Erste Heimniederlage zum Jahreswechsel

(30.12.) Im letzten Spiel des Jahres haben die Albatrosse ihre erste Niederlage der laufenden Saison in der o2 World kassiert. Vor 13.220 Zuschauern unter lag ALBA den Telekom Baskets Bonn mit 78:86.

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Ohne den verletzten Yassin Idbihi (zwei Wochen Pause durch eine Muskelverletzung im Oberschenkel) erlitt das Team von Gordon Herbert prompt die erste Heimniederlage der Saison. Gegen aggressiv und konzentriert auftretende Bonner agierte ALBA zu nachlässig, so dass die Gäste sich im dritten Viertel schon bis auf 11 Punkte abgesetzt hatten. Zwar gingen die Albatrosse angepeitscht vom Publikum vier Minuten vor dem Ende noch einmal in Führung, leisteten sich in einer spannenden Schlussphase aber zu viele Fehler. Die Bonner agierten cleverer und nahmen verdient die Punkte mit aus der Hauptstadt.

 

ALBA-Topscorer Derrick Allen erzielte 15 Punkte und 3 Rebounds. Außerdem zweistellig punkteten Bryce Taylor (12), Sven Schultze (11), Heiko Schaffartzik (10) und Dashaun Wood (10). Bonns Topscorer war Chris Ensminger (20), gefolgt von Zvonko Buljan (15), der 14 Punkte in der ersten Hälfte markierte, aber im dritten Viertel nach einem Kopfstoß gegen Sven Schultze disqualifiziert wurde.

Stimmen zum Spiel

Michael Koch (Bonn):

Nach dem Desaster gegen Ulm ist dieser Sieg sehr wichtig für uns. Wir haben heute mit mehr Ehrgeiz, mehr Enthusiasmus und mehr Herz gespielt. Es ist nicht einfach in Berlin zu gewinnen. Wir waren in einem Loch und hatten Unruhe im Team, aber heute hatten wir wieder die Form vom Anfang der Saison. Wir wollten wenig Punkte in der Zone zulassen und lieber einen Wurf von außen in Kauf nehmen, was insgesamt ganz gut aufgegangen ist.

 

Gordon Herbert (ALBA):

Glückwunsch an Bonn, sie haben mit mehr Energie und Wille als wir gespielt. Sie sind eine gute Mannschaft und sind heute aufgetreten wie zu Saisonbeginn. Ich bin enttäuscht, wie wir gespielt haben, vor allem in der ersten Hälfte. Nach der Niederlage in Quakenbrück haben wir besprochen, was wir besser machen wollen, haben aber genau die gleichen Fehler gemacht. Vor allem unsere Ballverluste – und die Art und Weise, wie sie zustande kamen – und unsere Transition-Defense haben mir gar nicht gefallen.

 

 

Spielverlauf: Bonn kam besser in die Partie und schloss gleich die ersten drei Angriffe erfolgreich zum 6:0 ab. Über ihre Defense kamen die Albatrosse ins Spiel und gingen nach einigen Ballgewinnen ihrerseits 7:6 in Front. Bonn zeigte sich extrem treffsicher aus der Dreipunktedistanz und zog so wieder auf 17:13 davon. Mit einem Monsterblock rüttelte Sven Schultze sein Team wach. Zwar klappte im Angriff einiges noch nicht – mehrmals flutschte der Ball einfach weg – aber trotzdem kam das Team von Gordon Herbert zur Viertelpause auf 19:21 heran.

 

Mit Dreiern von Schultze und Schaffartzik übernahm ALBA gleich zu Beginn des zweiten Abschnitts wieder die Führung, aber immer noch verloren die Albatrosse zu häufig den Ball. Nach einem kurzen 6:0-Spurt der Gäste lag die Hauptstädter schon wieder zurück. Es ging hin und her, kein Team konnte sich weiter absetzen. ALBA gestattete den Bonnern zum Ärger von Gordon Herbert zu leichte Punkte, was vor allem Buljan und Veikalas (zusammen 21 Punkte zur Halbzeit) konsequent nutzen. Sie sorgten dafür, dass die Gäste einen knappen 46:40-Vorsprung mit in die Kabine nahmen.

 

ALBA startete mit Problemen in die zweite Hälfte. Vorne gelang wenig und als Battle für Bonn von der Dreierlinie heiß lief, sahen sich die Albatrosse erstmals einem zweistelligen Rückstand gegenüber (45:56). Gordon Herberts frühe Auszeit brachte wieder mehr Intensität ins Spiel. Derrick Allen kämpfte sich unter den Brettern durch (kassierte allerdings auch sein drittes Foul) und Bryce Taylor verkürzte per Dreier auf 52:59. Die Intensität stieg und dem mussten vor allem die Bonner Tribut zollen. Nachdem Schultze ein And-one markiert hatte, wurde er von Buljan angegangen, der dafür mit einem disqualifizierenden Foul vom Feld gestellt wurde. Schultze versenkte die fälligen Freiwürfe zum 59:60 – die Halle kochte. Ensminger legte zwar noch einmal zwei Freiwürfe vor, aber mit einem Buzzerdreier glich Bryce Taylor zum Viertelende noch zum 62:62 aus.

 

Die Bonner schafften es in den ersten Minuten des Schlussabschnitts weiterhin, sich einen kleinen Vorsprung zu bewahren. Das hatten sie vor allem Chris Ensminger zu verdanken, der mit all seiner Routine seine Stellung unter dem Korb hielt. Derrick Allen und Sven Schultze hatten schon vier Fouls kassiert, spielten aber weiter. Nachdem Dashaun Wood zwei Steals in Folge geholt hatte und sein Team die beiden resultierenden Fastbreaks verwertete, lag ALBA vier Minuten vor dem Ende seit langem wieder mit einem Punkt vorne. Hinten wurden weiter die Bälle erobert, aber im Angriff blieben Hauptstädert glücklos und teils fahrig. Wood vergab Korbleger, Taylor warf daneben, und Bonns Jordan eroberte die Führung schließlich zurück. Nachdem auch noch Serapinas für Drei zum 78:75 traf und die Albatrosse erneut den Ball vertändelten, war die Partie gelaufen. Stop-the-Clock half den Berlinern nicht mehr.

 

 

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