Zum ersten Mal in der Geschichte geht unsere erste Damenmannschaft in dieser Saison in der 2. Damen Basketball Bundesliga an den Start. Dort warten große Chancen, große Herausforderungen und die eine oder andere lange Auswärtsfahrt.

Sie hatte ein bisschen etwas Symbolisches, diese erste Auswärtsfahrt der neuen Saison. Am vergangenen Mittwoch stand für unsere ALBA-Damen Spiel eins der Spielzeit 2018/2019 auf dem Programm – in Mainz. Um neun Uhr morgens hatte man sich am Hauptbahnhof zwecks Abfahrt getroffen, erst in der Nacht auf Donnerstag war man an gleicher Stelle zurück. Zwischendurch hatte die Mannschaft von Trainer Moritz Schäfer in Mainz gegen Mainz mit 79:63 gewonnen und so die längste Auswärtsfahrt der neuen Spielzeit zu einer erfolgreichen gemacht.

Dass die Damen am Mittwoch nicht in Zehlendorf oder im Wedding spielten, sondern bis nach Rheinland-Pfalz reisten, hat einen simplen Grund: Seit dieser Saison geht unsere Mannschaft in der Nordstaffel der 2. Damen Basketball Bundesliga an den Start. Nach dem ersten Auswärtsspiel steht dort am Samstag auch das erste Heimspiel auf dem Plan. Um 19 Uhr geht es gegen die Falcons aus Bad Homburg (Max-Schmeling-Halle B, Eintritt frei). Für Deutschlands zweithöchste Spielklasse qualifiziert hat sich die Mannschaft von Trainer Schäfer im vergangenen März. Ein Sieg gegen Kiel machte damals nicht nur die Regionalligameisterschaft, sondern auch den Aufstieg perfekt. Ein Aufstieg, der für Schäfer und seine Spielerinnen nun Chance und Herausforderung zugleich darstellt.
 

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Spricht man mit Moritz Schäfer über die neue, seine erste Saison in der 2. Damen Basketball Bundesliga wird deutlich, dass der Start dieser für alle Beteiligten durchaus etwas Besonderes ist. Zwar haben von den Spielerinnen, die für ALBA spielen einige bereits erste Erfahrungen in der 2. Liga, einige haben sogar bereits in der ersten Bundesliga gespielt, aber eben bei weitem nicht alle. Und schon gar nicht miteinander bei ALBA. Deswegen, so Schäfer, „war vor dem ersten Spiel schon ein bisschen Nervosität und Respekt da.“ Hinzukommt, dass unsere Mannschaft in der Liga zu den jüngeren und somit auch zu den unerfahrensten gehört. So waren von den elf Akteurinnen, die am Mittwoch in Mainz mit von der Partie waren, nur fünf älter als 19 Jahre. Während gar nur eine Spielerin älter als 23 war, waren gleich drei Albatrosse dabei, die erst 16 oder 17 Jahre alt sind.

Trotz alledem gelang es genau dieser jungen Mannschaft dann, die anfängliche Nervosität vor dem Spiel in ausgelassene Freude nach der Partie zu verwandeln. Grund für den Wandel: Der Sieg über die Mainzerinnen. Zwar sind diese ebenfalls erst vor dieser Saison aufgestiegen, in der Hackordnung der 2. DBBL also nicht ganz oben anzuordnen, dennoch ist auch ein Sieg gegen die Mannschaft aus Rheinland-Pfalz keine Selbstverständlichkeit. Eine Einschätzung, die sich problemlos auch für die anderen, kommenden Gegner der Albatrosse treffen lässt. So geht es in der ersten Spielzeit in der 2. Bundesliga vor allem darum, sich zu orientieren und zu etablieren. So bezeichnet etwa Moritz Schäfer die Sicherung des Klassenerhalts als große Herausforderung. Eine Herausforderung, der er allerdings auch eine Vielzahl an positiven Aspekten abgewinnen kann. „Der Wettbewerb ist schon deutlich härter“, analysiert er, fügt jedoch umgehend an: „Dafür haben wir jetzt die Möglichkeit Spielerinnen auf einem viel höheren Level zu entwickeln. Das ist natürlich sehr förderlich für unser Programm.“
 

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Eine der Spielerinnen, an der sich dies gut beobachten lässt, ist Josephine Abbott. Bereits seit mehreren Jahren ist die 19-Jährige ein Teil der ALBA-Jugendabteilung. Zuletzt spielte sie hier in WNBL und Regionalliga – dazu per Doppellizenz mit TuS Lichterfelde bereits in der 2. Basketball Bundesliga. Seit dieser Saison braucht es diese nicht mehr, stattdessen kann Abbott nun auch mit ALBA höherklassig spielen. „Für Spielerinnen wie Josie ist das jetzt genau das richtige“, sagt Moritz Schäfer und ergänzt: „Sie kann bei uns in der 2. Liga spielen, sich hier entwickeln und eine tragende Rolle spielen.“ Eine Chance, die Abbott in Mainz bereits bestens nutzte – 20 Punkte erzielte die Flügelspielerin dort.

Ein Einzelfall ist Abbott keinesfalls. Im Gegenteil: Sie ist nur ein Teil des Mannschaftskerns, der erst den Aufstieg perfekt machte und jetzt von den höherklassigen Spielen profitiert. Die anderen Teile dieses Kerns sind, wie auch Abbott, vor allem Spielerinnen, die in der vergangenen Saison und in Teilen noch immer auch in der U18-Bundesliga (WNBL) an den Start gehen. „Die Mädels haben den Aufstieg realisiert. Da kommen inzwischen einfach mehr Talente nach“, analysiert Moritz Schäfer. Ein Umstand, der sicherlich auch damit zusammenhängt, dass ALBA nicht nur insgesamt das größte Basketballprogramm Deutschlands, sondern von allen deutschen Basketballklubs auch die größte Frauenbasketballabteilung hat. Eine Abteilung, die nicht nur jährlich in die Breite wächst, sondern sich inzwischen mit den Mannschaften in der WNBL und der 2. Bundesliga auch im Leistungsbereich etabliert hat.


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