Henning Harnisch bloggt aus China / ALBA-Camp in Peking

ALBA-Vizepräsident Henning Harnisch und Jugendtrainer Norbert Opitz reisen seit Mittwoch durch das Reich der Mitte. Der Anlass: In Shanghai und Peking veranstaltet ALBA Basketball-Camps, Turniere und Fortbildungen für Lehrer, Schüler und Studenten, die sich für Deutschland und die deutsche Sprache interessieren. In seinem Blog berichtet Henning Harnisch über seinen ersten Tag in Peking und das ALBA-Camp an der Deutschen Botschaftsschule.

Das beste Mittel gegen Jetlag? Ein aktiver Tag. Den haben wir: Um 7.40 Uhr holt uns Sportlehrer Benjamin „Benny“ Giegling von unserem Pekinger Hotel ab, an der Schule treffen wir dann noch seinen Kollegen Markus Seib. Zusammen mit ihnen und 20 Schülern aus der 6. bis 8. Klasse der Deutschen Schule in Peking steigen wir in einen Schulbus und fahren zur Beijing Foreign Language School. Die ganze Woche ist Projektwoche an der Deutschen Schule und diese Kinder haben ein Basketballcamp der besonderen Art gewählt.

In China gibt es 41 sogenannte Pasch-Schulen. Pasch steht für Partnerschulen (in meinen Worten: Partnerschule der Deutschen Sprache) und bedeutet, dass an diesen Schulen Deutsch eine ganz besondere Rolle spielt. An DSD-Schulen können Kinder zudem das Deutsche Sprachdiplom machen. Im Großraum Peking gibt es 11 dieser Pasch-Schulen. Die Beijing Foreign Language School ist eine von ihnen. Sie liegt um die Ecke des Studentenviertels Haidian, auch der Sommerpalast des Kaisers ist in der Nähe. Die Schule ist wie ein amerikanischer Uni-Campus angelegt. Ein Beispiel? Wir haben mindestens zehn Basketballfelder gesehen. Insgesamt lernen hier (und leben größtenteils in einem dazugehörigen Internat) um die 3000 Schüler. Rund 150 von ihnen lernen intensiv Deutsch.

Und jetzt kommt die Deutsche Schule zur Pasch-Schule zum Besuch. Zum Basketball spielen. Unser ALBA-Coach Norbert Opitz leitet das Camp, zweimal 90 Minuten wird trainiert und gespielt, die Sportlehrer beider Schulen unterstützen ihn. Die Idee: Basketball nutzen, dass sich deutsche und chinesische Kinder (die intensiv Deutsch lernen) näher kommen. Sinnbild davon: Beim abschließenden 2-2-Turnier spielen „gemischte“ Teams.

Beim Mittagessen komme ich mit drei chinesischen Mädchen ins Gespräch, mit Shang Xu Jiao, Li Yiru und Yang Guo. Ich frage sie ein wenig aus. Jeden Tag geht die Schule von 8 Uhr bis 17.30 Uhr, mittags ist eine Stunde Pause, um 22 Uhr Bettruhe. Warum Deutsch? "Ich mag Deutsch, Deutsch ist cool!" Wenn ich richtig folge, dann ist Deutsch knifflig und gerade das ist cool. Alle wollen sie später nach Deutschland zum Studieren. Die Schulgebühr beträgt über 40.000 RMB, was sind das?, etwa 5.000 Euro? Für das Basketballcamp haben sie schulfrei bekommen, den Lernstoff holen sie direkt nachmittags nach. Sehr klar wirken sie, und fröhlich sind sie, was für ein Mix, nicht nur für Achtklässler. Und Yang Guo feiert gerade heute ihren 14. Geburtstag.

Von der „deutschen Seite“ sitzt Lani McCall bei uns. Lani hat eine Schweizer Mutter und einen US-amerikanischen Vater. An der Deutschen Schule hat sie zwischen sechs bis acht Schulstunden, danach können sogenannte „Activities“ gewählt werden, bei Lani sind das Volleyball, Klavier und Violine. Gefühlt alles läuft durch die Schule. Im Sommer zieht die Familie weiter, dann geht es nach Washington D.C.

Am Abend vor unserem Camptag (unserem Ankunftstag) treffen wir vier der Sportlehrer der Deutschen Schule im Restaurant  „In and Out“ im Botschaftsviertel, zehn Minuten vom Hotel und der Deutschen Schule entfernt. Ein sehr geschmackvoll eingerichteter Ort, tolle Küche aus der Yunan-Region. Schön lauschig ist es, also sitzen wir draußen vor der Tür. 1-a-Sportlehrer sind das. Auf dem Foto, von links nach rechts: Fachbereichsleiter Stephan Hasse, Norbert, Benjamin Giegling, Susanna Hasse und Markus Geib. In der Mitte der leckere Ananasreis.

comments powered by Disqus

NÄCHSTE HEIMSPIELE

easyCredit BBL

vs Frankfurt

Fr. 27.04.2018

19:00 Uhr

easyCredit BBL

vs Ulm

Di. 01.05.2018

15:00 Uhr

Folge uns in den Sozialen Netzwerken:

Hier für den ALBA BERLIN
Newsletter anmelden!