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UNSER GRÖßTES KAPITAL

Die Trainer von ALBA BERLIN sind die treibende Kraft des Vereins für die Umsetzung der ganzheitlichen Sportidee des Clubs. Ihresportlichen und sozialen Aufgaben bringen Anforderungen mit sich, die sowohl physisch wie psychisch nur im Hauptamt umfänglich zu bewältigen sind. ALBA BERLINs Mitarbeiter organisieren Projekte wie „ALBA macht Schule“ und schaffen so Finanzierungsmodelle für eine Professionalisierung auf allen Ebenen des Vereins.

Ein starkes Team

Im traditionellen Vereinssport müssen die meist ehrenamtlichen Trainer eine Vielzahl von Aufgaben übernehmen, die sie häufig überlasten und teilweise von ihrer wesentlichen Tätigkeit ablenken. Neben der Leitung des Trainings bereiten sie den Spielbetrieb vor. Sie organisieren Fahrten für Auswärtsspiele und sammeln auch noch die Mitgliedsbeiträge ein. Dazu sind sie Vorbild, sollen Konflikte lösen und Ansprechpartner sein für Spieler und im Jugendbereich auch für deren Eltern. ALBA BERLIN möchte, dass sich seine Übungsleiter auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren können. Das gilt für die Trainer im Profi- wie im Freizeit- und Nachwuchsbereich. In den Geschäftsstellen arbeiten starke Teams ganzheitlich daran, die Sportidee von ALBA BERLIN umzusetzen und den Trainern den Rücken freizuhalten.

Die gut vernetzten und hauptamtlichen Experten schaffen die Basis dafür, dass ALBA-Trainer in geordneten Strukturen arbeiten können. Es sind allesamt Mitarbeiter, die an einem Strang ziehen, um so gemeinsam neue Perspektiven zu eröffnen und die Sportidee von ALBA BERLIN voranzubringen. Sie bereiten zum Beispiel die Events in der Mercedes-Benz Arena vor und planen das größte Basketball-Schulturnier Europas.

„Es ist toll, Teil einer großen Idee zu sein“, sagt Kristina Heidenreich, Projektmanagerin bei ALBA BERLIN. „Ich arbeite mit vielen Leuten zusammen, die alle ihre unterschiedlichen Stärken einbringen und Lust daran haben, Sport in einem gesellschaftlich relevanten Rahmen weiterzuentwickeln. Wo sonst kann man Projekte im Kinder- und Jugendsport auf einem so professionellen Niveau hauptamtlich betreuen?“

Berlin als Sportmetropole will mehr Kinder für den Sport begeistern und regelmäiges Sporttreiben motivieren. Mehr Bewegung in Schule und im Alltag fördert auch die schullischen Leistungen. Deshalb freue ich mich über die Inititiative von ALBA, um auch den Jüngsten in unserer Stadt pasende Sportangebote zu unterbreiten. Kleine kommen damit im Basketball ganz groß raus.

Sandra Scheeres, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie

ALBA-Trainer - Taktikfuchs und Sozialarbeiter

Als Trainer der ALBA-Damen hat Moritz Schäfer eine erfolgreiche und spannende Saison hinter sich. Sein Team sicherte sich verdient den Meistertitel in der 1. Regionalliga Nord und stieg somit in die 2. Basketball-Bundesliga der Damen auf. Der 36-Jährige leitet den weiblichen Jugendleistungsbasketball oberhalb der U17 und assistiert auch bei der Jugendbundesligamannschaft. Während er im Spielbetrieb des Clubs seinen sportlichen Ehrgeiz ausleben kann, zeigt Schäfer auf seinem zweiten Einsatzgebiet als ALBA-Jugendcoach und Lehrer an der Gesundbrunnen Grundschule eine andere Seite von sich.

Die Fahrt von der ALBA Jugendhalle im bürgerlichen Prenzlauer Berg in den Ortsteil Gesundbrunnen ist für Schäfer jedes Mal gleichsam ein Orts- wie Perspektivwechsel. Die Gesundbrunnen Grundschule liegt mitten im sozialen Brennpunkt. Und wie unter einem Brennglas bündeln sich in den Klassenräumen und auf dem Schulhof die sozialen Probleme des Kiezes. Über 90 Prozent der Schüler haben einen Migrationshintergrund und kommen vorwiegend aus schwierigen sozialen Verhältnissen.

„Die Voraussetzungen, die die Schüler mitbringen, sind eine absolute Herausforderung“, so Schäfer. „Keines der neu eingeschulten Kinder hat eine normale Sprachentwicklung.“ Täglich gibt es Konflikte. Nicht selten muss Schäfer einschreiten, wenn Schüler aufeinander losgehen. „Man kann nicht davon ausgehen, dass hier alle die Verhaltensnormen mitbringen, die wir aus unserem Alltag kennen“, sagt der Jugendtrainer. „In dem Training steckt ganz viel Erziehungsarbeit. Man ist hier nicht nur Trainer, sondern auch Sozialarbeiter.“

Die Arbeit als Jugendcoach bietet Schäfer die Möglichkeit, Gutes zu bewirken. „Die meisten meiner Spieler würden zu Hause oder auf der Straße rumhängen und vermutlich Dinge anstellen, die nicht sinnvoll sind.“ 
Je jünger die Schüler an der Gesundbrunnen Grundschule sind, desto mehr wird gespielt, zumeist Abwandlungen vom komplexen Basketballspiel wie zum Beispiel Torwächterball. Dabei steht ein Kind auf einem Hocker nahe am Korb, sodass der Korbwurf einfacher gelingt.

Nicht nur sportliche Höhepunkte für die Basketball-AGs sind die Spiele in der ALBA Grundschulliga. Viele Schüler kommen sonst im Alltag so gut wie nie aus ihrem Kiez heraus und kennen die Stadt, in der sie leben, kaum. Über den Spielbetrieb lernen sie andere Bezirke mit gänzlich anderen Soziokulturen kennen. Ganz besondere Highlights sind die Spiele in der Halbzeitpause der Profis in der Mercedes-Benz Arena. „Das sind ganz große Momente für die Schüler“, meint Schäfer. „Es ist natürlich toll, wenn sie dort gut abschneiden, doch in erster Linie geht es um die wertvollen Erfahrungen, die sie machen und darum, dass sie etwas Neues kennenlernen.“

Für unsere heterogene Schülerschaft, in der die meisten Kinder in Familien aufwachsen, die auf Transferleistungen angewiesen sind, bietet das Programm, 'ALBA macht Schule' zusätzliche Chancen. Neben der sportlichen Bildung fördert es sprachliche, soziale und kommunikative Kompetenzen. So können verhaltensmuster und Wertvorstellungen entstehen, die die spätere Einstellung der Kinder prägen.

Manduela Krüger, Schulleiterin der Gesundbrunnen Grundschule