„Ich hätte niemals gedacht, dass es so schnell geht!“

Wenn man Hendrik Warner auf der Straße trifft, dann denkt man sofort: Der spielt schon immer Basketball! Basketball spielt Hendrik allerdings erst seit knapp vier Jahren. Über die Aktion „Größe zeigen“ ist er zu ALBA gekommen, denn er wurde im ersten Jahr der Projekts als eines von insgesamt 20 Gewinnerkindern ausgewählt. 1,83m war er damals, etwas über 20cm mehr sind inzwischen dazu gekommen. Mittlerweile bei 2,05m angekommen, ist der 15-Jährige eigentlich fester Bestandteil des JBBL-Teams bei ALBA BERLIN, wäre er aktuell nicht gerade verletzt. Wir haben diese unfreiwillige SPielpause genutzt, um mit ihm und seinen Eltern Bianca und Heiko über die Anfänge beim Basketball und über „Größe zeigen!“ zu sprechen:

Foto: Florian Ullbrich

Hendrik ist mittlerweile Nationalspieler und im letzten Jahr mit ALBAs JBBL-Mannschaft Deutscher Meister geworden. Hätten ihr das vor 4 Jahren bei der Anmeldung zu "Größe zeigen!" so erwartet?

 

Bianca & Heiko Warner: Nein, auf keinen Fall. Das war ja auch gar nicht unser Ziel. Seine Größe war beim Fußball immer ein Thema, aber eher negativ behaftet. Wenn seine Mannschaft gewonnen hat, kamen die gegnerischen Trainer nach dem Spiel gerne noch mal gucken, ob der „große Junge im Tor“ auch wirklich ein 2002’er Jahrgang ist.

Basketball hat Hendrik in der Grundschule, wenn er damit mal Kontakt hatte, Spaß gemacht und die Aktion „Größe zeigen!“ war für uns vor allem interessant, um mal zu gucken, ob er wirklich für sein Alter ungewöhnlich groß ist oder nicht. Was dann alles in dieser kurzen Zeit passiert ist, war für uns eher unwirklich.  

Hendrik Warner

Wie habt ihr damals von dem Projekt erfahren? Und wie lief alles ab? 

 

Bianca & Heiko Warner: Ein guter Freund und Alba-Dauerkarteninhaber wurde auf die erste Aktion „Größe zeigen!“ in der Viertelpause eines Spieles aufmerksam und hat gleich an Hendrik gedacht. Zufällig hatten wir ein paar Tage später Kontakt und er fragte, ob das nichts für uns wäre. Wie schon gesagt war es für uns interessant zu sehen, ob unser Sohn wirklich außergewöhnlich groß ist. Daher fragten wir Hendrik, ob er nicht Lust hätte, da mitzumachen. Er sagte ja, wir haben ihn angemeldet und schon waren wir dabei.

Am Aktionstag selbst wurde er erst „vermessen“ und durchlief anschließend verschiedene Stationen, wo es um die Größe an sich, Koordination, Teamwork, Ballhandling und Ähnliches ging. Er wirkte auf uns sehr interessiert, konzentriert und vermittelte den Eindruck, dass er sich von seiner besten Seite zeigen wollte. Am Ende des Tage war er der „Größte“ seines und des älteren Jahrgangs und hatte Lust auf Basketball.    

 

Hendrik, wie war das für dich? Mit welchen Erwartungen hast du dich bei  „Größe zeigen! angemeldet?

 

Hendrik Warner: Ich bin zu der Aktion „Größe Zeigen“ gegangen, um zu sehen, ob es andere Kinder in meinem Alter gibt, die genauso groß sind wie ich. Ich habe nicht mit der Erwartung bei „Größe Zeigen“ mitgemacht, dass ich gewinne, aber ich wusste, dass die Chancen nicht schlecht stehen.

 

Du hast ja dann zuerst bei Lichtenrade angefangen. Wie war es dann, als du zu ALBA gekommen bist? Und  bei wem war das erste Training?

