ALBA besiegt die Eisbären im Weihnachtsspiel mit 85:59

(26.12.) Nach drei Niederlagen in Folge in der Bundesliga hat sich ALBA BERLIN am zweiten Weihnachtstag mit einem 85:59 (52:33) über die Eisbären Bremerhaven wieder zurück gemeldet. Nach einem tollen Start im ersten Viertel ließen sich die Albatrosse den wichtigen Sieg nicht mehr nehmen.

 

 

 

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Nach der zuletzt extrem deutlichen Niederlage in Bamberg, die die dritte für ALBA in Folge in der Bundesliga gewesen war, ruhten beim Heimspiel gegen Bremerhaven viele Augen auf Berlin. Die Albatrosse zeigten allen Zuschauern in der o2 World und an den Bildschirmen bei SPORT1 von Beginn an, dass sie sich heute anders präsentieren wollten. Nicht nur optisch (Marinovic mit Glatze, Femerling mit neuen schwarzen Socken) sondern auch mit hohem Einsatz auf dem Feld machten sie dies deutlich. Schon im ersten Viertel erspielten sich die Albatrosse eine hohe Führung von 15 Punkten, die dank einer starken Dreierquote (48%) bis zur Halbzeit auf 52:33 anwuchs. Auch mit kleinen Schwächphasen im zweiten Abschnitt gaben sich die Berliner gegen die Zonenverteidigung der Gäste keine Blöße, trafen ihre freien Würfe und ließen den Sieg nie ernsthaft in Gefahr geraten.

 

Topscorer bei den Albatrossen, bei denen immer noch Hollis Price mit seinem Muskelfaserriss fehlte, wurde Julius Jenkins mit 18 Punkten, gefolgt von Lucca Staiger (15, 5/8 Dreier), Tadija Dragicevic (13, 8 Reb.) und Derrick Allen (12). Immanuel McElroy erzielte 8 Assists, 4 Punkte und 4 Rebounds. Bei den Gästen, die auf Leistungsträger Callahan verzichten mussten, überzeugten vor allem Torrell Martin (17 Pkt., 8 Reb.) und Andrew Drevo (14 & 6). Die Berliner gaben insgesamt stolze 23 Assists und blieben auch bei den wenigen Freiwurfversuchen konzentriert (7/8). Lediglich beim Reboundduell zogen sie mit 35:38 den Kürzeren. Schon am Mittwoch geht es in der o2 World mit der nächsten Bewährungsprobe weiter: Um 20 Uhr ist Eurochallenge-Sieger Göttingen zu Gast.

 

 

Spielverlauf: ALBA kam gut in die Partie und legte nach einem Dreier von Dragicevic mit mehreren Ballgewinnen in der Defense einen 12:0-Start hin, der Bremerhaven-Coach Spradley schon nach weniger als zwei Minuten eine Auszeit nehmen ließ. ALBA verteidigte mit viel Druck, so dass Torrel Martin erst in der vierten Minute den ersten Gästepunkt (von der Freiwurflinie) erzielte. Die zwischendurch in Zonenverteidigung stehenden Niedersachsen fanden ab dann langsam besser ins Spiel. Andrew Drevo war mehrmals aus der Distanz erfolgreich, aber die Albatrosse behaupteten vorne mit viel Intensität ihren Vorsprung. Nach einem Dreier von Jenkins verkürzte Drevo auf 10:19, aber die Berliner blieben am Drücker. Fünf Punkte von Derrick Allen und ein Dreier von Lucca Staiger bedeuteten das 27:12 zum Ende des Viertels.

 

Auch im zweiten Viertel bauten die Albatrosse ihre Führung weiter aus. Gegen die Zonenverteidigung der Eisbären erspielten sie sich viele freie Dreipunktewürfe, die Schultze und Marinovic erfolgreich verwerteten. Immer noch investierte ALBA viel in der Verteidigung, wogegen Bremerhaven in der Hauptsache über Drevo oder Martin ein Mittel fand. Nach einem 37:14-Vorsprung ging der Schwung etwas verloren und die Gäste begannen sofort aufzuholen. Bis auf 14 Zähler brachte Torell Martin Bremerhaven, das mittlerweile ausschließlich in Zonenverteidigung agierte, mit zwei Dreipunktewürfen heran. Aber da auch ALBA weiterhin vorne gute Ausstiege fand und den Gästen hinten das Leben schwer machte, ging es mit einem 52:33 in die Kabine.

 

 

Nach dem Seitenwechsel verschliefen die Albatrosse den Start: Nach mehrere Fehlwürfen kassierten sie sechs schnelle Punkte der Eisbären, die diese viel zu leicht erzielen konnten. Auch eine Auszeit von Luka Pavicevic nutzte vorerst nicht: Bremerhaven baute die Serie auf 10:0 aus und lag dadurch nur noch mit neun Punkten hinten (43:52). Ein Treffer von Marinovic von der Dreierlinie ließ nach vier korblosen Minuten endlich wieder den Knoten bei ALBA platzen. Aus Ballgewinnen liefen die Berliner nun wieder ihre Fastbreaks und beantworteten den Eisbären-Lauf mit einer eigenen 10:0-Serie. Doch die Bremerhavener schienen nun mehr Glauben daran zu entwickeln, die Partie noch drehen zu können. Bryce Taylor riss die Zuschauer in der o2 World zwar noch mit einem Monsterdunk von den Sitzen, doch bis zur letzten Viertelpause hatten die Norddeutschen wieder bis auf 49:64 verkürzt.

 

Wieder verschlief das Team von Luka Pavicevic den Start des Viertels. Doch dieses Mal schlugen die Hanseaten nicht so viel Kapital daraus. Als Lucca Staiger und Tadija Dragicevic Dreipunktewürfe für ALBA einschossen, war der Vorsprung wieder auf 70:51 angewachsen. Eine Auszeit von Doug Spradley half nicht: Staiger versenkte gleich die nächsten beiden von seinen insgesamt fünf Dreiern und hatte damit vier Minuten vor dem Ende mit dem 76:51 für die Entscheidung gesorgt. In den verbleibenden Minuten konnte Nachwuchs-Point Guard Joshiko Saibou noch weitere Bundesliga-Minuten sammeln und die Zuschauer ihr Team feiern.

 

Stimmen zum Spiel

Douglas Spradley (Bremerhaven)

Glückwunsch an Luka und Berlin. Sie waren heute definitiv die bessere Mannschaft. Wir haben heute nur mit 75% Intensität gespielt und gegen solche Teams haben wir nur mit 100% eine Chance. Die Niederlage geht in Ordnung. Ich bin sehr enttäuscht von der Leistung meiner Mannschaft. Sie hat heute kein Bundesliga-Niveau gezeigt.

Luka Pavicevic (ALBA)

Ich gratuliere meinem Team zu einer starken Leistung und einem wichtigen Sieg. Wir sind am Ende eines harten Monats mit vielen schwierigen Spielen und Auswärtsfahrten. Wir haben dabei Gutes erlebt, mussten aber auch sehr schmerzhafte Erfahrungen machen. Es war wichtig für uns, heute von Beginn an gut aufzutreten. Das hat meine Mannschaft gemacht und gleich sehr hart und fokussiert gespielt. Wir haben defensiv das richtige getan und den Ball offensiv gut bewegt.

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