ALBA-Trainer Manfred Uhlig hospitierte in Barcelona

Ende Januar verbrachte ALBA-Jugendtrainer Manfred Uhlig eine Woche in Spanien. Doch nicht (nur) das gute Wetter zog den Trainer von ALBAs mU12 in den Süden. Manfred hospitierte im Rahmen seiner Trainerausbildung in Barcelona und Badalona. Wir haben mit ihm über seine Erfahrungen gesprochen.

Manfred, du warst letzte Woche in Barcelona: Warum?
Manfred: „Ich habe dort im Rahmen der Trainerausbildung des Deutschen Basketball Ausbildungsfonds e.V. hospitiert. Ich befinde mich momentan im dritten und damit letzten Jahr der Trainerausbildung. In den ersten zwei Jahren waren nur Hospitationen in Deutschland und in der Sportart Basketball erlaubt. Im letzten Jahr habe ich nun auch die Möglichkeit, mir im Ausland oder bei anderen Sportarten neue Inspiration zu holen. Im letzten Herbst war ich schon einige Tage zu Gast beim THW Kiel und fliege Ende März noch nach Island, um das dortige Sportsystem besser kennenzulernen.“


Wurde dir der Ort der Hospitation zugeteilt?
Manfred: „Nein, wo ich hospitiere, darf ich mir aussuchen, muss mich dann aber auch um die gesamte Organisation selbst kümmern. Einzig das Buchen von Flügen und Unterkunft übernimmt dann – nach Vorauswahl von mir – final der Ausbildungsfonds. Grundsätzlich probiert ALBA BERLIN, dass die Trainer in der Ausbildung  jedes Jahr an einem anderen Ort hospitieren, um möglichst viele Erfahrungen für den Verein zu sammeln. Sebastian Trzcionka (Anm. d. Red.: aktuell  Co-Trainer bei ALBAs Kooperationspartner SSV Lok Bernau) war ja an der University of Michigan in den USA.“


Bei welchen Vereinen hast du hospitiert?
Manfred: „Ich habe mir beim FC Barcelona Basketball und bei Joventut de Badalona verschiedene Teams im Training und im Spiel angesehen. Bei Joventut wurde zum Beispiel ein gewisser Ricky Rubio – heute Spieler in der NBA bei den Minnesota Timberwolves – damals mit 14 Jahren der jüngste Spieler, der in der ersten spanischen Liga spielte. Vor Ort habe ich dann spontan entschieden, bei welchem Verein ich mir am nächsten Tag etwas angucke. Das erstreckte sich dann von den Minis der U8 bis zu den Profi-Mannschaften.“


Hast du Unterschiede zum Kinder- und Jugendtraining bei ALBA BERLIN festgestellt?
Manfred: „Für mich war das extrem hohe Intensitätslevel in Wettkampfsituationen im Training – Drills im 1-1, 2-2 oder 3-3 oder auch diverse Überzahlsituationen – schon sehr beeindruckend. Von der Einstellung her war auch kein Unterschied zwischen einer U10-Mannschaft oder einem U18-Team zu spüren. Das heißt nicht, dass das ganze Training über gnadenlos hohes Tempo gegangen wurde, technische und taktische Elemente wurden auch in niedrigerem Tempo trainiert. Aber sobald es in den Wettkampf ging, wurde Vollgas gegeben. Und alles ohne dass der Trainer die ganze Zeit Druck ausüben musste. Die Spieler schalten ihr Intensitätslevel selbstständig hoch. Das ist leider nicht immer bei all unseren Kinder so.“


Wie unterscheiden sich die Clubs sonst noch von uns?
Manfred: „Sowohl Barcelona als auch Badalona haben kein Schulprogramm so wie wir es betreiben. Das liegt zum einen auch an der unterschiedlichen Ausrichtung. Der FC Barcelona betreibt ein reines Leistungsprogramm mit einer Mannschaft pro Altersklasse. Badalona sieht die Sache etwas anders, sie wollen allen interessierten Kindern in ihrem Stadtgebiet die Gelegenheit zum Basketballspielen geben. Und das Interesse ist auch riesengroß. Sie brauchen also gar nicht wie wir in die Schulen gehen, um die Kinder für Basketball zu begeistern. In Spanien hat der Sport und speziell Basketball so einen hohen kulturellen Stellenwert, da kommen die Kinder von ganz alleine zum Basketball.“


Hat sich für dich die Woche in Spanien denn gelohnt?
Manfred: „Auf jeden Fall! Man nimmt natürlich bei jedem Besuch etwas mit, was man für sich selbst oder unseren Verein verwenden kann. Manchmal war der Austausch mit den spanischen Kollegen etwas schwierig, auch auf Grund der Sprachbarriere (lacht). Aber insgesamt hat mich die Hospitation in Barcelona als Trainer definitiv vorangebracht.“

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