(4.10.) Mit einer starken Teamleistung holte ALBA BERLIN die ersten Bundesliga-Punkte aus der Artland-Arena. 72:78 endete die sehenswerte Partie gegen die Dragons aus Quakenbrück am Donnerstag Abend. Thompson und Jenkins waren die erfolgreichsten Werfer der Berliner (20, 17), aber Schlüssel des Erfolges war vor allem das gute Passspiel (17 Assists) und die kompakte Verteidigung der Albatrosse.

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ALBA Cheftrainer Luka Pavicevic begann mit Bobby Brown, Julius Jenkins, Dijon Thompson, Dragan Dojcin und Patrick Femerling. Bis auf den Langzeitverletzten Goran Jeretin (Kreuzbandriss), der eigentlich den Posten des ersten Aufbauspielers bekleiden sollte, waren alle Spieler an Bord. ALBA kam nach den ersten Minuten gut in Schwung: Der Ball wurde viel zirkuliert und immer wieder zu Femerling ans Brett gebracht. Er war dort mehrfach erfolgreich – in der 3. Minute per Dunking nach schönem Durchstecker von Dojcin. Als die Albatrosse nach 4 Minuten 8:5 in Führung gingen, nahm Dragons Coach Fleming die erste Auszeit. Auch danach lief der Ball bei ALBA weiter rund im Angriff, aber Quakenbrück blieb im Spiel und konnte auf 14:14 ausgleichen. Mit einem 8:0 Lauf durch Dreier von Dojcin und Thompson und einen Korbleger von Bradley konnten die Berliner sich dann gegen Ende des Viertels etwas absetzen. Viertelendstand war 26:19 für ALBA.

 

Auch im 2. Abschnitt fanden die Albatrosse gute Abschlüsse und standen sicher in der Verteidigung. Besonders im Rebound waren sie den Dragons überlegen, die sich in dieser Phase schwer taten. Die Einwechslungen von Bradley, Herber, Nikolic und Subotic hatten den Rhythmus nicht gestört, mit dem Resultat, dass Goran Nikolic in der 15. Minute per Dreier die bisher höchste Führung von 35:22 herstellte. Zwei Minuten später erhöhte Subotic auf 41:24. Gen Ende der Halbzeit arbeiteten sich die Quakenbrücker dann wieder heran. Mehrmals stellten sie auf Zonenverteidigung um, was den Albatrossen leichte Probleme bereitete. Mit einem Dreier verringerte Mädrich den Rückstand der Dragons wieder in den einstelligen Bereich. Beim Stand von 36:44 verabschiedeten sich die Teams in die Halbzeitpause.

 

Nach dem Anpfiff zur zweiten Halbzeit kam Quakenbrück durch einen Dreier von Freije auf vier Punkte heran. Das Publikum war wieder wach und spürte, dass sich ihrem Team jetzt die Chance bot, die Partie zu drehen. Nach den ersten Minuten gewannen die Albatrosse aber wieder langsam die Oberhand. Zwar fanden wenige Würfe von außen ihr Ziel, doch aus einer sicheren Verteidigung heraus konnte ALBA den knappen Vorsprung halten. In den letzten Minuten des Abschnitts fanden die Spieler von Luka Pavicevic ihren Wurf wieder und konnten sich über einige erfolgreiche Angriffe durch Julius Jenkins zur Viertelpause wieder auf komfortable 16 Punkte Vorsprung absetzen (62:46).

 

Auch im letzten Abschnitt verringerten die Dragons zunächst wieder ihren Rückstand. Thomas machte die Berliner Führung durch einen Mitteldistanzwurf in der 34. Minute wieder einstellig (55:64). Doch Julius Jenkins fand die richtige Antwort mit einem Dreier. Quakenbrück schaffte es nun immer wieder auf 7 bis 8 Punkte heranzukommen, aber die Albatrosse ließen sich nicht beirren und liefen weiter konsequent und erfolgreich ihre Angriffssysteme durch. Dijon Thompson war der Garant für die Berliner Führung in der Schlussphase: Von den letzten 16 ALBA Punkten erzielte er alleine 11 und war am Ende mit 20 Punkten Topscorer des Spiels. Nach einem einem Dreier von McIntosh wurde das Spiel in den letzten Sekunden noch einmal knapper, aber der Sieg der Berliner geriet nicht mehr ernsthaft in Gefahr.