Exklusive Vorschau vom großen BIG-Interview mit Carl English

Für die aktuelle Ausgabe des deutschen Basketball-Monatsmagazins BIG hat Autor Frank Weiß ein ausführliches Gespräch mit unserem kanadischen Veteranen Carl English geführt. Hier lest ihr exklusiv den Beginn dieses Interviews über die Unterschiede zwischen Deutschland und Spanien, Carls Spezialität, das Werfen, und seine aktuellen Leistungen.

Die aktuelle BIG mit 132 Seiten Stories und Interviews über den deutschen Basketball ist seit dem 7. März für 3,90 Euro im freien Handel erhältlich. Alle Infos und Abo-Bestellung auf www.big-basketball.de.

Carl, Sie waren vor drei Jahren der Top-Scorer in der ACB. Wie wird man Scorer und Shooter?

 

Ein Scorer war ich schon immer. Doch mein Wurf war ein Schlüssel, als ich nach Europa kam. Das liegt an der Art des Basketballs hier, mit dem Spacing und dem Drive’n’Kick. Ich wurde eingesetzt, um aus dem Block kommend zu werfen. Das Spiel in Spanien unterscheidet sich sehr von dem in Deutschland. Es gibt mehr Systeme, es geht schneller hoch und runter. Das gibt einem Spieler wie mir mehr und bessere Würfe. Das habe ich immer weiter versucht, zu nutzen und auszubauen.

 

Was macht einen guten Shooter aus?

 

Das Wichtigste ist die Technik, auch wenn es gute Shooter mit furchtbarer Technik gibt. Ich sage Kids immer: Als Erstes muss man daran glauben, dass der Wurf reingeht. Man muss das Selbstbewusstsein haben, den Wurf auch zu nehmen. Immer wenn ich zum Wurf hochgehe und einen freien Blick auf den Korb habe, ist die Chance sehr groß, dass ich treffe. Für mich war es aber immer eine Frage der Technik. Wer mich beim Wurf sieht, wird merken, dass es immer gleich aussieht. Mein Körper ist gerade, und wenn man immer den gleichen Ablauf hat, ist die Chance auf Erfolg höher.

Wie trainieren Sie Ihren Wurf?

 

Ich werfe viel. Im Sommer zu Hause nutze ich eine Wurfmaschine. Ich werfe jeden Tag, bis ich 500 bis 700 Treffer habe. Das Ziel ist natürlich, hochprozentig zu treffen. Mit der Maschine treffe ich etwa 85 Prozent der Würfe. Ich denke, als guter Shooter sollte man hier auch treffen, man ist schließlich frei. Ein guter Shooter sollte bei offenen Würfen eine Trefferquote von 80 plus Prozent haben. Ich teile mein Work-out auf. Ich beginne aus der Nahdistanz, mache hier rund 100 Würfe und arbeite mich dann raus. Dann kommen rund 300 Distanzwürfe und Würfe nach dem Fang. Das ist viel Training und viele Wiederholungen über viele Jahre.

 

Haben Sie bestimmte Routinen beim Aufwärmen?

 

Vor Spielen bin ich gern sehr früh in der Halle, ich will den Ball in den Korb fliegen sehen. Direkt vor einem Spiel werfe ich aber nicht mehr so viel. Da ist die Arbeit bereits getan. Entweder man ist bereit oder nicht. Ich mache 25 Würfe aus der Nahdistanz, das Gleiche aus der Mitteldistanz und noch einmal 25 Dreier. Hier sollte ich mindestens vier von fünf aus jeder Position treffen. Das tue ich einfach, um Vertrauen in meinen Wurf zu bekommen.

 

Wann merken Sie in einem Spiel, ob es ein guter oder schlechter Shooting-Tag ist?

 

Wenn ich die ersten fünf Würfe nicht treffe, der nächste aber reingeht, fühle ich mich schon on fire. (grinst) Das ist vielleicht nicht unbedingt immer gut, aber so empfinde ich das. Wenn ich einen treffe, dann kann ich auch zehn in Folge treffen. Ich habe das Selbstbewusstsein und das Vertrauen in meinen Wurf. Ich ärgere mich sehr über Fehlwürfe. Wenn es ein schwieriger Wurf war, okay. Aber so ein Wurf wie zuletzt im Spiel gegen Bayern, als ich den Ball in der Ecke bekam, einen Pumpfake machte und einen Schritt zur Seite ging, zwei Gegner kamen auf mich zu ... aber eigentlich treffe ich hier mit 90 Prozent. Ich war sehr überrascht, dass der Ball nicht reinging. Das verfolgt und ärgert mich.

 

Den Rest dieses ausführlichen Interviews lest ihr in der aktuellen BIG. Weiteren Themen in dieser Ausgabe: Zustandsbericht deutscher Basketball. BIG beleuchtet zehn Brennpunkte, die für anhaltendes Wachstum entscheidend sind / Michael Stoschek spricht über den Wettbewerb in der BBL und die Zukunftsvisionen für den Basketballstandort Bamberg / Maik Zirbes über seine Entscheidung für den Basketball und kommende Duelle mit seinem Ex-Klub Bamberg / u.v.m.

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