadtgrenzen hinauszutragen und auch in Brandenburg immer mehr Kinder und Jugendliche für den Sport und Basketball zu begeistern. An über 50 Partnerschulen haben ALBA-Coaches gemeinsam mit Sportlehrern Basketball-AGs aufgebaut. Lehrer, Schüler oder Eltern betreuen die wöchentlichen Kurse und werden dabei von ALBA-Jugendtrainern sowie von qualifizierten und ausgebildeten Trainern der brandenburgischen Partnervereine unterstützt und weitergebildet. Dazu gibt es den MBS Schulcup, in dessen Rahmen sich jährlich um die einhundert Team sportlich messen. Insgesamt bewegt ALBA BERLIN so gemeinsam mit der MBS über eintausend Kinder und Jugendliche in Brandenburg und schafft auch außerhalb Berlins ein spannendes und niedrigschwelliges Sportangebot.

kinder + Sport Basketball Academy

Nicht untereinander, sondern mit sich selber messen kann man sich seit nunmehr acht Jahren in der kinder + Sport Basketball Academy. In sechs aufeinanderfolgenden Levels müssen basketballerische Aufgaben erfüllt werden. Als Ansporn gibt es wie im Kampfsport zu verdienende Farben. Weil es sich mit Gürteln schwer spielen ließe, gibt es Trikots. Wer den ersten Level schafft, darf sich Rookie nennen und das weiße Trikot überstreifen. Bis zum begehrten schwarzen Allstar-Trikot gilt es, vorher die Level Junior, Player, Baller und Master zu meistern. Seit 2011 gibt es das Projekt und seine Trainingsparcours. Um diese zu absolvieren bedarf es anfänglich noch keiner Basketball-Skills, da diese sukzessive erlernt werden. Schon Zehntausende Kinder und Jugendliche in ganz Deutschland haben die Herausforderung angenommen und den Testparcours absolviert. Mitmachen können alle Kinder ab sechs Jahren.

Freizeit gestalten

Einfach rausgehen, auf dem Streetballplatz ein paar Körbe werfen und seine Basketball-Skills zeigen oder zu entspannten Beats Drei-gegen-drei spielen – auch das ist ALBA BERLIN. Damit die schulfreien Tage im Jahr nicht zur basketballfreien Zeit werden, lädt ALBA BERLIN nicht nur in die Hallen, sondern auch auf den Streetballplatz zum Freizeitbasketball ein. Auf drei neuen Courts neben der Geschäftsstelle kann in lockerer Atmosphäre gezockt werden. Wieder in der Halle heißt es am Wochenende Open Gym. Dann öffnet ALBA die Hallen und jeder der Lust hat, kann abseits von Trainings- und Spielbetrieb gemeinsam mit ALBA-Trainern seiner Basketballleidenschaft nachgehen.

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Nicht am Wochenende, sondern in den Ferien ist bei ALBA dann Campzeit – ob im eigenen Viertel bei den von der Berliner Energieagentur (BEA) unterstützten Kiezcamps oder im Feriencamp an der Ostsee. Bei den PULS-Basketballcamps, die gemeinsam mit dem Förderverein des Berliner Basketball Verbandes angeboten werden, dreht sich viel um den orangenen Ball. Aber auch hier wird versucht, die Kinder und Jugendlichen mit Spaß zum Sport zu bringen. So geht es mitunter auch mal gemeinsam ins Kino oder ins Schwimmbad. Auch hier gilt: Mitfahren und mitmachen kann jeder, ganz unabhängig davon, ob er im Basketballverein spielt oder nicht.

Das ist auch insgesamt die Devise, wenn es um die Projekte von ALBA BERLIN geht. Sie sollen für möglichst alle Kinder und Jugendlichen offen sein. Schließlich ist die Inklusion aller Sportbegeisterter einer der wichtigen Punkte innerhalb der Idee von der perfekten Sportstadt.

Alle erschienenen Teile der Serie:
Teil 1: Eine Einführung
Teil 2: Vereinssprt neu und ganzheitlicher denken
Teil 3: Sportlerbiografien möglich machen

Teil 4: Anreize setzen
Teil 5: Leistungssport neu denken
Teil 6: Unser größtes Kapital
Teil 7: Vernetzen und entwickeln
Teil 8: Wissen teilen
Teil 9: Schaufenster in die Welt

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