91:61! Toller Jahresabschluss vor über 11.000 Zuschauern

(29.12.) Die Albatrosse haben das letzte Spiel des Jahres 2010 gegen BG Göttingen mit 91:61 (38:28) gewonnen und ihre Bundesliga-Bilanz damit auf 10:4 Siege verbessert. 11.108 Zuschauer in der o2 World sahen ein intensives, von harter Verteidigung geprägtes Spiel.

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Nach einem tollen Start im Duell der einzigen beiden noch auf europäischem Parkett vertretenen Mannschaften (beide Eurocup-TOP16) und einer 15:4-Führung ließen sich die Albatrosse von der Ganzfeldpresse der Göttinger zunächst aus dem Rhythmus bringen. In einer immer härter werdenden Partie kamen die Gäste aus Niedersachsen im zweiten Viertel bis auf drei Zähler heran, bis sich die Berliner wieder fingen. Spätestens nachdem ALBA im dritten Abschnitt erstmals mit 20 Punkten in Führung gegangen war, geriet der Sieg nicht mehr in Gefahr. Die letzten Minuten wurden zum Schaulaufen eines gelungenen Jahresabschlusses, der Göttingens Serie aus fünf Siegen in Folge jäh stoppte.

 

ALBAs Topscorer war Julius Jenkins mit 18 Punkten und 6 Assists. Außerdem zweistellig punkteten Lucca Staiger (13, 4/5 Dreier), Immanuel McElroy (11 + 6 Assists und 4 Rebounds), Bryce Taylor (11) und Patrick Femerling (10 + 6 Rebounds, 3 Assists und 2 Steals). Die Albatrosse, denen Aufbau Hollis Price immer noch verletzt fehlte, trafen traumhafte 57% (13/23) an Dreierlinie, 71% (17/24) aus der Nahdistanz und 82% (18/22) an der Freiwurflinie. Mit 27 Assists stellten sie außerdem den bisherigen Saisonrekord von Bremerhaven ein. Bei den Göttingern, die auf Leistungsträger Dwayne Anderson (Sehnenscheidenentzündung im Fuß) verzichten mussten, breiteten vor allem Adam Waleskowski (13 Punkte), Trent Meacham (11) und Louis Dale (10) Probleme. Von der Dreierlinie verwandelten die Gäste nur 19% (4/21) ihrer Würfe.

 

 

Spielverlauf: Die Albatrosse legten gut los im letzten Spiel des Jahres. Während sie die Gäste mit harter Verteidigung erfolgreich am Punkten hinderten, spielten sie sich vorne drei mal schöne Würfe frei: Jenkins und Femerling per Korbleger sowie Marinovic von der Dreierlinie legten auf 7:0 vor. Nach einer Auszeit von John Patrick kamen aber auch die Göttinger langsam ins Spiel. Julius Jenkins hatte mit zwei Dreiern zwar auf 15:4 vorgelegt, doch über Freiwürfe konnten die Niedersachsen ihren Rückstand nun Schrift für Schritt verkürzen. Mit der Göttinger Pressverteidigung über das ganze Feld hatten die Albatrosse zusehends Probleme, so dass der Vorsprung zum Ende des Viertels auf 19:16 zusammen schmolz.

 

Sven Schultze eröffnete den zweiten Abschnitt noch mit einem Dreier, doch daraufhin wurde das Spiel immer zerfahrener. Beide Teams zermürbten sich geradezu gegenseitig in der Defense, so dass zwar jede Menge Kampf, aber kaum noch Korberfolge zu bewundern waren. Vier Minuten gelang ALBA kein Punkt mehr, aber auch Göttingen erzielte in der Zeit nur drei Zähler, so dass die Berliner, als McElroy der Durstrecke per Dreipunktwurf endlich ein Ende setzte, fünf Minuten vor der Halbzeit immer noch 25:19 führten. McElroy, der sichtlich Spaß in der Partie hatte, legte nach einem Steal von Jenkins in der Defense gleich noch einen Korbleger plus Bonusfreiwurf nach. ALBA verteidigte stark im Set-Play, aber trotzdem gelang dem Ex-Berliner Kulawick schließlich der erste Dreier für die BG. Der wurde aber prompt von Lucca Staiger aus der gleichen Distanz beantwortet, so dass die Berliner wieder 31:22 vorn lagen. Die Niedersachsen ließen sich nicht abschütteln, doch den Schlusspunkt der Hälfte setzte Julius Jenkins, der mit einem Dreier ins Gesicht von Kulawick den 38:28-Pausenstand herstellte.

