"Do or die" am Sonntag in der Max-Schmeling-Halle

Heimspiel im Pokal! Am Sonntag, 21. Januar, spielen Coach Aito und sein Team um 15 Uhr in der Max-Schmeling-Halle gegen die MHP Riesen Ludwigsburg um den Einzug ins TOP FOUR. Tickets für das erste Do-or-Die-Spiel in dieser Saison sind überall erhältlich. Dauerkarten-Inhaber müssen Tickets für dieses Spiel dazubuchen und haben dafür einen Link per Email erhalten.

In der Max-Schmeling-Halle gilt genau wie in der Mercedes-Benz Arena ein Verbot für Taschen größer als A4. Das Verbot betrifft Taschen und Rucksäcke, deren größte Seite größer als das Format „DIN A4“ (21,0 x 29,7 cm) ist. Für Taschen und Rucksäcke, die unter das Verbot fallen, gibt es an der Halle begrenzte Aufbewahrungsmöglichkeiten gegen eine Gebühr von 2 Euro.

 

In den weiteren Pokal-Viertelfinals muss Bamberg zu den Bayern und Bayreuth ist in Bonn oder Frankfurt gefordert (entscheidendes Spiel dafür kommenden Donnerstag). Für den Pokal qualifiziert sind die besten sechs Teams der Hinrunde (Pokaltabelle) und Gastgeber Ulm steht als erster TOP-FOUR-Teilnehmer bereits fest. Das ursprünglich für den 20. Januar angesetzte ALBA-Auswärtsspiel in Erfurt bei den Rockets musste für das Pokalspiel verschoben werden. Neuer Termin ist Donnerstag, der 29. März.

 

Spielvorschau ALBA - Ludwigsburg

 

Aito Garcia Reneses (Cheftrainer ALBA BERLIN): „Uns erwartet am Sonntag ein komplett anderes Spiel als vor zwei Wochen, denn die Ausgangslage ist genau umgekehrt. Vor zwei Wochen waren wir diejenigen, die ohne Druck nach Ludwigsburg gefahren sind, um dem besten Defense-Team der Liga den 2. Tabellenplatz zu stehlen, was uns dann mit einer sehr guten Leistung auch gelungen ist. Jetzt kommen die Ludwigsburger ohne Druck als vermeintlicher Außenseiter nach Berlin, um uns das Pokal-Ticket zu stehlen. Sie wissen, dass sie mit ihrer sehr guten Defense auch auswärts jeden Gegner in Schwierigkeiten bringen können und hoffen darauf, dass wir uns nach dem Sieg vor zwei Wochen zu sicher fühlen.“

Akeem Vargas (Guard ALBA BERLIN): „Die Korbanlage in der Max-Schmeling-Halle ist etwas härter als die in der Mercedes-Benz Arena. Von daher ist es gut, dass wir vor dem Spiel schon am Samstag dort trainieren können. Ansonsten werden die Fans für eine tolle Atmosphäre sorgen und Ludwigsburg wird bestimmt aggressiver rauskommen als sie das vor zwei Wochen in Ludwigsburg gemacht haben. Das wird sicher auch auf dem Feld ein sehr physisches Spiel werden.“

 


Seit Trainer John Patrick 2014 die MHP RIESEN Ludwigsburg übernommen hat, geht es mit den Schwaben kontinuierlich bergauf – auch im Pokal: Scheiterte Ludwigsburg 2016 noch im Viertelfinale (an Bamberg), schalteten die MHP Riesen im Vorjahr den damaligen Bundesliga-Tabellenführer Ulm aus, um sich für das TOP FOUR zu qualifizieren, wo dann aber erneut – diesmal im Halbfinale – Bamberg zur Endstation wurde. Ein Jahr später starten die Schwaben in der Berliner Max-Schmeling-Halle gegen ALBA ihren nächsten Angriff auf den Pokal.

 

Ludwigsburg ist in dieser Saison schneller und athletischer

 

Als Dritter der easyCredit BBL ist Ludwigsburg dabei in diesem Jahr besser aufgestellt als im Vorjahr. Aber dasselbe gilt ja auch für ALBA, so dass wir uns auf einen echten Pokalkracher freuen können, der wahrscheinlich zu einer Defensivschlacht wird. Kein Team in der Liga forciert nämlich beim Gegner mehr Ballverluste als Ludwigsburg (ALBA ist in dieser Statistik Zweiter) und nur ALBA klaut dem Gegner öfter den Ball als Ludwigsburg. Gemessen an gegnerischen Punkten und Wurfquoten stellt Ludwigsburg hinter München und Berlin die drittbeste Defense in der easyCredit BBL. 

 

Trainer John Patrick sucht gezielt nach Spielern, die bereit und in der Lage sind, die aggressive Ganzfeldverteidigung zu spielen, die seit jeher das Markenzeichen seiner Mannschaften war. Oft werden seine Teams dadurch kleiner und auch das neue Ludwigsburger Team ist im Sommer kleiner, aber auch athletischer und schneller geworden und nähert sich wieder dem „Guard-Terror“ an, mit dem Göttingen vor zehn Jahren unter Patrick die Liga aufmischte. Der gegnerische Ballführer wird hauteng und aggressiv unter Druck gesetzt. Ausgeklügelte Hilfen erzeugen dabei beim Gegner den Eindruck, nicht nur fünf, sondern sechs Spieler gegen sich zu haben, worüber viele den Faden verlieren und den Ball hektisch wegwerfen.

