Duell gegen alten Rivalen Bonn setzt Schlusspunkt 2011

Mit einem echten Kracher geht das Jahr 2011 für ALBA BERLIN zu Ende: Zum letzten Heimspiel vor dem Jahreswechsel kommt am Freitag (30.12,, 18:30 Uhr) der alte Rivale Telekom Baskets Bonn in die o2 World.

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Es ist noch gar nicht so lange her, dass die Bonner Basketballer gleich vor der eigenen Haustür starke Rivalen fanden: Leverkusen, Köln, Rhöndorf, usw. Nach dem Abstieg der Giants Düsseldorf sind die Telekom Baskets in dieser Saison aber erstmals in der Geschichte der Liga die einzigen „Riesen“ im Rheinland und müssen schon etwas weiter reisen, um gegen attraktive Gegner zu spielen, z. B. diesen Freitag nach Berlin. Dass man in der letzten Saison zum ersten Mal seit sechs Jahren die Playoffs verpasst hat, hat dabei in Bonn zu einer Umorientierung geführt. Nachdem sich im letztjährigen Kader unter den oft noch jungen US-amerikanischen College-Absolventen zu viele Individualisten negativ bemerkbar machten, sucht Trainer Michael Koch in dieser Saison unübersehbar schon beim Personal die Hinwendung zum vom Teamgedanken geprägten europäischen Basketball.

 

Serapinas und Veikalas machen Bonn „europäischer“

 

Am deutlichsten sichtbar wird das im Bonner Kader auf den Positionen zwei und drei, wo die Telekom Baskets in dieser Saison – wohl auch in Erinnerung an ihren früheren Star Rimantas Kaukenas - auf die beiden Litauer Benas Veikalas und Simonas Serapinas setzen, die – wie zu erwarten war – beide extrem gefährliche Werfer sind, aber darüber hinaus auch viele andere Qualitäten haben und mit 28 bzw. 29 Jahren vor allem viel Erfahrung aus diversen europäischen Ligen mitbringen.

 

So hat Small Forward Simonas Serapinas, der mit seiner Vielseitigkeit sowohl nach oben auf die Position zwei als auch nach unten auf die Position vier ausweichen kann, schon mit litauischen, griechischen und italienischen Clubs in der Euroleague und im Eurocup gespielt. Im Europapokal stießen die Bonner in der letzten Saison auch auf Benas Veikalas. Der Litauer warf den tschechischen Club BC Prostejov mit 21 Punkten in Bonn zum 81:75 im Telekom Dome und erhielt prompt im Sommer eine Einladung an den Rhein, die er dankend annahm.

 

Spielmacher Jared Jordan hat (fast) alles im Griff

 

 

Im Spielaufbau zieht bei den Bonnern zwar ein US-Amerikaner die Fäden, doch Jared Jordan ist zum einem mit 27 Jahren und Gastspielen in Litauen und Griechenland schon ein sehr erfahrener Point Guard und zum anderen bekannt für seine mannschaftsdienliche Spielweise. Da der in der Art eines klassischen Spielmachers zuerst den Pass auf den Mitspieler suchende Jordan schon 2009/10 sehr erfolgreich für die Telekom Baskets spielte, hatte Michael Koch eine gute Vorstellung davon, was er von Jordan erwarten konnte: Der US-Guard führt mit 7,4 Assists pro Spiel die Statistik der Beko BBL an.

 

Trotzdem zeigte sich früh in der Saison, dass Jordan nicht alles machen kann und dass ihm in Spielen, in denen er oft ohne Pause auf dem Parkett stand, am Ende die Luft ausging. Deshalb suchten die Bonner auf dieser Position eine Verstärkung und fanden sie Anfang Dezember in Talor Battle, der nicht nur Jordan zu den nötigen Verschnaufpausen verhilft, sondern dem Spiel der Baskets mit seinem schnellen Antritt noch zusätzliche Optionen eröffnet.

Im Frontcourt Athletik (Gaffney) und Routine (Ensminger)

 

Erfahrung ist auch das Stichwort für den unverwüstlichen 38-jährigen Center Chris Ensminger, der seinen Punkteschnitt im Vergleich zum Vorjahr um drei Zähler gesteigert hat und jetzt sogar wieder Bonns Topscorer ist (der beste Rebounder im Team ist er selbstredend sowieso). Während Ensminger sich in gewohnter Manier um die „Schmutzarbeit“ unter den Körben kümmert, setzt der sehr athletische und explosive Power Forward Tony Gaffney mit seinen Aktionen die spektakulären Highlights am Brett (und mitunter auch an der Dreierlinie).

 

Mit dem temperamentvollen Kroaten Zvonko Buljan (siehe „Vorsicht, heiß!“) komplettiert ein defensivstarker Power Forward die Bonner Rotation, der mit seiner Vielseitigkeit sowohl Ensminger als auch Gaffney entlasten kann. Die restliche Spielzeit teilen sich bei den Telekom Baskets in erster Linie die beiden jungen Deutschen Andrej Mangold und Fabian Thülig, die in den Wochen, als Veikalas verletzt ausfiel, auch und gerade in der EuroChallenge sehr erfolgreich ihren Mann standen.

 

 

Vorsicht, heiß!

