ALBA BERLIN und der Pokalwettbewerb haben eine ganz besondere Beziehung. Viele große Momente der ALBA-Geschichte wie die Buzzerbeater von Mithat Demirel oder Dragan Milosavljevic wurden uns schon beschert. Vor dem aktuellen Finale gegen Oldenburg blicken wir zurück auf unsere Pokalgeschichte und die insgesamt neun Titelgewinne.

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In den letzten 25 Jahren stand kein Klub öfter im Pokalfinale als ALBA BERLIN und wenn die Albatrosse erst einmal das Endspiel erreicht haben, haben sie dort auch zumeist triumphiert: In bisher zwölf Pokalfinals ging ALBA neunmal als Sieger vom Parkett. Im Erfolgsfall am Sonntag würden wir mit unserem zehnten Pokaltitel in der deutschen Pokal-Geschichte mit Bayer Leverkusen gleichziehen, das von 1970 bis 1995 zehnmal Pokalsieger wurde:

10 Pokaltitel: Bayer Leverkusen (1970, 1971, 1974, 1976, 1986, 1987, 1990, 1991, 1993, 1995)
9 Pokaltitel: ALBA BERLIN (1997, 1999, 2002, 2003, 2006, 2009, 2013, 2014‚ 2016)
6 Pokaltitel: TTL/GHP/Brose Bamberg (1992, 2010, 2011, 2012, 2017, 2019)

ALBA entdeckte seine Liebe zum Pokalwettbewerb dabei relativ spät. In den frühen neunziger Jahren schieden die Berliner zumeist schon in frühen Runden aus. Bezeichnenderweise gewann ALBA 1995 den europäischen Korac Cup früher als einen nationalen Pokal.

Vier Pokaltitel in der großen ALBA-Ära 1997 - 2003
 

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Aber mit dem Beginn der großen ALBA-Ära, als die Berliner von 1997 bis 2003 die Bundesliga mit sieben Meistertiteln in Folge dominierten, fasste ALBA auch im Pokalwettbewerb Fuß. Ihren ersten Pokaltitel gewann das legendäre Team um Wendell Alexis und Henrik Rödl 1997 mit einem 82:73-Sieg über die Gastgeber in Gießen. Auch im Pokalfinale 1999 in Frankfurt hieß der Gegner Gießen und hatte gegen die von Trainer Svetislav Pesic installierte ALBA-Defense keine Chance. ALBA wurde mit 69:48 zum zweiten Mal Pokalsieger. Der damals im Pokal noch federführende DBB hatte in jenen Jahren die Ausrichtung für vier Jahre an Frankfurt vergeben.

Die dort beheimaten Skyliners nutzten das 2000, als sie ALBA im Finale 76:68 niederragen. Auf Frankfurt als fester Austragungsort folgte 2002 Berlin, wo sich wieder die Skyliners und ALBA gegenüberstanden - diesmal triumphierte das von Emir Mutapcic gecoachte ALBA 100:88. Ein Jahr später qualifizierten sich ALBA und RheinEnergy Köln für das Finale in Berlin, das mit einer vom Vier-Sekunden-Spurt Mithat Demirels gekrönten furiosen Aufholjagd zum Berliner 82:80-Sieg Basketball-Geschichte schrieb. Nachdem der Gastgeber so oft das Finale gewonnen hatte, einigen sich DBB und BBL darauf, das Finale bzw. das TOP4-Turnier fortan wieder an wechselnde Ausrichter zu vergeben.

Aber nicht nur deshalb wurde es für ALBA schwieriger, Titel zu gewinnen, denn die Konkurrenz in Deutschland wurde größer. Neben Köln drängte vor allem Bamberg an die Spitze. Aber auch die Bamberger mussten zu Beginn ihrer großen Ära 2006 erst einmal eine ganz bittere Pille schlucken, als die Berliner das Pokalfinale in Bamberg 85:73 gewannen. Die hoch favorisierten Bamberger fanden gegen eine vom damaligen ALBA-Trainer Henrik Rödl installierte Zonenverteidigung kein Mittel, weil auch ihre Dreier nicht fielen. 2009 wurde ALBA, mittlerweile gecoacht von Luka Pavicevic, im in Hamburg 69:44 gegen Bonn gewonnenen Finale ebenfalls vor allem dank starker Verteidigung Pokalsieger.
 

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Auch die Bayern lernen ALBAs Pokalstärken kennen

Mit dem Aufstieg der Münchener Bayern wurde die Konkurrenz im deutschen Basketball noch größer. Aber auch den finanzkräftigen Münchenern fielen die Titel nicht in den Schoß. Im Pokal verbündeten sich vor allem die mittlerweile von Sasa Obradovic trainierten Albatrosse und Ulm gegen die Bayern. 2013 beim Pokal-TOP4 in Berlin räumte ALBA die Bayern im Halbfinale aus dem Weg und gewann dann auch das Finale gegen die Ulmer 85:67. Es ist bis heute der einzige ALBA-Titel, der in der Mercedes-Benz Arena (bzw. o2 World) gewonnen wurde. 2014 beim TOP4 in Ulm übernahmen die Ulmer den Job, die Bayern rauszuwerfen. In Finale setzte sich aber erneut ALBA mit 86:80 durch und feierte mit rund 500 Fans, die das Team nach Ulm begleitet hatten, ausgiebig den achten Pokaltitel.

Ihren größten Coup gegen die Bayern landeten die Albatrosse aber 2016 beim Pokal-TOP4 in München, als sie den hochfavorisierten Gastgebern im Finale mit einem Floater von Dragan Milosavljevic zum 67:65 den Pokal aus den Händen rissen. „Wir sind als Underdog angereist, aber wir haben es geschafft, zum richtigen Zeitpunkt charakterlich alles raus zu holen“ lobte Trainer Sasa Obradovic nach den Gewinn des neunten Pokaltitels vor allem die Moral seiner Mannschaft. Auch die heutigen Albatrosse werden vier Jahre später am Sonntag unter Coach Aito gegen die EWE Baskets Oldenburg alles geben, um nach den letzten beiden knappen Finalniederlage (2018 beim TOP4 in Ulm 76:80 vs Bayern, 2019 in Bamberg 82:83) im dritten Anlauf den zehnten Pokaltitel nach Berlin zu holen.