Hier geht's zur Liste aller Hallen/Schulen, die bereits mit höhenverstellbaren Körben ausgestattet wurden:

 

ALBA holt die Körbe runter

 

Wo andere Sportarten für die Kleinsten altersgerechte Regeln und Spielgeräte anbieten, hängen die Körbe im Basketball auch für die Minis unverändert auf einer Höhe von 3,05 Metern. Erfolgserlebnisse sind selten, schnell sinkt die Motivation und das Interesse an der Sportart. Dadurch entsteht schon bei den Jüngsten ein Missverhältnis, das sich sowohl im Ländervergleich als auch im Wettbewerb der Breitensportarten uneinholbar niederschlägt. 

 

ALBA BERLIN und die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie wollen das ändern und holen die Körbe runter. Mit Unterstützung der Bezirkssportämter sollen innerhalb der nächsten Jahre alle Körbe der Berliner Sporthallen auf höhenverstellbare Körbe umgerüstet werden. Eine Initiative, die als Vorbild für den gesamten deutschen Basketballsport dienen kann.

 

Seit September 2016 wurden in Berlin bereits elf Schulen mit höhenverstellbaren Körben ausgestattet und mit überwältigender Resonanz von den Kindern aufgenommen. An anderen Schulen bzw. in ihren Sporthallen ist eine Umrüstung bereits in konkreter Planung. 

ALBAs Mini- und Grundschulkoordinator Marius Huth erklärt, warum die höhenverstellbaren Körbe so wichtig sind


Warum setzen sich ALBA BERLIN und die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie dafür ein, dass die Berliner Sporthallen mit höhenverstellbaren Körben ausgestattet werden?

 

Marius Huth: „Das ist für uns der logische Schritt, wenn man Mini-Basketball ernsthaft voranbringen will. In den meisten anderen Sportarten gibt es für Kinder vereinfachte Spiele: Im Volleyball gibt es tiefere Netze, im Fußball kleinere Felder und kleinere Tore. In den meisten Ländern in Europa wird Mini-Basketball auch auf Mini-Körbe gespielt. Nur in Deutschland spielen Mini-Kinder auf die Körbe der Erwachsenen. Das führt dazu, dass bei den Jüngsten kaum Korberfolge zu feiern sind. Das muss geändert werden. Jeder, der ein Spiel auf tiefere Körbe sieht, versteht sofort, was wir meinen.“

Was bedeutet es für Kinder, auf die niedrigeren Körbe zu spielen?

Marius Huth: „Für die Kinder ist es deutlich einfacher, den Korb zu treffen. Und das ist es, was einen großen Teil der Faszination im Basketball ausmacht. Jüngere Kinder haben die Chance, überhaupt einmal den Korb zu treffen. Etwas ältere können auch bereits mal von weiter weg werfen und nicht immer nur Korbleger machen.“

Welchen Einfluss haben die höhenverstellbaren Körbe auf das Coaching und das Spiel im Jugendbasketball insgesamt?

Marius Huth: „Das Spiel gleicht zu einem früheren Zeitpunkt dem Spiel wie es später auch gespielt wird, wenn die Kinder älter werden. Es gibt mehr Würfe von außen. Dadurch entsteht auch ein Entscheidungsverhalten: ‚Wurf oder Korb angreifen?‘. Zudem wird auch die Verteidigung schon deutlich früher gezwungen, druckvoller zu verteidigen und nicht einfach unter dem Korb zu warten.“

Welche Ziele verfolgt ALBA BERLIN mittel- bis langfristig?


Marius Huth: „Wir verfolgen zwei Ziele: Auf der einen Seite wollen wir erreichen, dass das Thema „höhenverstellbare Körbe“ überall in Deutschland in den Köpfen der Menschen ist – das Verständnis, dass Mini-Basketball auch auf Mini-Körbe gespielt werden muss. Auf der anderen Seite arbeiten wir an der praktischen Umsetzung, da die Umrüstung in Deutschland in den meisten Hallen nicht einfach so möglich ist. Wir haben uns dafür das ehrgeizige Ziel gesetzt, dass in fünf Jahren jede Grundschule in Berlin über höhenverstellbare Körbe verfügen soll.“

Höhenverstellbare Körbe bei der Grundschulliga: Himar Ojeda und Tony Gaffney erklären!

Ansprechpartner


Sie haben Fragen zu unserem Projekt "Höhenverstellbare Körbe"? Gern beantwortet Manfred Uhlig Ihre Fragen:

 

Manfred Uhlig

Telefon: +49 30 300 905-50

E-Mail: manfred.uhlig(at)albaberlin.de