ALBA BERLIN schafft mit innovativen Ideen einen systematischen Zugang zum Sport. Dadurch entdeckt der Club mehr Mädchen und Jungen mit Talent für Basketball und kann sie an den Verein binden. Kinder-, Jugend-, Freizeit- Profisport erhalten im Verein die gleiche Wertschätzung. So kann jeder Basketballer im Club seiner Leidenschaft nachgehen, egal welche Fähigkeiten er mitbringt und egal wie alt er ist.

Engagierte Jugendarbeit ist eine Investition in die Zukunft des Vereins – in der Breite und in der Spitze. Mit seiner systematischen Sportidee erreicht ALBA BERLIN sehr viele Kinder. Und weil der Club seine Angebote unabhängig des Leistungsniveaus attraktiv hält, wird die Spitze immer breiter. Der Berliner Tim Schneider ist ein Beispiel dafür, wohin es für einen Jugendspieler gehen kann, wenn die Weichen rechtzeitig gestellt werden.

Eigentlich hatte Schneider in seiner Kindheit zunächst Fußball gespielt – so wie die meisten seiner Altersgenossen. Als jedoch der nah am Zuhause beheimatete RSV Stahnsdorf seine Basketballsparte um eine neue U10-Mannschaft erweiterte, probierte sich auch der der Sohn einer ehemaligen Basketballerin am orangenen Leder aus. Erst in einem Schnuppertraining, später dann machte er nur noch Körbe statt Tore. Ab der siebten Klasse besuchte Schneider das Schul- und Leistungssportzentrum Berlin, die renommierte Sportschule in Hohenschönhausen. Einige seiner neuen Klassenkameraden spielten für ALBA BERLIN und weckten sein Interesse für den Club. Beim RSV machte er noch den Sprung in die JBBL, dann wechselte er in die U16-Bundesligamannschaft zu ALBA BERLIN. Hier spielt er auch jetzt, einige Jahre später, noch immer. Allerdings auf ungleich höherem Niveau.

Im ALBA-Jugendprogramm reifte er erst zu einer ebenso interessanten wie begabten Spielerpersönlichkeit, später dann zum Bundesligaprofi. „Dabei gab es nie den einen Moment, in dem ich dachte, ich will Profi werden“, erinnert sich Schneider. „Das hat sich Stück für Stück entwickelt.“ Wohl auch, weil Schneider bei ALBA beste Voraussetzungen vorfand um sein zweifelsohne vorhandenes Talent in spielerische Fähigkeiten umzuwandeln. Inhaltlich und auch strukturell zielgerichtetes Training half ihm, seine technischen, taktischen und koordinativ-konditionellen Leistungen kontinuierlich zu steigern.

Erste wertvolle Wettkampfhärte auf Herren-Niveau holte sich der heute 21-Jährige beim Kooperationsverein SSV LOK Bernau. Dort erhalten Talente von ALBA BERLIN Gelegenheit, in der 2. Basketball-Bundesliga ProB Spielpraxis zu sammeln. Während Schneider der Kooperation inzwischen entwachsen ist und nur noch bei den ALBA-Profis eingesetzt wird, gibt es in dieser Saison gleich sechs sogenannte Doppellizenzspieler, von denen mit Jonas Mattisseck, Bennet Hundt und Franz Wagner gleich drei  in dieser Spielzeit teils wichtige Spiele und Minuten bei den Profis absolviert haben. Für Schneider sind inzwischen viele Teamkollegen bei ALBA BERLIN zu Freunden geworden. „Der Verein ist einfach meine Heimat“, sagt er.

Neben dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft in der NBBL zählt er sein Debüt bei den Profis genauso zu den Highlights seiner noch jungen Karriere, wie sein Debüt bei der deutschen A-Nationalmannschaft, das er im vergangenen Herbst feiern durfte. „Das erste Mal in der großen Arena in der BBL aufzulaufen, war ein unbeschreibliches Gefühl. Ich hatte vorher noch nie vor so vielen Menschen gespielt und war sehr aufgeregt. Danach war ich einfach nur glücklich, diese Chance erhalten zu haben“, sagt Schneider. Wenn er heute im eigenen ALBA-Trainingszentrum in der Schützenstraße in Berlin-Mitte trainiert, trifft er regelmäßig auf Spieler aus JBBL und NBBL, die noch relativ am Anfang ihrer Sportlerkarrieren stehen. „So lange ist es ja nicht her, da habe ich selbst noch in der Jugendmannschaft gespielt“, sagt er. „Ich muss oft daran denken, wie ich damals zu den Profis aufgeschaut habe.“

Auf einmal war ich Trainer – Vom Vizepokalsieger zum Jugendcoach

Ebenfalls für ALBA in JBBL und NBBL aktiv war Hannes Müller. Auch er ist ein Emporkömmling der ALBA Jugend. Zwar ist er nicht wie Schneider Profi geworden, dennoch ist Müller, der Basketball als „den spannendsten Sport der Welt“ bezeichnet, dem Verein erhalten geblieben. So wirft der Berliner heute zwar selber keine Körbe mehr für ALBA, sitzt dafür aber auf der Trainerbank und freut sich, wenn einer seiner Spieler einen Korbleger macht.