Zvonko Buljan …

... hatte in Bonn früh den Spitznamen „Euro-Buljan“ weg, weil der in der Bundesliga mit im Schnitt 6,7 Punkten zunächst unauffällige Power Forward in der EuroChallenge umso mehr aufdrehte. Im Europapokal ist der Kroate mit im Schnitt 14,7 Punkten sogar Bonns zweitbester Scorer und warf die Baskets mit 26 Punkten gegen Türk Telekom Ankara in die zweite Runde. Am Dienstag (!) gegen Ulm legte Zvonko Buljan indes erstmals auch in der Beko BBL mit 15 Punkten und 10 Rebounds ein Double Double auf.

 

Marko Simonovic ...

... glänzte mit 14 Punkten in Podgorica und 18 vor einer Woche gegen Ulm als ALBAs konstantester Scorer der letzten Spiele und war in Quakenbrück nach seinem ersten Dreier zur 44:33-Führung auf einem guten Weg, daran anzuknüpfen. Doch sein frühes drittes Foul schob dem schon in der 15. Minute einen Riegel vor. Als Marko dann zurück kam und im vierten Viertel mit drei weiteren Dreiern (insgesamt 4/5) noch einmal aufdrehte, konnte das die 89:97-Niederlage leider nicht mehr verhindern.

 

 

Wusstet ihr, ...

... dass ALBA BERLIN sich in den letzten Wochen in der Beko BBL mit nunmehr 37,2 pro Spiel eingesammelten Abprallern still und leise auf den ersten Platz in der Rebound-Statistik vorgearbeitet hat? Wie gut die Albatrosse unter den Körben arbeiten, zeigt auch die Statistik der jeweiligen Gegner: Gegen ALBA sammeln die Gegner nur 30 Rebounds pro Spiel – auch damit ist ALBA in der Bundesliga die Nummer eins.

 

... dass die Telekom Baskets Bonn in der Beko BBL die schwächste gegnerische Freiwurfquote (70 Prozent) verzeichnen, also dass die Teams gegen Bonn weniger Freiwürfe verwandeln als gegen andere? Nun kann man Freiwürfe bekanntlich nicht verteidigen – was also steckt hinter dieser Statistik? Was machen die Bonner, um die gegnerischen Freiwerfer so zu irritieren? Vielleicht am Freitag mal darauf achten. Am besten fallen die Freiwürfe in der Beko BBL übrigens gegen Ludwigsburg (79 Prozent) – die kommen in der nächsten Woche in die O2 World ...

 

... dass die Telekom Baskets in der EuroChallenge die Zwischenrunde erreicht haben? Mit den Bonnern, den EWE Baskets Oldenburg und den Artland Dragons ist die Beko BBL im dritthöchsten europäischen Wettbewerb gleich mit drei Mannschaften in der TOP16 vertreten. Im zweithöchsten Wettbewerb, dem Eurocup, schaffte nur ALBA BERLIN den Sprung unter die letzten 16. In der Euroleague-TOP16 ist die Beko BBL nach dem Ausscheiden der Brose Baskets nicht mehr vertreten.

 

Telekom Baskets Bonn (Stats Beko BBL 2011/12)

Nr.NamePosAltercmNat.MinPktRbAs
4Simonas SerapinasF29197LTU28,510,23,11,3
5Chris EnsmingerC38208USA28,614,98,41,6
6Benas VeikalasG28192LTU29,112,83,81,5
7Zvonko BuljanF24206CRO18,86,74,11,1
8Andrej MangoldG24190GER15,92,91,41,1
9Fabian ThüligF22199GER10,61,60,60,4
10Jared JordanG27188USA34,213,43,57,4
11Daniel HainG26195GER4,10,50,40,2
12Florian KochF19197GER
13Tony GaffneyF27206USA31,213,65,31,4
14Talor BattleG23183USA19,69,72,72,0
15Jonas Wohlfarth-BottermannC21208GER

Head Coach: Michael Koch (45, GER)

 

Telekom Baskets Bonn: Resultate der letzten vier Wochen

30.11.Bonn – Minsk-2006 (EuChall.)93:81 (S)Jordan 20, Buljan 18
03.12.Tigers Tübingen – Bonn (Beko BBL)74:72 (N)Jordan 18, Ensminger 13
06.12.Türk Tele Ankara – Bonn (EuChall)81:94 (S)Buljan 26, Ensminger 20
10.12.Bonn – NYP Braunschweig (Beko BBL)76:80 (N)Ensminger 22, Gaffney 16
13.12.Bonn – Karsiyaka Izmir (EuChall)80:65 (S)Battle 19, Serapinas 14
17.12.EnBW Ludwigsburg – Bonn (Beko BBL)83:84 (S)Jordan 24, Veikalas 17
27.12.Bonn – ratiopharm Ulm (Beko BBL)84:101 (N)Veikalas 16, Buljan 15

ALBA-Gesamtbilanz gegen Bonn

34 Siege – 22 Niederlagen (in Berlin 21–8)

BBL: 16-14 / Playoff: 17-7 / Pokal 1-1

Höchster Sieg: 108:72 am 2. Juni 2001 in Berlin (Playoff-Finale)

Höchste Niederlage: 79:99 am 13. Dezember 2003 in Bonn (BBL)

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