Gegen Oldenburger Dreierfeuerwerk kein Kraut gewachsen

(21.12.) Mit 81:89 haben die Albatrosse am Freitag Abend in der o2 World gegen die EWE Baskets Oldenburg verloren. Die Gäste lieferten eine herausragende Leistung ab und trafen 61% ihrer Dreipunktewürfe.

Statistik

 

Nur zwei Tage nach dem Krimi in Tübingen waren die Albatrosse schon wieder zuhause gefordert. Und zu Gast war nicht irgendwer, sondern der Tabellendritte (nun Zweite) aus Oldenburg. Lange gestaltete sich die hart umkämpfte Partie ausgeglichen und eng. In der 32. Minute stand die Begegnung noch 63:63 unentschieden. Doch die Oldenburger Paulding (27 Punkte, 5/8 Dreier) und Jenkins (17, 5/7 Dreier) brannten dann ein Offensivfeuerwerk ab, das die immer müder wirkenden Albatrosse trotz Kampf bis zum Schluss nicht mehr beantworten konnten. Über die gesamte Partie hatten die Gäste unglaubliche 61% (14/23) ihrer Dreipunktewürfe getroffen.

 

Coach Obradovic bleibt nun nicht viel Zeit, über die Niederlage nachzudenken, denn schon in zwei Tagen müssen die Hauptstädter vor Heilig Abend noch einmal auswärts in Würzburg ran. Und auch über Weihnachten wird es nicht viel Freizeit geben, denn am Donnerstag (27.12) wartet mit Real Madrid in der o2 World schon der erste Kracher im Euroleague-TOP16.

 

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Stimmen zum Spiel

Sebastian Machowski (Cheftrainer Oldenburg):

„Ich bin sehr gelöst und freue mich sehr über diesen wichtigen Auswärtssieg. Wir haben uns und unseren Fans, die sehr zahlreich hier her gekommen sind, ein tolles Weihnachtsgeschenk gemacht. Wir haben ALBA zum richtigen Zeitpunkt, wo sie alle zwei Tage spielen und die nächste Euroleague-Runde erreicht haben, erwischt. Einigen ALBA-Spielern ging offensichtlich etwas die Luft aus. Wir haben einen sehr guten Tag erwischt und toll als Team gespielt. Einziger Wermutstropfen sind vielleicht die vielen Offensivrebounds von ALBA.“

 

Sasa Obradovic (Cheftrainer ALBA):

„Ein verdienter Sieg für Oldenburg. In unserer Situation kann man natürlich zig Entschuldigungen finden, aber keine Vorbereitungs- und Regenerationszeit zu haben, ist wirklich ein Problem für uns. Aber das ist bekannt. Oldenburg hat heute auch noch extrem gut getroffen. Rickey Paulding, der die ganze Saison über nicht gut trifft, hat extrem gut geworfen. Gegen uns wachsen oft Spieler über sich hinaus, aber auch das ist bekannt. Die Oldenburger haben jedoch auch als Team heute einen sehr guten Job gemacht. Wir sind gerade wieder in einer schwierigen Phase, wo ein neuer Spieler integriert werden muss und sich unsere Teamchemie neu finden muss. Dafür brauchen wir Zeit und Geduld.“

 

Spielverlauf: Sasa Obradovic beorderte Neuzugang Foster gleich in die erste Fünf, dafür wurde Nihad Djedovic mit leichten Achillessehnenbeschwerden als siebter Ausländer geschont. Den besseren Start erwischte aber Fosters Ex-Team aus Oldenburg. Vor allem Baskets-Power Forward Burrell schien sich viel vorgenommen zu haben und markierte in den ersten Minuten acht Punkte. Aber auch sein Gegenüber Deon Thompson war auf dem Weg zum Korb nicht zu stoppen (10 Punkte im ersten Viertel), so dass die Partie ausgeglichen blieb. ALBA traf wenig von außen und Wysocki erhöhte aus der Distanz schon auf 19:13, aber dank einiger Offensivrebounds kämpften sich die Berliner bis zur Viertelpause wieder zum 22:22-Ausgleich.

 

Um Burrell aus dem Spiel zu nehmen, doppelten die Albatrosse nun konsequent, wenn der Ball unter den Korb kam. Das führte teils zu Ballgewinnen, teils aber zu freien Distanzwürfen der Gäste. Und diese trafen sie mit unglaublicher Sicherheit. Ein Dreier nach dem anderen landete im ALBA-Korb. Die Berliner blieben trotzdem dran. Zwar gelang im Gegensatz zu den Niedersachsen weniger aus der Distanz, aber dafür brachten die Hauptstädter das Publikum mit spektakulären Dunkings zum Toben. Nachdem die Oldenburger in der ersten Halbzeit am Ende 8 von 12 Dreiern getroffen hatten, nahmen sie auch einen 44:39-Vorsprung mit in die Kabine.

 

ALBA kam mit viel Power in der Defense zurück aufs Parkett und arbeitete sich gleich wieder ran. Allerdings packten auch die Oldenburger kräftig zu und trafen immer wieder dann aus der Distanz, wenn die Berliner drauf und dran waren, die Führung zu übernehmen. Viele Fouls und somit viel Freiwürfe bekamen die Zuschauer in diesem hart geführten Viertel zu sehen. Die Albatrosse trafen aber immer noch nicht von außen und waren auch hinten nach guter Verteidigung nicht immer wachsam genug. Dank einiger zweiter Wurfchancen gingen die Niedersachsen zum Abschnittsende 63:57 in Front.

 

Die Berliner kamen gut ins letzte Viertel. Am Ende eines schnellen 6:0-Runs erzielte Schaffartzik aus der Mitteldistanz den Ausgleich. Doch die Oldenburger hörten nicht auf zu treffen. Rickey Paulding, in der bisherigen Saison ein 20-prozentiger Dreierschütze, warf seinen Gegnern einen Dreier nach dem anderen ins Gesicht. ALBA fightete und ließ nicht locker, aber als auch noch Ex-Albatros Julius Jenkins an der Dreierlinie heiß lief, schwammen dem Team von Sasa Obradovic langsam die Felle davon. Mit einer kleiner Aufstellung versuchte der ALBA-Coach nun dem Distanzfeuerwerk der Oldenburg her zu werden, aber unglücklicherweise landeten nun nach erzwungen Fehlwürfen viele Offensivrebounds beim Gegner. Als Burrell weniger als zwei Minuten vor Schluss zu einer 10-Punkte-Führung eintippte, war die Entscheidung gefallen.

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