Die Basketballer von ALBA BERLIN sind auch an Ostern weiter im Einsatz. Am Sonntag (4. April, Tip-Off 18 Uhr) werden sie im Rahmen des 26. Spieltags der easyCredit BBL in Bonn zur 80. Auflage des Klassikers gegen die Telekom Baskets erwartet. Während es für die Berliner darum geht, den zweiten Tabellenplatz zu verteidigen und dem Tabellenführer Ludwigsburg auf den Fersen zu bleiben, haben die Bonner zuletzt mit zwei Auswärtssiegen in Würzburg und Braunschweig ihre Hoffnungen auf eine Playoff-Teilnahme neu belebt. MagentaSport überträgt ab 17:45 Uhr live.

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Israel Gonzalez (ALBA Associate Headcoach): „Seit unseren ersten zwei Duellen mit Bonn hat sich das Team sehr verändert. Neben einem neuen Coach wurden auch drei neue Spieler geholt, während andere den Club verlassen haben. Wir werden wieder nur sehr wenig Zeit zur Vorbereitung haben und müssen es schaffen, trotz der vielen Spiele und Reisen die nötige Energie und Konzentration auf den Court zu bringen.“

Johannes Thiemann (ALBA-Forward): „Die Bonner spielen noch um die Playoffs und werden dementsprechend hochmotiviert sein. Sie werden mit viel Energie ins Spiel gehen, darauf müssen wir uns einstellen und Antworten parat haben. Wir haben bereits zweimal gegen sie gespielt und wissen, dass die Bonner ein gutes Team sind. Wir müssen also sehr konzentriert in dieses Spiel gehen.“

Bonn und Berlin treffen in dieser Saison bereits zum dritten Mal aufeinander

Begründet wurde der „Hauptstadt-Klassiker“ zwischen Berlin und Bonn in den neunziger Jahren, als ALBA 1997 seinen ersten Meistertitel im Finale gegen Bonn feierte, das damals als Aufsteiger sensationell bis ins Finale durchmarschiert war. Auch 1999 (Finale), 2000 (Halbfinale) und 2001 (Finale) lieferten sich die Teams aus der alten und der neuen Hauptstadt (Berlin löste damals nach der Wiedervereinigung Bonn als Hauptstadt ab) vor großen Kulissen packende Playoff-Serien.

In dieser Saison spielen die Telekom Baskets und ALBA schon zum dritten Mal gegeneinander, nachdem das Team von Coach Aito sich im Pokal am 10. November in Bonn mit 90:82 durchsetzte und auch zwölf Tage später im Bundesliga-Hinspiel in Berlin mit 97:74 triumphierte. Die auffälligsten Bonner waren in beiden Spielen US-Point-Guard Josh Hagins und der litauische Dreierspezialist Deividas Gailius, die aber mittlerweile beide nicht mehr zum Team gehören.

Unter dem Anfang Februar nach Bonn als Headcoach zurückgekehrten US-Amerikaner William Voigt, der den glücklosen Igor Jovovic abgelöst hat, haben die Bonner ihr Team nämlich noch einmal auf vielen Positionen verändert. Neuer Spielmacher ist Alex Hamilton (der US-Guard kam von Galatasaray Istanbul), aus der G-League kam der junge US-Forward Jalen Hudson, und auf der großen Flügelposition kehrte der Deutsch-Amerikaner Isaiah Philmore nach Bonn zurück.

Unterschiedliche Spielstile

Alle Neuzugänge sind starke Eins-gegen-Eins-Spieler und haben als solche großen Anteil daran, dass die Bonner Spielanlage sich deutlich von der Berliner Spielweise unterscheidet. Während ALBA den Ball mit im Schnitt 22,3 Assists so ausgiebig verteilt wie keine andere Mannschaft in der easyCredit BBL, zieren die Bonner mit nur 15,2 Assists pro Spiel das Schlusslicht der Assist-Statistik.

