Entscheidung ums Halbfinale am Donnerstag in Berlin!

So kann es gehen in den Playoffs. Nach dem 2:2-Ausgleich in Oldenburg am Dienstag muss ein alles entscheidendes Spiel fünf zwischen den Albatrossen und den EWE Baskets über den Einzug ins Halbfinale entscheiden. Unser Team hat den großen Vorteil, diese Partie am Donnerstag (17.5., Tipoff 19 Uhr) vor den eigenen Fans in der Mercedes-Benz Arena spielen zu können. Das scheint in dieser Serie ein besonders großes Pfund zu sein, denn alle vier Siege waren bisher Heimerfolge.

Nicht nur der Heimvorteil, auch die Historie spricht für die Albatrosse. Von unseren fünf Viertelfinalserien gegen Oldenburg ist die aktuelle schon die dritte, die erst im fünften Spiel entschieden wird (2015 gab es ein 3:0 und 2008 ein 3:1). Sowohl 2006 in der Max-Schmeling-Halle (110:82) als auch 2011 in der Mercedes-Benz Arena (99:68) gewannen die Albatrosse das entscheidende Duell mit ihren eigenen Fans im Rücken deutlich und zogen ins Halbfinale ein. Den Heimvorteil für das diesjährige Spiel fünf am Donnerstag haben sich Coach Aito und seine Jungs in einer langen Hauptrunde hart erarbeitet. Tickets für das "Do or Die"-Spiel sind ab sofort erhältlich! Zum Ticketshop | Arenaheft vorab

Die EWE Baskets Oldenburg, die schon im Vorjahr in den Playoffs groß aufgedreht haben, um am Ende Vizemeister zu werden, haben sich auch in dieser Saison von einer nur mittelmäßigen Punktrunde nicht verrückt machen lassen und packen pünktlich zur entscheidenden Saisonphase ihre beste Form aufs Parkett. Das müssen auch die Albatrosse heute im nun entscheidenden fünften Viertelfinalspiel tun.

 

McConnell: Nicht nur genialer Passgeber, sondern auch Scorer

 

Die Oldenburger Offensivstärke kannte man bereits aus der regulären Saison. Für eine Überraschung sorgt indes die defensive Stärke, die das Team von Trainer Mladen Drijencic gegen ALBA offenbart, denn über die gesamte Saison gesehen zählten die EWE Baskets diesbezüglich nur zum Mittelmaß in der Liga (vgl. Seite 11 in dieser Zeitung). Dass diese Oldenburger jetzt gegen ALBA mit vielen wechselnden Verteidigungsvarianten alle Register ziehen, dies mit viel Herz und Einsatz tun und zudem auch in der Offensive noch eine Schippe drauflegen, hat diese Viertelfinalserie so spannend gemacht.

 

Spätestens das am Dienstag in Oldenburg verlorene Spiel vier hat dabei klar gemacht, dass ALBA die an der Dreierlinie heiß gelaufenen EWE Baskets über die Verteidigung stoppen muss. Vor allem dem flinken US-Spielmacher Mickey McConnell, der in dieser Serie ohne seinen verletzten Back-up Brad Loesing doppelt gefordert ist, machten es die Albatrosse am Dienstag zu leicht, die Oldenburger Angriffsmaschine mit neun Assists in Gang zu setzen. Darüber hinaus stellte der im Sommer als bester Passgeber der spanischen Liga (mit Obradoiro) in die easyCredit BBL gekommene kleine Point Guard mit 15 Punkten am Dienstag unter Beweis, dass er auch selbst ein guter Scorer ist.

 

Rickey Paulding ist immer bereit für den entscheidenden Wurf

 

Am anderen Ende ist der österreichische Nationalcenter Rasid Mahalbasic mit seiner Präsenz in der Zone der Dreh- und Angelpunkt des Oldenburger Innenspiels. Dass er mit guter Fußarbeit fintenreich beidhändig abschließen kann und zudem als exzellenter Passgeber ein gutes Auge für seine Mitspieler hat, macht den 2,10 Meter langen Riesen doppelt gefährlich. Dass der mit Engagements von Kasachstan bis Spanien schon weitgereiste Center ALBA am Dienstag außerdem mit 3/3 Dreiern überraschen konnte (siehe „Vorsicht, heiß“), trug maßgeblich dazu bei, dass ALBA die Serie nicht schon in Oldenburg in Spiel vier zumachte, sondern heute „nachsitzen“ muss.

 

Und dann ist da natürlich auch noch der unverwüstliche Rickey Paulding, der auch 2017/18 kein einziges Oldenburger Spiel verpasst hat und in seiner elften Oldenburger Saison die Galionsfigur der EWE Baskets ist. Wenn der entscheidende Wurf ansteht, blicken alle erwartungsvoll auf Rickey Paulding und trotzdem konnte ALBA es in Spiel zwei nicht verhindern, dass der elegante US-Forward in der Verlängerung eiskalt die drei entscheidenden Würfe zum ersten Oldenburger Sieg in dieser Serie verwandelte. Gegen ALBA ist er wahrscheinlich besonders motiviert, weil die Berliner schon dreimal für ihn Endstation in den Playoffs waren.

 

Armani Moore: Mit nur 1,96 Metern gegen Luke Sikma

 

Nationalspieler Karsten Tadda hat unterdessen in seinen Bamberger Jahren ganz andere Erfahrungen gegen ALBA gesammelt und hat dort zudem offenbar gelernt, den Fokus speziell in der entscheidenden Saisonphase noch einmal ein paar Stufen hochzuschalten. Mit seiner starken Verteidigung brachte er in der Serie gegen ALBA nicht nur Spencer Butterfield, sondern auch Peyton Siva schon ordentlich ins Schwitzen. Zudem reiht er sich in dieser Serie mit 8/17 Dreiern in die Armada der Oldenburger Dreierschützen ein, die vom US-amerikanischen Combo Guard Frantz Massenat mit 10/20 Dreiern angeführt wird.

 

Auch die beiden Forwards Philipp Schwethelm und Armani Moore glänzen in dieser Playoff-Serie mit Dreiern und sie tun das mit einer Präzision, die man vor allem vom US-Amerikaner in der regulären Saison noch nicht gesehen hat. ALBAs Defense muss jetzt an der Dreierlinie nicht nur dem auf diese Würfe spezialisierten Schwethelm (8/13 Dreier in den vier Spielen) auf den Füßen stehen, sondern auch Moore (7/11). Der US-Forward, der wegen des Ausfalls von Power Forward Maxime De Zeeuw mit seinen nur 1,96 Metern in den Playoffs auf die Position vier aufrücken muss, macht dort mit seiner starken Athletik auch gegen Luke Sikma einen sehr guten Job.

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