Erste Heimniederlage: ALBA verliert Weihnachtskrimi gegen Göttingen

(26.12.) In einer nervenaufreibenden Begegnung gegen MEG Göttingen haben die Albatrosse am zweiten Weihnachtstag mit 82:86 verloren und damit die erste Heimniederlage der Saison kassiert. 10.452 Zuschauer erlebten ein spektakuläres Spiel mit so vielen Führungswechsel wie nie zuvor in der o2 World. Vor allem beim Rebound gelange es den Niedersachsen, ALBA den Schneid abzukaufen.

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Unter den Brettern ergatterten die Göttinger neun Abpraller mehr als ALBA (40:31) und sicherten sich alleine 16 Offensivrebounds. Während bei ALBA fünf Spieler zweistellig punkteten (Jenkins 18, Chubb 13, Wirght 12, Sekulic 12, McElroy 12) überragte bei Göttingen vor allem Taylor Rochestie, der 15 (zwei Dreier, 9/10 Freiwürfen) seiner 23 Punkte im Schlussviertel erzielte. Er sicherte den Gästen den Sieg in einer durchweg intensiven und hochklassigen Partie.

 

Die Göttinger starteten wie erwartet mit viel Verteidigungsdruck über das ganze Feld und doppelten Aufbauspieler Rashad Wright direkt nach dem er den Ball zu fassen bekam. Doch ALBA brachte das nicht aus dem Rhythmus, denn Dragan Dojcin brachte den Ball für ihn mit aller Routine über die Mittellinie. Da die Gäste offensiv stark begannen, lagen sie nach einem Sprungwurf von Oliver aber zunächst 7:2 vorn. Angeführt von Julius Jenkins mit zwei Dreiern und vier Freiwürfen gewannen die Albatrosse aber immer mehr die Oberhand und gingen in der sechsten Minute 14:11 in Front. Es entwickelte sich eine munteres Spielchen. Die Niedersachsen fanden im Eins-gegen-Eins und mit ihren Offensivrebounds Möglichkeiten, die ALBA-Defense zu knacken, während die Albatrosse ihrerseits erfolgreich das Brett attackierten. Mit einem knappen 22:19 für Berlin ging es in die erste Viertelpause.

 

Nachdem die Veilchen den zweiten Spielabschnitt furios mit drei blitzschnell abgefeuerten Dreiern in Serie (2x Rochestie, 1x Oliver) begannen, wollte Luka Pavicevic beim Stand von 24:28 eine schnelle Auszeit. Die Albatrosse steigerten sich in der Defense, hatten aber Probleme, den Ball im gegnerischen Korb unterzubringen. Der debütierende Golemac vergab zwei Freiwürfe und auch Byars traf nur einen von zweien an der Linie. Nach einem freien Dreier aus der Ecke von Wright waren die Berliner in der 16. Minute wieder auf 28:29 dran. Julius Jenkins brachte ALBA kurz drauf ebenfalls per Dreier wieder in Führung, setzte in Folge aber auch zwei Distanzwürfe daneben, so dass die Gäste mit einem 7:0-Run kontern konnten. Kurz vor der Halbzeit lag ALBA schon mit sechs Zählern zurück, doch ein Buzzerbeater-Dreier von McElroy, nachdem er im Vorfeld zwei mal den Offensivrebound weggefischt hatte, sorgten für einen knappe 39:42-Halbzeitergebnis. Vor allem beim Rebound (23:15) hatten die Gäste ALBA alt aussehen lassen.

 

 

Die Berliner kamen konzentriert aus der Kabine und hatten nach einem Dreipunktespiel von Sekulic und dem bereits vierten Dreier von Jenkins die Führung zurück erobert. Göttingens Kraftpaket Boone hielt mit zwei Dunkings dagegen, aber auch die Berliner lange Garde war nun besser im Spiel. Sechs Zähler in Serie von Blagota Sekulic brachten ALBA 53:50 in Führung. Ein Dreier von Wright erhöhte auf sechs Punkte Vorsprung, aber die Göttinger kamen zurück. Zahlreiche, teils haarsträubende, Offensivrebounds, vor allem durch Dwayne Anderson, ließen den Vorsprung wieder Richtung Niedersachsen wandern. 62:58 waren die Gäste kurz vor der Viertelpause schon vorn, doch ein Dreipunktespiel von McElroy und zwei Freiwürfe von Hamann, der in buchstäblich letzter Sekunde beim Korbleger gefoult worden war, bescherten ALBA noch eine hauchdünne 63:62-Führung.

 

Über Adam Chubb und Derrick Byars konnten die Berliner sich ein Stück weit absetzen, doch drei Dreier (Little, Anderson und Rochestie) glichen das Spiel wieder aus. Noch nie hatte es diese Saison ein Spiel mit so vielen Führungswechseln gegeben und das setzte sich fort. Anderson und Rochestie schossen Göttingen wieder nach vorn – Dojcin und Jenkins glichen jeweils aus. Die Spannung stiegt immer weiter. Die letzten zwei Minuten waren schon angebrochen, als Rochestie Wright sein viertes Foul anhängte und beide Freiwürfe zum 77:75 versenkten. ALBA gelangen zwei Stops, doch Jenkins verpasste den Dreier und Dojcin verlor den Ball. Die Berliner eroberten nochmals den Ball und spielten im Angriff Adam Chubb frei, der nur durch Foul zu stoppen war. Er traf jedoch nur einen Freiwurf. Bei 34 Sekunden Restzeit schockt Taylor Rochestie die über 10.000 Zuschauer in der o2 World schließlich mit einem „Parkplatz-Dreier“ zum 80:76 für die Gäste. Rashad Wright bäumte sich gegen die sich androhende Niederlage auf und schloss im Gegenzug schnell erfolgreich ab. Aber bei 20 Sekunden Restzeit wurde ausgerechnet der bisher so treffsichere Rochestie an die Linie geschickt. Er traf erwartungsgemäß zwei mal, doch erneute schnelle Punkte von Byars bedeuteten das 80:82. Wieder ging Rochestie an die Linie, doch dieses Mal traf er nur einen Freiwurf. Die Veilchen foulten Rashad Wright bei sieben Sekunden Restzeit, so dass er keinen Dreier werfen konnte und er zwei Freiwürfe werfen musste. Er traf beide Versuche und verkürzte auf nur einen Punkt, doch als beim Einwurf der Göttinger Jacobson enteilt war und von Hamann nur noch unsportlich gefoult werden konnte, war die Partie gelaufen. Er und John Little machten an der Linie alles klar. Am Ende gewannen die Niedersachsen mit 86:82 und entführen damit als erste Gastmannschaft in dieser Saison zwei Punkte aus der o2 World. In der Tabelle schiebt sich ALBA nach neuer Wertung durch die Niederlage auf den zweiten Platz und hatte immer noch das beste Sieg-Niederlagen-Verhältnis der Beko BBL aufzuweisen.

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