Nachdem die Albatrosse das erste Finalspiel des 7DAYS EuroCups am Dienstag in Valencia mit 75:89 verloren haben, wollen und müssen sie es im zweiten Spiel der "Best-of-three"-Serie am Freitag (Tipoff 20 Uhr, Mercedes-Benz Arena) besser machen. Nur mit einem Sieg erzwingt unser Team ein drittes und dann endgültig entscheidendes Finalspiel, welches am kommenden Montag (15.4., 20:30 Uhr) in Valencia ausgetragen würde. Die Spanier wollen das verhindern und schon am Freitag in Berlin den EuroCup gewinnen. Für das "Do-or-die"-Spiel in der Mercedes-Benz Arena sind nur noch wenige Tickets erhältlich.

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Wichtige Infos zum Ablauf: Es wird äußrest voll auf den Rängen, daher öffnet die Arena bereits um 18:30 Uhr (Tipoff 20 Uhr). Wir bitten als Besucher, das auszunutzen und auch an das Taschenverbot für Taschen größer als A4 zu denken. Es werden außerdem zwei Eingänge für Dauerkarten-Kunden geöffnet.

Aito Garcia Reneses: „Für mich gibt es vor dem Spiel am Freitag nicht den Druck unbedingt gewinnen zu müssen. Viel wichtiger ist, dass wir mit 100 Prozent Einsatz und so gut wir können spielen. Wenn Valencia dann immer noch besser ist und gewinnt, dann ist das so. Nichtsdestotrotz werden wir natürlich alles investieren, um zu gewinnen. Ein Vorteil ist, dass wir zuhause spielen. Wir fühlen uns wohl in unserer Arena und haben unsere Fans im Rücken, die immer zu uns stehen. Egal, ob wir gewinnen oder verlieren. Das ist unglaublich wichtig für meine Mannschaft.“

Martin Hermannsson: „Der erste Ansatzpunkt muss es sein, besser zu rebounden, Wir haben Valencia in Spiel eins zu viele zweite Chancen und einfache Punkte erlaubt. Im Umkehrschluss haben die fehlenden Rebounds auch dazu geführt, dass wir nicht zu unserem schnellen Spiel gefunden haben. Das darf uns am Freitag nicht passieren. Wir wussten schon vor der Serie, dass wir unser Heimspiel und ein Spiel in Valencia gewinnen müssen. Den ersten Schritt wollen wir am Freitag machen.“

Vor dem Spiel am Freitag schöpfen die Albatrosse aus gleich zwei Tatsachen Kraft: Zum einen aus dem Wissen, bei diesem zweiten Finalspiel die große Kulisse der heimischen Arena hinter sich haben. Zum anderen aus der in der Analyse des ersten Finalspiels gewonnen Erkenntnis, dass ALBA schon in Valencia dem spanischen Favoriten drei Viertel lang ebenbürtig war. Einzig ein verhängnisvolles drittes Viertel (15:30), in dem Valencia nahezu alles und ALBA nur wenig gelang, machte den Unterschied aus.

Da half es auch nicht, dass ALBA unter dem Strich seine Distanzwürfe mit 50 Prozent (12/24) besser traf als Valencia und sich auch weniger Ballverluste (nur zehn) leistete. Die Devise für Freitag ist somit einfach und klar: ALBA muss im zweiten Finalspiel mehr Rebounds holen und defensiv besser agieren als noch in Spiel eins. Dass dies keine unlösbare Aufgabe ist, zeigt die Rebound-Saisonstatistik: Dort rangiert ALBA im EuroCup auf dem siebten Platz und Valencia auf Rang 16.

Natürlich ist der psychologische Druck, den ein so wichtiges Spiel auf die Akteure ausübt, nicht zu ignorieren. Während Valencias Trainer Jaume Ponsarnau auf eine ganze Reihe äußert erfahrener Akteure zurückgreifen kann (Sam van Rossom, Bojan Dubljevic und Rafa Martinez gewannen 2014 mit Valencia auch schon den EuroCup), spielen nahezu alle ALBA-Akteure jetzt ihr erstes großes europäisches Finale.

Aber die fehlende Erfahrung hat das jüngste aller 24 EuroCup-Teams nicht davon abgehalten, schon über den gesamten Saisonverlauf aus gemachten Fehlern zu lernen und ins Finale einzuziehen. Der Trainerstab um Coach Aito wird die verbleibende Zeit vor dem Spiel nutzen, um aufzuzeigen, wie ALBA es vermeiden kann, die am Dienstag in Valencia noch gemachten Fehler zu wiederholen. Gerade in der vertrauten Mercedes-Benz Arena, wo ALBA seit Weihnachten kein EuroCup-Spiel mehr verloren hat, könnte das der jungen Mannschaft leichter fallen.

Aufstellung Valencia Basket (Statistik 7DAYS EuroCup 2018/19)

Nr.

Name

Pos

Alter

cm

Nat.

Min/Sp

Pkt/Sp

Rb/Sp

As/Sp

1

Sergi Garcia

1

22

189

ESP

13,7

2,8

2,0

1,4

6

Alberto Abalde

3

23

202

ESP

16,9

5,6

2,1

1,4

7

Louis Labeyrie

4

27

209

FRA

18,2

6,2

3,8

0,8

8

Antoine Diot

½

30

193

FRA

10,3

4,6

0,9

2,1

9

Sam van Rossom

1

32

188

BEL

22,4

9,1

2,5

4,9

10

Will Thomas

4

32

203

USA

22,8

11,0

3,6

1,6

13

Mike Tobey

5

24

213

USA

17,0

8,8

5,3

1,1

14

Bojan Dubljevic

5

27

205

MNE

20,5

10,1

5,5

2,3

17

Rafa Martinez

2

37

190

ESP

6,5

3,3

0,4

0,5

19

Fernando San Emeterio

3

35

199

ESP

19,3

9,4

2,0

1,6

21

Matt Thomas

2

24

196

USA

22,1

12,8

1,2

1,6

30

Joan Sastre

2/3

27

201

ESP

14,0

2,9

1,1

1,3

42

Aaron Doornekamp

¾

33

201

CAN

17,8

4,1

3,0

1,6

Head Coach: Jaume Ponsarnau (47, ESP, dritte Saison mit Valencia, die erste als Headcoach)

Spiel eins im Stenogramm: Valencia Basket – ALBA BERLIN 89:75 (20:13, 21:25, 30:15, 18:22)
Valencia Basket: van Rossom 15 (7as),  Sastre 2, San Emeterio 11, Will Thomas 22 (6rb), Tobey 3 (6rb), Dubljevic 9 (8rb), Matt Thomas 16 (4/5 Dreier), Doornekamp 2, Labeyrie 7 (6rb), Diot (4as), Abalde 2, Martinez
52% Wurfquote (9/26 Dreier), 42 Rebounds (16 off), 12 Ballverluste.
ALBA BERLIN: Siva 17 (5/6 Dreier, 7as), Hermannsson 16 (3/5 Dreier), Giedraitis 9, Sikma 7 (5rb), Clifford 4, Giffey 7, Nnoko 4, Thiemann 8 (5rb), Saibou, Wagner 2, Schneider, Ogbe 1.
46% Wurfquote (12/24 Dreier), 24 Rebounds (9 off), 10 Ballverluste.

ALBA-Bilanz gegen Valencia
1 Sieg – 7 Niederlagen (in Berlin 1 - 2)
EuroLeague 0:2, EuroCup 1:5
Höchster Sieg: 78:73 am 25. März 2014 in Berlin
Höchste Niederlage: 54:86 am 19. März 2014 in Valencia