Chance auf Pokal-Qualifikation im Ost-Derby am 27.12.

Wie schon im vergangenen Jahr findet das „Ost-Derby“ gegen den Mitteldeutschen BC (Berlin und Weißenfels sind die einzigen Mannschaften aus den neuen Bundesländern) wieder kurz vor Silvester in der Hauptstadt statt. Am Sonntag (27. Dezember, 17 Uhr) kann sich das Team von Sasa Obradovic mit einem Sieg gegen den MBC vorzeitig für das Viertelfinale des Beko-BBL-Pokals qualifizieren.

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Hinweis für Besucher: Wegen verstärkter Kontrollen am Einlass in die Mercedes-Benz Arena kann es nun immer zu Verzögerungen kommen. Wir bitten unsere Gäste frühzeitig zu erscheinen und die Einlasszeit ab 60 Minuten vor Spielbeginn zu nutzen. Wer auf das Mitbringen von Taschen verzichten kann, beschleunigt den Einlassprozess.

Als der Mitteldeutsche BC 2009 in die Beko BBL zurückkehrte, währte das Comeback nur zwei Jahre. Der zweite, nach dem sofortigen Wiederaufstieg 2012 unternommene Anlauf ist schon jetzt erfolgreicher. Obwohl die Weißenfelser seitdem in jeder Saison als Abstiegskandidat galten, haben sie jetzt schon dreimal in Folge die Klasse gehalten und 2014 sogar als Neunter an den Playoffs geschnuppert. Die aktuelle Saison begann für den MBC mit acht Niederlagen am Stück erst einmal nicht so verheißungsvoll. Aber nach zwei Siegen aus den folgenden sechs Spielen sieht man in Weißenfels immerhin schon das Licht am Ende des Tunnels.

 

Beim Debüt von Hatten und Dragovic gleich der erste Sieg

 

Trainer Silvano Poropat, der den MBC 2012 wieder erstklassig machte und mit viel Geduld und Geschick durch das Haifischbecken Beko BBL steuerte, hat für diesen Umschwung sein Experiment, mit einer sehr jungen Mannschaft (Durchschnittsalter unter 23) in die Saison zu gehen, etwas entschärft. Zu oft hatte seine Mannschaft nämlich die Chance zum Sieg verschenkt, weil man auf der Zielgeraden gegen routiniertere Gegner den Kopf verlor. Als gegen Oldenburg sogar ein 17-Punkte-Vorsprung verspielt wurde, begann in Weißenfels die Suche nach erfahrenen Verstärkungen.

 

Als Glücksfall erwies sich dabei, dass Poropat den US-Spielmacher Marcus Hatten, der schon 2013 den MBC verstärkt und im weiteren Saisonverlauf fast noch in die Playoffs geführt hatte, dafür gewinnen konnte, das junge Team erneut an seine Hand zu nehmen. Auch für den Frontcourt fand der kroatische Trainer im serbischen Power Forward Nikola Dragovic einen Spieler, der zusätzliche Erfahrung einbringt. Mit Hatten (35) und Dragovic (28) klettert das Durchschnittsalter des MBC jetzt zwar auf 24 Jahre, aber beim Debüt der beiden gab es gegen Crailsheim sofort den ersten Sieg und in Bremerhaven gelang kürzlich sogar ein Auswärtssieg.

 

Hatten und Massenat bilden starkes Spielmacher-Duo

 

Der sehr ballsichere und korbgefährliche Routinier Marcus Hatten bildet jetzt zusammen mit dem zwölf Jahre jüngeren Linkshänder Frantz Massenat ein vielseitiges und auch in der Verteidigung starkes Spielmacher-Duo, das sich in der Beko BBL nicht verstecken muss. Der defensivstarke Massenat hatte sich als frisch vom College in die Beko BBL gekommener Rookie schon in der vergangenen Saison beim MBC mit seiner vielseitigen und mannschaftsdienlichen Spielweise zum Führungsspieler und zum verlängerten Arm des Trainers auf dem Parkett gemausert.

 

Mit dem U20-Nationalspieler Robert Zinn und dem 2012/13 schon einmal für Ulm aktiven Lance Jeter kann Trainer Silvano Poropat noch auf zwei weitere Spielmacher zurückgreifen, so dass der MBC den Gegner stets mit mindestens zwei Regisseuren unter Druck setzen kann. Während der robuste Jeter dabei seine 105 Kilo auch unter dem Korb einsetzt, ist der schlaksige Robert Zinn (1,98 Meter) am gefährlichsten, wenn er draußen auf einen Dreier lauert oder mit gutem Auge und viel Spielverständnis Mitspieler mit präzisen Pässen in Szene zu setzt.

