Einen Tag vor Silvester beim Überraschungsteam der Saison

Mit neuem Rückenwind aus zuletzt drei Siegen in Folge treten die Albatrosse am 16. Spieltag der Beko BBL am Mittwoch (30. Dezember, 20:30 Uhr, live bei Telekom Basketball) in der 3.000 Zuschauer fassenden s.Oliver Arena von Würzburg an. Auch wenn die Würzburger zuletzt verletzungsgeschwächt gegen Ludwigsburg (nach zwei Verlängerungen) sowie in Bamberg und München ein paar Federn lassen mussten, bleiben sie einer der stärksten Aufsteiger, den die Beko BBL je gesehen hat. Mit 10:5 Siegen rangieren sie zwei Spieltage vor dem Abschluss der Hinrunde auf dem vierten Tabellenplatz. Die ehemaligen Würzburger Kresimir Loncar und Alex King kehren zudem an alte Wirkungsstätte zurück.

Sasa Obradovic (Cheftrainer ALBA BERLIN): „Würzburg ist ohne Frage das Überraschungsteam der Saison. Als Aufsteiger zählen sie neben Mannschaften wie Oldenburg, Frankfurt oder Ludwigsburg zu den Teams, die uns den angestrebten Platz unter den ersten Vier streitig machen. Ein Sieg dort wäre deshalb nicht nur ein schöner Erfolg zum Jahresende, sondern auch schon eine wichtige Weichenstellung für eine gute Platzierung am Ende der Punktrunde. Aber dort zu gewinnen, ist nicht einfach. Die Halle ist schwierig zu spielen und das von Doug Spradley sehr gut aufgestellte Team ist es auch. In Dru Joyce haben die Würzburger einen Point Guard gefunden, der das Team besser macht – so wie er das schon in Trier, Oldenburg und Braunschweig getan hat.“


Ismet Akpinar (Point Guard ALBA BERLIN): „Würzburg ist sehr stark, auch als Aufsteiger haben sie sich in der ersten Liga schnell etabliert und bewiesen, dass sie ein Topteam in dieser Saison sind. Hier einen Auswärtssieg zu landen wird keine leichte Aufgabe. Wir müssen so hart verteidigen und den Ball laufen lassen wie zuletzt. Dann bin ich zuversichtlich, dass wir auch diese Aufgabe lösen können, um unseren zweiten Tabellenplatz zu verteidigen.“

Infos zum Gegner


Die Albatrosse haben keine guten Erinnerungen an die enge Würzburger Halle. Vor vier Jahren schieden die Berliner dort sogar im Playoff-Viertelfinale aus. Erst in der Abstiegssaison der s.Oliver Baskets 2013/14 gelang ALBA der erste Sieg in Würzburg. Unter ihrem neuen Trainer Douglas Spradley stiegen die s.Oliver Baskets aber umgehend wieder in die Beko BBL auf, wo sie in dieser Saison stärker als je zuvor auftreten.

Großen Anteil an den guten Würzburger Resultaten hat US-Spielmacher Dru Joyce. Der letztjährige Braunschweiger und frühere Oldenburger ist mit 6,9 Assists/Spiel hinter Jared Jordan der zweitbeste Passgeber in der Beko BBL. Interessant: An der US-High School St. Vincent-St. Mary spielte Joyce einst als Aufbauspieler an der Seite des heutigen NBA-Superstars Lebron James, genau wie Albatros Will Cherry, der einige Spiele lang Teamkollege von „King James“ bei den Cleveland Cavaliers war.

Doch nicht nur auf Dru Joyce wird sich die ALBA-Defensive konzentrieren müssen. US-Center Brendan Lane ist mit 15,3 Punkten/Spiel der korbgefährlichste „Big Man“ in der Beko BBL und bildet zusammen mit Power Forward Seth Tuttle ein sehr schnelles und gut harmonierendes Innen-Duo. Ebenfalls regelmäßig zweistellig punkten US-Guard Cameron Long und US-Forward Lamonte Ulmer.

Für ALBA-Center Kresimir Loncar wird das Gastspiel in Würzburg zu einer Reise in die Vergangenheit, denn der Kroate wurde als 17-Jähriger von Benetton Treviso verpflichtet und 2000 nach Würzburg ausgeliehen, um dort Spielpraxis zu sammeln, bevor Benetton ihn 2002 in die erste Mannschaft zurückholte. So kam es, dass „Kreso“ seine ersten beiden Profi-Jahre mit DJK Würzburg in der BBL spielte und dabei in Würzburg seine heutige Ehefrau Hanna kennenlernte.

Der kroatische Center ist nicht der einzige Albatros mit Würzburger Vergangenheit. ALBA-Kapitän Alex King spielte von 2011 bis 2013 für die s.Oliver Baskets, bevor er von dort nach Berlin wechselte. Umgekehrt fungiert bei den Würzburgern Joshiko Saibou sehr erfolgreich als Reserve-Spielmacher, der bis 2011 seine Grundausbildung bei TuS Lichterfelde und ALBA BERLIN erhielt und zusammen mit Niels Giffey für ALBAs Ausbildungsteam in der Regionalliga spielte.

Kader s.Oliver Baskets Würzburg (Statistik Beko BBL 2015/16)

Nr.

Name

Pos

Alter

cm

Nat.

Min/Sp

Pkt/Sp

Rb/Sp

As/Sp

4

Constantin Ebert

1

19

182

GER

1,3

0,5

0,0

0,0

5

Joshiko Saibou

1

25

188

GER

10,2

3,1

1,3

1,3

6

Max Ugrai

3/4

20

201

GER

7,2

2,5

0,9

0,4

7

Ruben Spoden

4

26

202

GER

9,8

3,4

1,4

0,5

8

Seth Tuttle

4

23

203

USA

29,0

9,4

5,0

3,5

9

Maurice Stuckey

2

25

187

GER

23,2

9,6

1,7

1,3

10

Sebastian Betz

3

30

196

GER

14,9

4,7

1,2

0,5

12

Dru Joyce

1

30

182

USA

33,4

12,3

2,3

6,9

15

Lamonte Ulmer

3

29

198

USA

26,5

12,4

5,1

1,0

20

Cameron Long

2

27

193

USA

27,3

11,9

2,5

3,0

21

Brendan Lane

4/5

25

206

USA

27,1

15,3

6,9

1,0

34

Devin Searcy

4/5

26

208

USA

17,0

4,9

4,0

0,3

Headcoach: Douglas Spradley (49, USA, achte Bundesliga-Saison, die erste mit Würzburg)

s.Oliver Baskets: Resultate der letzten vier Wochen
05.12. Würzburg – Göttingen (Beko BBL) 81:67 (S) Long 20, Lane 13
13.12. Oldenburg – Würzburg (Beko BBL) 75:82 (S) Joyce 20, Lane 17
18.12. Würzburg – Ludwigsburg (Beko BBL) 88:93 (N) Long 22, Lane 14
20.12. Bamberg – Würzburg (Beko BBL) 80:61 (N) Betz 13, Lane 12
23.12. Würzburg – Crailsheim (Beko BBL) 97:77 (S) Ulmer 18, Spoden 15
26.12. München – Würzburg (Beko BBL) 103:79 (N) Lane 17, Ulmer 14

ALBA-Bilanz gegen Würzburg
5 Siege – 5 Niederlagen (in Würzburg 1-4)
Beko BBL 4:2 / Playoffs 1:3
Höchster Sieg: 88:63 am 6. April 2013 in Berlin
Höchste Niederlage: 65:84 am 2. Januar 2012 in Würzburg

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