ALBA macht Schule in Simbabwe

Schwere politische und soziale Krisen beuteln Simbabwe im Süden Afrikas. Führungskämpfe, Hungersnöte und eine hohe Arbeitslosenquote haben die einstige Kornkammer Afrikas zu einem der ärmsten Länder der Welt werden lassen. Besonders betroffen von dieser Entwicklung: die Kinder Simbabwes. Einige von ihnen erhalten in der ländlichen Umgebung der Stadt Masvingo durch die Hilfe der evangelisch-methodistischen Gemeinde in Lankwitz eine neue Chance. Nun spielen die Jugendlichen mit ALBAs Unterstützung zum ersten Mal Basketball an der Chidzikwe-Oberschule – und lassen so den harten Alltag für ein paar Stunden hinter sich.

Viele Waisenkinder in ihren Schuluniformen stehen bereits dicht gedrängt am Spielfeldrand, während ihre Sportlehrer mit Stöcken die Basketballlinien in den harten Sand kratzen. Die Dreierlinie, dann die Freiwurflinien und den Mittelkreis. Anschließend ist der Basketballkorb an der Reihe. An eine Spannplatte wird der Ring geschraubt, dann ein Holzstamm in den Boden gerammt, der den Korb trägt. Das erste Basketballspiel in der Geschichte der kleinen Dorfschule kann beginnen. Team blau spielt gegen Team gelb. Beide Mannschaften tragen Hosen und Trikots der ALBA Jugend, die die Gemeindemitglieder zusammen mit einigen Bällen aus Berlin 8.000 Kilometer bis nach Simbabwe gebracht haben. Viele Spieler pflügen barfuß durch den Sand. Im Publikum sitzen ihre Mitschüler und Lehrer und jubeln bei jedem Korb.

Bereits seit 2008 gibt es die Gemeinde-Hilfe für Simbabwe, seit drei Jahren wird auch die Dorfschule mit ihren 300 Kindern unterstützt. Es ist in dieser Gegend die einzige Oberschule. Und damit auch die einzige Möglichkeit auf Bildung und eine bessere Zukunft. Nicht nur an einem Basketballfeld fehlt es hier. Sitzbänke, Klassenblöcke, Wasseranschlüsse, Elektrizität, Schulmaterialien. Oft drängen sich sechzig Kinder im Klassenzimmer – nicht selten auch draußen in sengender Hitze. Ein weiteres Problem: Simbabwe ist, wie fast alle südafrikanischen Länder, eine Hochburg des HIV-Virus. Bei 13 Millionen Einwohnern leben in dem Land etwa 1,6 Millionen Waisenkinder.

Unter diesen Umständen können sich die meisten Familien und Kinder das Schulgeld nicht leisten. An der Chidzikwe-Oberschule erhalten Waisenkinder durch die Spenden dennoch eine Schulbildung. Die Berliner Gemeinde engagiert sich darüber hinaus beim Ausbau der Schule. So wurde für 24 Hektar ein Zaun gebaut, der die Kinder vor wilden Tieren schützt. Auch um Elektrizität, Schulmittel oder Decken kümmern sich die drei Helfer, die derzeit in Masvingo tatkräftig mit anpacken. Ein Brunnen wurde gebohrt, zwei neue Klassenzimmer gebaut. Die Schule soll sich irgendwann selbst versorgen, um nicht von Spenden abhängig zu sein.

Der Basketball ist da nur Nebensache – aber eine, die den Kindern und Jugendlichen ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Irgendwann, so der Traum von Schulleiter Alington Matsilele und seinen Lehrern, gibt es ein eingezäuntes Basketballfeld mit einem festen Untergrund. Damit die Hoffnung weiter an Boden gewinnt in Masvingo und in ganz Simbabwe.

Weitere Infos zum Projekt: https://upenyu-impilo.weebly.com/

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