 

 

ALBA erwischte nach dem Seitenwechsel den besseren Start. Auch wenn Dale direkt für Drei einnetzte, gehörte die Anfangsphase den Albatrossen. Sie ließen vorne den Ball sehenswert zirkulieren und eroberten sich in der Defense Ball um Ball. So auch Patrick Femerling, der nach einem Steal an der Mittellinie Julius Jenkins den Ball zum freien Korbleger und einer 47:31-Führung mitgab. Den Göttingern fiel gegen ALBAs Defense nicht mehr viel ein. Die Berliner hingegen zogen fleißig Fouls und setzten sich von der Freiwurflinie immer weiter ab. Nach einem athletischen Korbleger von Bryce Taylor in der 28. Minute hatte der Vorsprung erstmals die 20-Punkte-Marke überschritten (56:35). Dass man die BG niemals abschreiben darf, ist allerdings hinlänglich bekannt und so überraschte es nicht, dass die Gäste mit schnellen Ballgewinnen bis zur letzten Viertelpause noch auf 46:62 aufholten.

 

In den ersten Minuten des Schlussabschnitts drehten die Albatrosse aber wieder auf. McElroy ließ es im Fastbreak krachen und Femerling tankte sich zwei mal mit aller Routine am Brett durch, während Göttingen nur einen Zähler durch Meacham zu verbuchen hatte. Als Bryce Taylor kurz darauf einen Dreier zum 69:47 einnetzte, lief er mit solch einem breiten Grinsen zurück, das den Eindruck machte, er wisse, dass der Sieg seinem Team nun nicht mehr zu nehmen sei. Und damit sollte er Recht behalten, auch wenn das Spiel noch lange nicht beendet war. Im Gegenteil, die letzten Minuten zogen die Albatrosse noch eine große Show auf. Lucca Staiger netzte gleich Dreier ein, Bryce Taylor ließ es einmal mehr mächtig Krachen und Marko Marinovic begeisterte mit seinen Zauberpässen. So wurde das Team in den letzten Minuten des Jahres auf dem Parkett der o2 World mit Standing Ovations begleitet.

 

Stimmen zum Spiel

John Patrick (Göttingen)

Erstmal Glückwunsch an ALBA, dass sie mit 6:0 im Eurocup in die nächste Runde eingezogen sind. Wir wissen, wie schwierig das ist. Heute hat ALBA eine Klasse besser gespielt als wir. Wir haben in der Defense die letzte Konsequenz vermissen lassen, wogegen ALBA sehr fokussiert war. Vorne haben sie immer den freien Mann gefunden. Wir wurden heute von einem viel besseren Team bloßgestellt. Wir müssen daraus unsere Lehren ziehen.

Luka Pavicevic (ALBA)

Auch wir wissen, wie es ist, in zwei Wettbewerben gleichzeitig zu spielen und was nötig ist, um das Gleiche zu erreichen. Göttingens starke Leistungen sind schon lange keine Überraschung mehr. Wir wussten, dass man gegen Göttingen sehr exakt spielen muss. Ihre aggressive Verteidigung hat bei uns zu ein paar Ballverlusten geführt, aber insgesamt haben wir den Druck sehr gut bewältigt. Wir haben schnell in die Transition Defense umgeschaltet, was gegen Göttingen sehr wichtig ist. Auch wenn das Ergebnis hoch ausfiel: Die Partie wurde nicht in einem Scoring-Run entschieden. Wir haben uns den Sieg Minute für Minute erarbeitet. Der größte Scoring-Run war am Schluss mit 8:0.

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