 

Hendrik Warner: Schon als ich noch bei Lichtenrade war, wurde ich von ALBA zu Turnieren eingeladen, wo ich dann mit der U14-Mannschaft gespielt habe. Der Trainer war damals Nobert Opitz. Zuerst war es komisch, mit einem nahezu komplett fremden Team mitzuspielen. Ein paar der Spieler kannte ich jedoch schon vom Berliner Basketball Verband, daher fiel es mir leichter als erwartet, mich in die Mannschaft zu integrieren. Richtig zu ALBA bin ich dann zu der U16 (JBBL) gewechselt.

 

Seid ihr von Hendriks Entwicklung überrascht?

 

Bianca und Heiko Warner: Ja, total. Dass er ein Balltalent hat, konnte man schon beim Fußball erahnen, aber dass dann alles so schnell geht, war ja nicht abzusehen. Bei seinem ersten Basketballspiel für den VfL Lichtenrade wurden wir sofort von den zufällig anwesenden Trainer des Berliner Basketball Verbandes angesprochen, ob er nicht beim Berlin-Kader mittrainieren wolle. Auch der Kontakt zu ALBA riss nie ab und eh wir uns so richtig versehen haben, hat er einige Sichtungsmaßnahmen erfolgreich überstanden, ist zu ALBA gewechselt, hat dort die JBBL-Meisterschaft gewonnen und plötzlich für die U15-Nationalmannschaft die Hymne mitgesungen. Wobei man dazu sagen muss, dass er das alles nicht alleine nur aufgrund seiner Größe erreicht hat. Da steckt auch ganz viel Arbeit von ihm, die Unterstützung der Trainer und ein Stück weit Entbehrung mit drin. Er lebt diesen Sport.

Beim Training in der Saison 2016/2017

Hendrik, wie deine Eltern ja schon gesagt haben, letzten Sommer warst du ja auch mit der U-15 Nationalmannschaft unterwegs. Vom Fußballtorwart zum Basketball-Nationalspieler, wunderst du dich manchmal selbst noch, wie schnell das ablief?

 

Hendrik Warner: Ja natürlich. Ich hätte niemals gedacht, dass es so schnell geht. Es ging alles so unfassbar schnell, schon nach und nach, aber in einer so unfassbaren Geschwindigkeit. Als ich angefangen habe, hätte ich niemals gedacht, dass ich in drei Jahren Jugend-Nationalmannschaft spiele. Es war nur ein einfaches Hobby und jetzt bestimmt es komplett meinen Alltag.

 

Wie geht es dir aktuell? Du hast ja eine Verletzung am Sprunggelenk, wann bist du zurück auf dem Basketballfeld?

 

Hendrik Warner: Aktuell habe ich eine Verletzung im rechten Sprunggelenk. Es tut weh, so lange auszusetzen und nicht richtig zu trainieren, wenn du es vorher jeden Tag gemacht hast. Ich tue alles, um möglichst schnell wieder auf dem Parkett zu stehen. Aber es ist wichtig, dass alles nach der Operation wieder richtig verheilt, daher übe ich mich aktuell in Geduld. Wann ich wieder auf dem Parkett stehe, ist schwer zu sagen. Das Ziel ist, dass ich zur nächsten Saison wieder voll einsatzbereit bin.

 

Bianca und Heiko, was denkt ihr über die Aktion „Größe zeigen!“ im Allgemeinen? Könnt ihr das Projekt empfehlen, auch wenn man vielleicht kein Gewinner-Kind hat?

 

Bianca & Heiko Warner: Die Aktion „Größe zeigen!“ war für Hendrik der erste ernstzunehmende Kontakt mit dem Basketball. Leider fand zuvor in seiner Grundschule nicht allzu viel in dieser Richtung statt. Wir glauben, dass diese Aktion ein guter Weg ist, Grundschüler mit dem Basketballvirus zu infizieren. Und egal wie sie bei der Aktion selbst auch immer abschneiden, wer einmal mit diesem tollen Sport näher in Kontakt gekommen ist, mag ihn für immer oder lässt es einfach bleiben ;-) 

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