 

Walkup und Peter-McNeilly sorgen für mehr Gefahr von außen

 

So zu verteidigen liegt nicht jedem und es überrascht nicht, dass John Patrick immer wieder bei denselben Spielern landet. So spielte (der aktuell verletzte) Rocky Trice schon in Göttingen für den US-Trainer und Spielmacher Kerron Johnson ist im Sommer nach Ausflügen in die französische und polnische Liga schon zum dritten Mal nach Ludwigsburg zurückgekehrt. Dort passt der US-Point Guard mit seiner Schnelligkeit, seiner intensiven Verteidigungsweise und einem guten Riecher für die Rebounds aber auch perfekt ins System -  genauso wie David McCray, der – unterbrochen durch zwei Jahre in Bonn – schon seine achte Saison in Ludwigsburg spielt.

 

Bei der Besetzung der anderen Positionen im Backcourt lag der Fokus nicht nur auf den defensiven Qualitäten, sondern auch auf der Stärke von der Dreierlinie, wo die MHP Riesen im Vorjahr Defizite hatten. Einen Volltreffer haben die Ludwigsburger dabei mit der Verpflichtung von Thomas Walkup gelandet, der mit 43 Prozent nicht nur zu den besten Dreierschützen der Liga zählt, sondern auf den Positionen eins bis drei mit seiner kreativen Vielseitigkeit der neue Dreh- und Angelpunkt der MHP Riesen ist. Combo Guard Adika Peter-McNeilly kommt mit einer 40-prozentigen Dreierquote von seinem kanadischen College.

 

Johannes Thiemann ist mit 2,05 Metern schon der Größte

 

In einer Mannschaft, die soviel rennt und sich in der Verteidigung gegenseitig hilft, kommt es auch bei den „Big Men“ weniger auf die Größe, sondern mehr auf Athletik und Beweglichkeit an. Der nur 1,96 Meter große US-Forward Elgin Cook muss und kann bei Bedarf auch größere Gegenspieler auf der Position vier verteidigen. Auch US-Power Forward Dwayne Evans und der britische Center Justin Sears sind für ihre Positionen „undersized“, was Ludwigsburg aber nicht davon abhält, dank der größeren Schnelligkeit in der easyCredit BBL die meisten Rebounds einzusammeln.

 

Der im Sommer aus Göttingen zurückgekehrte 35-jährige Power Forward Adam Waleskowski kann mit der Athletik der anderen Ludwigsburger „Big Men“ nicht mithalten, zieht mit seiner Gefährlichkeit von der Dreierlinie aber die gegnerische Verteidigung auseinander und schafft so Freiräume für seine kleineren Mitspieler. Nicht zuletzt der bewegliche Nationalcenter Johannes Thiemann, der mit 2,05 Metern schon der größte Spieler im Team ist, nutzt diese Freiräume, wenn er am Brett kraftvoll mit links oder rechts abschließt.   

Kader MHP Riesen Ludwigsburg (Statistik easyCredit BBL 2017/18)

Nr.

Name

Pos

Alter

cm

Nat.

Min/Sp

Pkt/Sp

Rb/Sp

As/Sp

0

Thomas Walkup

2/3

25

193

USA

27,4

11,5

4,5

4,4

1

Dwayne Evans

3/4

25

201

USA

21,8

11,2

5,8

0,9

3

Kerron Johnson

1

27

185

USA

26,9

10,3

1,5

3,8

4

David McCray

2

31

187

GER

19,8

3,7

2,3

1,1

5

Justin Sears

4/5

24

203

USA

15,6

8,4

4,1

1,1

7

Niklas Geske

1

23

188

GER

5,7

1,1

0,5

0,7

10

Adika Peter-McNeilly

2

24

190

CAN

22,0

7,9

3,0

1,9

12

Florian Koch

3

25

197

GER

6,2

4,3

0,9

0,3

17

Mateo Seric

4

18

204

GER

2,7

1,0

0,5

0,0

19

Adam Waleskowski

4

35

203

D/US

20,7

7,4

5,3

0,9

23

Elgin Cook

3

25

196

USA

16,8

8,4

2,9

0,8

24

Rocky Trice

1/2

33

191

USA

20,8

10,0

4,0

2,0

32

Johannes Thiemann

5

23

205

GER

19,0

11,5

4,7

1,1

Head Coach: John Patrick. (49, USA, elfte Bundesliga-Saison, die sechste mit Ludwigsburg)

MHP Riesen Ludwigsburg: Resultate der letzten vier Wochen
23.12. Würzburg – Ludwigsburg (easyCredit BBL) 94:87 (N) Cook 16, Sears 13
27.12. Ludwigsburg – Bonn (easyCredit BBL) 87:78 (S) Evans 23, Johnson 16
30.12. Tübingen – Ludwigsburg (easyCredit BBL) 75:93 (S) Cook 24, Evans 16
02.01. Oldenburg – Ludwigsburg (easyCredit BBL) 79:87 (S) Walkup 22, Thiemann 15
07.01. Ludwigsburg – ALBA (easyCredit BBL) 67:86 (N) Walkup 12, Evans 11
09.01. Neptunas Klaipeda – Ludwigsburg (BCL) 71:87 (S) Evans 15, Peter-McNeilly 14
16.01. Ludwigsburg – Ventspils (BCL) 84:68 (S) Evans 20, Sears 13

ALBA-Bilanz gegen Ludwigsburg
45 Siege – 19 Niederlagen (in Berlin 29-5)
BBL: 34-11 / Playoff: 8-4 / Pokal: 3-2 / Eurocup: 0-2
Höchster Sieg: 94:53 am 6. Oktober 2002 in Berlin
Höchste Niederlage: 83:106 am 30. März 1991 in Ludwigsburg

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