Als Spieler und Trainer eine ALBA-Legende

Als sich die Wege von ALBA BERLIN und Sasa Obradovic 2016 trennten, sagte der scheidende Trainer, dass er ALBA „durch eine offene Tür“ verlasse, und genauso ist es. Auch wenn Sasa Obradovic am Dienstag mit Lokomotiv Kuban an der Seitenlinie auf der „falschen“ Seite der Mercedes-Benz Arena steht, kehrt er gewissermaßen nach Hause zurück. Seine Familie lebt immer noch in Berlin und sein Sohn Rastko spielt – so wie einst sein Vater – in der Sömmeringhalle Basketball.

Obradovic war nämlich nicht nur als Trainer, sondern auch als Spieler schon eine ALBA-Legende. Mit ihm kam in der Saison 1994/95 der Erfolg zu ALBA – und wie: ALBA gewann in dieser Saison mit dem Korac Cup nicht nur seinen ersten Titel, sondern gewann als erstes deutsches Team überhaupt einen Europapokal. Dabei waren die Berliner mit ihrem neuen Spielmacher als klarer Außenseiter in den damals von italienischen, spanischen und griechischen Clubs beherrschten Wettbewerb gestartet.

 

Aber die Albatrosse wuchsen von Runde zu Runde mehr über sich hinaus und am Ende legte Sasa Obradovic im Hinspiel des Finales in Mailand mit 34 Punkten zum 87:87-Unentschieden die Grundlage zum Gewinn des Cups. Der 85:79-Sieg im Rückspiel vor 10.000 Zuschauern in der Deutschlandhalle war da (fast) nur noch eine Formsache. Zwei Jahre später führte Sasa Obradovic ALBA auch zu den ersten beiden nationalen Titeln. ALBA eröffnete mit einem „Double“ seine Serie von sieben Meistertiteln in Folge.

 

Als Sasa Obradovic 2012 als Trainer zu ALBA zurückkehrte, hatten sich die Verhältnisse dramatisch verändert. Bayern München hatte inzwischen den Basketball entdeckt und in Bamberg entwickelte ein steinreicher Mäzen den Ehrgeiz, den Bayern mit seinen Millionen den Weg an die Spitze zu versperren. ALBAs Weg war anders. Es wurde das Motto „Mit Leib und Seele“ geboren und kein Trainer konnte dieses neue Leitbild besser verkörpern als Sasa Obradovic, der sich und seine Spieler stets mit größter Intensität energisch zu Höchstleistungen trieb.

 

In seinen vier Berliner Trainerjahren führte Obradovic ALBA dreimal – 2012 in Berlin, 2013 in Ulm und 2015 in München - zum Gewinn des Pokals und 2014 fehlte den Berlinern nur ein Sieg gegen Maccabi Tel Aviv, um als erstes deutsches Teams die Playoffs der EuroLeague zu erreichen. Unvergessen ist natürlich auch der Sieg über den damaligen NBA-Champion San Antonio, mit dem ALBA unter Obradovic die Saison 2014/15 eröffnete. Es gibt viele Gründe, den Gästetrainer am Dienstag besonders herzlich zu empfangen: „Willkommen zu Hause, Sasa Obradovic!“ 

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