Marcus Eriksson ist schon seit Januar verletzt, nun fällt auch noch Tim Schneider aus, der im Unfallkrankenhaus Berlin operiert werden musste. ALBAs leitender Teamarzt Dr. Moritz Morawski fasst die aktuelle Verletzungssituation zusammen und erläutert die Hintergründe. (Fotos: Camera4)

Dr. Moritz Morawski: „Marcus Eriksson leidet bereits seit Ende Januar an einer Plantarsehnenentzündung unter dem linken Fuß. Das kann eine sehr langwierige Verletzung sein. Da die Entzündung unter der Fußsohle liegt, kann man das Bein während des Heilungsprozesses fast gar nicht belasten. Bei Marcus geht die Entzündung mittlerweile zurück, er kann bereits wieder leicht joggen und werfen. Wir erhöhen die Belastung in ganz kleinen Schritten und schauen, wie die Sehne reagiert. Wie lange dieser Prozess noch dauert, kann man nicht genau vorhersagen.
 

Tim Schneider hat sich vor einigen Tagen den Meniskus im rechten Kniegelenk eingerissen. Er musste operiert werden, was am Mittwoch im Unfallkrankenhaus Berlin erfolgreich geschehen ist. Tim muss in den kommenden zwei Wochen mit Gehhilfen laufen. Danach können wir langsam wieder die Belastung aufbauen. Wann er genau zurückkehren kann, ist noch nicht absehbar.

Viele der Verletzungen in dieser Saison haben mit der großen Belastung durch die hohe Spielfrequenz und fehlende Regeneration durch das viele Reisen zu tun. Aufgrund der zahlreichen coronabedingten Spielverlegungen und des dadurch noch engeren Terminplans hat sich diese Belastung nochmal verschärft. Wir haben uns aber bewusst für diese Herausforderung entschieden und sind sehr froh, in der BBL und der EuroLeague zu spielen. Unser Kader wurde für diese Belastung zusammengestellt, und der Cheftrainer verteilt die Minuten entsprechend breit auf alle Spieler. Der gesamte Stab, von Physiotherapeuten über Athletikcoaches bis zu den Ärzten, arbeitet Hand in Hand, um das Verletzungsrisiko so gering wie möglich zu halten. Dadurch konnten wir in der vergangenen Saison bis zum letzten Spiel um die Meisterschaft das Energielevel hoch genug halten und kommen bisher auch wieder den Umständen entsprechend gut durch diese Saison. Dass sich Spieler verletzen, lässt sich aber trotzdem nie ganz verhindern. Und manchmal kommt auch noch Pech dazu – wie bei der seltenen Verletzung von Marcus Eriksson.“