 

Unter dem Korb lauern die Block-Monster Thomas und Otule

 

Auf dem Flügel spielen beim MBC noch zwei weitere junge Deutsche, die in dieser Saison schon mit guten Leistungen auf sich aufmerksam gemacht haben. Der kräftige Dominique Johnson, der seine Karriere in seiner Heimatstadt Bremerhaven und in Braunschweig begann, hat sich mit guter Verteidigung und zuletzt auch großer Treffsicherheit aus der Distanz (vor einer Woche 5/7 Dreier gegen Ulm) sogar einen Platz in der Startformation erkämpft. Der 2014 als bester Nachwuchsspieler der ProA ausgezeichnete Stephan Haukohl agiert auf den Positionen drei und vier ebenfalls so clever, dass man ihm nicht ansieht, dass er seine erste Saison in der Beko BBL spielt.

 

Im Frontcourt müssen die US-Amerikaner Chris Otule und TaShawn Thomas sowie Nikola Dragovic die Kohlen aus dem Feuer holen. Während der jugoslawische Power Forward das vor allem von der Dreierlinie mit großem Erfolg und einer Quote von 48,6 Prozent tut, ist sein athletischerer US-Kollege TaShawn Thomas am stärksten in der Zone. Er und der 2,10 Meter große Center Chris Otule haben lange Arme, die nicht nur beim Rebounden hilfreich sind. Beide zählen zu den zehn besten Wurfblockern in der Beko BBL und machen den MBC zu dem Team in der Liga, das neben Bamberg die meisten gegnerischen Würfe wegblockt.

 

Mitteldeutscher BC

Nr Name Pos Alter cm Nat BBL
4 Robert Zinn 1 20 198 GER 2 J.
9 Dominique Johnson 2/3 23 194 GER 4 J.
10 Frantz Massenat 1 23 192 USA 1 J.
13 Jonathan Maier 5 23 212 GER 3 J.
15 Filip Bundovic 4 21 209 CRO ---
19 Adam Touray 5 21 207 GER ---
24 Sören Fritze 1/2 21 187 GER 1 J.
30 Stephan Haukohl 3 22 205 GER ---
31 Nikola Dragovic 4/5 28 206 SRB ---
33 Marcus Hatten 1 35 185 USA 1 J.
34 Lance Jeter 1/2 27 190 USA 1 J.
35 TaShawn Thomas 4 22 204 USA ---
42 Chris Otule 5 25 210 USA 1 J.

Cheftrainer: Silvano Poropat

 

Bilanz vs. MBC

 

ALBA BERLIN – Mitteldeutscher BC 18:2

18 Siege – 2 Niederlagen (in Berlin 10-0)

alle Spiele in der Beko BBL

Höchster Sieg: 84:53 am 16. Dezember 2000 in Berlin

Höchste Niederlage: 78:90 am 13. April 2001 in Spergau

 

Gegen keinen Gegner hat ALBA schon in so vielen verschiedenen Hallen gespielt wie gegen den Mitteldeutschen BC. Das ist vor allem darauf zurückzuführen, dass die Weißenfelser Halle nach dem ersten Aufstieg vor 14 Jahren noch nicht bundesligagerecht war, was den Mitteldeutschen BC zum Umzug in andere Arenen zwang. So fanden die ersten „Ost-Derbys“ 1999/2000 in der Berliner Max-Schmeling-Halle und in Dessau statt. Ganz schlechte Erfahrungen machte ALBA am 13. April 2001 gegen den MBC in der Sporthalle von Spergau, denn dieses Gastspiel verloren die Albatrosse um Dejan Koturovic (20) und Wendell Alexis (15) 78:90. Diese überraschende Niederlage beendete am Freitag, dem 13. (!), ALBAs bis heute in der Beko BBL einzigartigen Saisonstart von 24:0 Siegen.

 

In den folgenden drei Gastspielen beim MBC (eines in Spergau und zwei in der Arena Leipzig) ließ ALBA sich nicht noch einmal überraschen. Nach dem Wiederaufstieg 2009 konnte der MBC ALBA endlich in seinem mittlerweile auf 3.000 Plätze aufgestockten „Wolfsbau“ in Weißenfels empfangen und landete bei diesem Anlass am 27. Februar 2010 mit 71:69 gleich seinen zweiten Sieg im Ost-Derby, der bis heute aber der letzte geblieben ist. Nach Spielorten aufgeteilt lautet die ALBA-Bilanz gegen den MBC 1:0 in Dessau, 1:1 in Spergau, 3:0 in der Arena Leipzig (Rückspiel übrigens dort am 31. Januar), 3:1 in Weißenfels, 5:0 in der Max-Schmeling-Halle und 5:0 in der Mercedes-Benz Arena (ehemals o2 world), die heute beweisen will, dass sie – aus ALBA-Sicht -  der optimale Austragungsort für das Ost-Derby ist .

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