Die größte Korbgefahr strahlt dabei der routinierte US-Guard Chris Babb aus. US-Point-Guard Alex Hamilton schließt ebenfalls gerne selbst ab, sei es aus der Distanz oder mit starkem Zug zum Korb, während T.J. DiLeo auch in seiner fünften Bonner Saison mehr als smarter Ballverteiler agiert. Mit hohen Dreierquoten glänzen auch die Power Forwards Strahinja Micovic und Isaiah Philmore, während sich die Center Leon Kratzer und James Thompson auf ihren Job in der Zone konzentrieren.

Telekom Baskets Bonn (Ø Stats easyCredit BBL 2020/21) 

Nr.

Name

Pos.

Alter

cm

Nat.

BBL

Pkt

Rb

As

0

Alex Hamilton

1

27

193

USA

---

13,6

2,9

3,5

2

Xavier Pollard

2

29

194

USA

---

7,3

2,4

1,8

3

James Thompson

5

26

208

USA

---

7,4

6,2

0,4

4

Strahinja Micovic

4

28

205

SRB

1 J.

13,8

3,6

1

6

Jalen Hudson

3

24

198

USA

---

8,8

1,4

0,3

7

Chris Babb

2

31

196

USA

2 J.

16,3

2,4

3

8

Benjamin Lischka

4

31

204

GER

5 J.

4,1

2

0,7

11

Anthony DiLeo

1

30

190

D//US

5 J.

7,2

2,3

2,9

12

Kilian Binapfl

3

21

197

GER

1 J.

1,7

1,4

0,3

21

Leon Kratzer

5

24

211

GER

4 J.

6

5,7

0,9

22

Gabriel De Oliveira

4

23

206

GER

1 J.

1,5

1,1

0,1

25

Marek Mboya Kotieno

5

21

206

GER

---

 

 

 

31

Isaiah Philmore

3/4

31

203

D/US

4 J.

8,9

2,8

0,7

32

Simonas Lukosiunas

2

19

196

D/LT

---

0,3

0,7

0,2

Head Coach: William Voigt (44, USA, mit Unterbrechung zweite Bundesliga-Saison mit Bonn)

Telekom Baskets: Resultate der letzten drei Wochen:
13.3. Bonn – Bamberg (easyCredit BBL) 82:86 (N) Babb 17
16.3. München – Bonn (easyCredit BBL) 78:69 (N) Micovic 21
21.3. Göttingen – Bonn (easyCredit BBL) 102:99 (N) Hamilton 29
28.3. Würzburg – Bonn (easyCredit BBL) 73:83 (S) Hudson 14
31.3. Braunschweig – Bonn (easyCredit BBL) 93:94 (S) Micovic 23

ALBA BERLIN: Resultate der letzten drei Wochen:
14.3. ALBA – Göttingen (easyCredit BBL) 89:58 (S) Fontecchio 14
16.3. Weißenfels – ALBA (easyCredit BBL) 82:96 (S) Eriksson 16
18.3. ALBA – Olympiakos Piräus (EuroLeague) 80:84 (N) Siva 14
21.3. Frankfurt – ALBA (easyCredit BBL) 60:94 (S) Eriksson 18
23.3. Hamburg – ALBA (easyCredit BBL) 90:75 (N) Giffey 16
26.3. FC Barcelona – ALBA (EuroLeague) 80:67 (N) Sikma 9
28.3. ALBA – Weißenfels (easyCredit BBL) 93:82 (S) Fontecchio 17
30.3. Zalgiris Kaunas – ALBA (EuroLeague) 96:86 (N) Eriksson 19
02.4. ALBA – BC Valencia (EuroLeague) 86:90 (N) Eriksson 17

ALBA-Bilanz gegen Bonn:
54 Siege – 25 Niederlagen (in Bonn 30:9)
Bundesliga 31-17 / Playoffs 17-7 / Pokal 4-1 / Eurocup 2-0
Höchster Sieg: 108:72 am 2. Juni 2001 in Berlin (Playoff-Finale)
Höchste Niederlage: 72:95 am 5. Februar 2017 in Bonn (Liga)