SPORT GANZHEITLICH DENKEN!

Im Alltag ist der Zugang zu Sport nicht immer und überall gewährleistet. Senioren werden häufig durch weite Wege ausgeschlossen und für Kinder und Jugendliche ist der Besuch einer Ganztagsschule und Sport im Verein nur schwer vereinbar. ALBA BERLIN schafft Angebote dort, wo sie gebraucht werden und hebt Trennungen zwischen Vereins- und Schulsport auf.

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„Alba macht Schule“

Ganztagsschulen und eine veränderte Berufswelt lassen deutschlandweit Sportvereine rückläufige Mitgliederzahlen beklagen. ALBA BERLIN wartet nicht, bis Kinder und Jugendliche zum Verein kommen, sondern geht dorthin, wo sie den Großteil ihrer Zeit verbringen: in die Schulen. Seit 2005 leiten ALBA-Jugendtrainer Basketball-AGs in Grund- und Oberschulen. Schüler im Ganztagsbetrieb konnten fortan ihre freien Zeiten sinnvoll ausfüllen. Der erste Schritt, Schul- und Vereinssport zusammenzuführen, führte bald zu einem Strukturmodell für den modernen Vereinsport.

Mit „ALBA macht Schule“ gab der Verein dem Projekt einen Namen, der inzwischen berlinweit für erfolgreiche sportorientierte Jugendsozialarbeit steht und auch eine Vielzahl vom Partnervereinen mit einbezieht. „ALBA macht Schule“ bietet Kindern und Jugendlichen ein hochwertiges Sportangebot und ist die zentrale Komponente im Sportmodell des Vereins. „Gerade Grundschulen profitieren von unserem Programm, weil dort Sport meist von Klassenlehrern ohne entsprechende Ausbildung unterrichtet wird“, erläutert der Projektleiter von „ALBA macht Schule“ Philipp Hickethier.

Schüler, die von Basketball nicht genug bekommen, finden sich in Schulvereinsteams zusammen. Dort werden sie zu Vereinsmitgliedern von ALBA BERLIN. Sie trainieren mehrmals wöchentlich und treten zum Beispiel als Spieler von ALBA Hausburg oder ALBA Thomas Mann im Spielbetrieb des Berliner Basketballverbands an. ALBA BERLIN kooperiert mit über 100 Partnerschulen. Über 30 davon sind Sportprofilschulen, in denen ALBA-Trainer neben den AGs zusätzlich den regulären Sportunterricht begleiten.
Paradebeispiel für eine fortschreitende Kooperation zwischen Schule und Verein ist die Grundschule am Kollwitzplatz im Prenzlauer Berg. Hier startete ALBA BERLIN im Schuljahr 2006/2007 mit einer Basketball-AG. Zwei Jahre darauf entschied sich die Grundschule zu einer intensiveren Zusammenarbeit und wurde zur „Schule mit Sportprofil“. Um eine noch bessere sportliche Grundausbildung zu ermöglichen, unterstützte ALBA-Trainer Marius Huth fortan die Sportlehrer mit seinem praktischen Erfahrungsschatz im Unterricht – in der Schulanfangsphase mit bis zu 16 Stunden wöchentlich. 2010 gründete sich an der Schule ein Schulvereinsteam. Mittlerweile gibt es an der Schule über 60 ALBA-Mitglieder und in jeder Altersklasse mehrere Teams.

Auch in der ALBA Grundschulliga, in der sich wie in der ALBA Oberschulliga Teams mit Kindern und Jugendlichen anderer Schulen aus ganz Berlin messen, sind die Schüler vom Kollwitzplatz erfolgreich. Regelmäßig feiern sie Erfolge beim großen Saisonfinale in der Max-Schmeling-Halle.
Durch „ALBA macht Schule“ bekommt der Verein viele Talente zu sehen und über unterschiedliche öffentliche Finanzierungsmöglichkeiten gelangen viele Trainer in die Hauptberuflichkeit. Einer dieser Trainer ist Mirko Petrick, der vor drei Jahren bei ‚ALBA macht Schule‘ einstieg. „Aus Trainersicht ist die Aufgabe an der Schule sehr erfüllend. Man hat tagtäglich die Chance, alle Kinder der Schule sportlich zu begleiten und vor allem zu prägen. Wo findet man das sonst?“, freut sich Petrick über seine Rolle an der Schule.