Weil er seinem großen Bruder nacheiferte, kam Hannes Müller schon mit sechs Jahren zum Basketball. Vier Jahre später wechselte er von seinem Heimatverein in Köpenick zu ALBA BERLIN. Er begann dort in der U11, später spielte er wie schon erwähnt in den Jugendbundesligen.

Sein größter Erfolg: Zweiter mit der U18 beim Deutschen Jugendpokal 2014. „Ich bin also Vizepokalsieger“, sagt er augenzwinkernd. „Das hat mehr Silben und klingt auch besser.“ Den Traum von einer Profikarriere musste Müller jedoch aufgeben. „Der Anteil der Spieler, der letztendlich ganz oben ankommt, ist doch recht klein, da bin ich realistisch geblieben. Außerdem war ich leider schon immer sehr verletzungsanfällig“, blickt er zurück. 2015 hörte er mit dem Jugendleistungssport auf. Mit Basketball wollte er aber noch lange nicht abschließen. „Mir hat es schon immer Spaß gemacht, Menschen etwas beizubringen“, sagt Müller und ergänzt: „Ich habe dann einfach mal meinen damaligen Jugendtrainer Marius Huth gefragt, ob ich bei ihm einsteigen kann. Der hat sofort ja gesagt und auf einmal war ich nicht mehr Spieler, sondern plötzlich Trainer.“

Inzwischen will er seine neue Aufgabe nicht mehr missen. Das Staunen darüber, wie schnell Kinder durch Training lernen, ist ein ständiger Begleiter: „Wenn ein Kind zum Beispiel mit der linken Hand zu Beginn der Saison keinen Korbleger schafft, aber am Ende bei zehn von zehn Versuchen trifft, dann weißt Du: Irgendetwas hast Du richtig gemacht.“ Müller hat eine klare Vorstellung davon, was für ein Jugendtrainer er sein möchte: „Ich bin kein Fan davon, Kinder anzubrüllen – das ist vielleicht im Erwachsenenbereich etwas anderes. Da muss man sicher mal ein bisschen lauter werden. Wenn meine Spieler Fragen haben, dann blocke ich nicht ab, sondern bin gerne bereit, ihnen alles zu erklären und Techniken auch mehrmals vorzumachen.“

Aktuell besitzt Müller die D-Trainerlizenz, den C-Trainerschein will er jetzt angehen. Dabei ist ihm die Unterstützung des Clubs sicher. Denn ALBA BERLIN weiß um den hohen Stellenwert und die Bedeutung der Trainer für den Club und für die Stadt Berlin. Der Verein konzipiert auch die inhaltliche Ausbildung der Trainer im Berliner Basketball Verband (BBV).

Der verantwortliche Trainerausbilder bei ALBA BERLIN und im BBV ist Mirko Petrick in Personalunion. ALBA BERLIN übernimmt außerdem für seine Trainer die Gebühren für die Lehrgänge beim BBV und bietet viele unterschiedliche clubinterne Fortbildungen an, die sehr spezifisch auf einzelne Trainingsinhalte eingehen. Müller fühlt sich als Trainer gut aufgehoben. „Ich möchte in Berlin bleiben und auch hier studieren. Und ich will, so gut es geht, meinen Club unterstützen.“ Viele Trainerinnen und Trainer tun dies bei ALBA bereits als Profis. Zwar spielen sie nicht wie Schneider selber, auf ihrem Feld sind sie trotzdem professionell am Werk und arbeiten nicht selten in Vollzeit. Auch solche Sportprofis gehen aus einem Basketballprogram hervor, wie ALBA es in den vergangenen Jahren etabliert hat. Einem Programm, das für alle Basketballbegeisterten einen Platz bietet.

Alle erschienenen Teile der Serie:
Teil 1: Eine Einführung
Teil 2: Vereinssprt neu und ganzheitlicher denken
Teil 3: Sportlerbiografien möglich machen

Teil 4: Anreize setzen
Teil 5: Leistungssport neu denken
Teil 6: Unser größtes Kapital
Teil 7: Vernetzen und entwickeln
Teil 8: Wissen teilen
Teil 9: Schaufenster in die Welt