„Ich liebe Gegner, die Zonenverteidigung spielen“

Zu den klassischen Geburtstagswünschen zählt der für Gesundheit. Bei Spencer Butterfield, der am Mittwoch Geburtstag hat, passt das wie die Faust aufs Auge, denn der US-Amerikaner verletzte sich während der Preseason gleich zweimal am selben Sprunggelenk. Jetzt ist er – pünktlich zu seinem 25. Geburtstag beim EuroCup-Start gegen Partizan Belgrad – aber wieder zurück und wir wünschen ihm fürs neue Lebensjahr natürlich vor allem Gesundheit!

Spencer, hast du schon einmal an einem Geburtstag Basketball spielen müssen?

 

SB: Wieso ‚müssen’? ‚Dürfen’ trifft es besser, denn ich freue mich auf jedes Spiel und jetzt nach meiner langen Verletzungspause sogar ganz besonders. Das ist aber nicht mein erstes Geburtstagsspiel.

 

Hast du dein erstes Geburtstagsspiel denn gewonnen?

 

SB: Das weiß ich gar nicht mehr so genau. Aber da ich mich an keinen schlechten Geburtstag erinnern kann, gehe ich mal davon aus, dass ich das mit meinem damaligen Club gewonnen habe. Das will ich auch am Mittwoch mit ALBA tun. Ein richtiges Comeback am Geburtstag wäre doch eine tolle Sache. Das wünsche ich mir.

 

Du hast ja schon gegen Tübingen und am Sonntag in Weißenfels wieder die ersten Würfe nehmen können. Wie hat sich das angefühlt?

 

SB: Großartig! Ich habe natürlich gemerkt, dass ich nach der langen Pause noch etwas eingerostet bin, aber ich arbeite im Training hart daran, wieder der Spencer zu werden, der ALBA zu Siegen verhilft.

 

Deine beiden Dreier am Sonntag in Weißenfels hatten auch schon einen nicht unbedeutenden Anteil am Sieg ...

 

SB: Das war vielleicht psychologisch gar nicht so schlecht, dass es Situationen waren, wo ich wusste: Wenn du den jetzt nicht triffst, wird es eng mit dem Sieg!

 

Der MBC hat oft eine Zonenverteidigung gespielt. Viele Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte wählen diese Taktik gegen ALBA?

 

SB: Das sollen sie ruhig tun, denn das ist für einen Dreierschützen wie mich doch das Beste, was passieren kann. Ich liebe Gegner, die Zonenverteidigung spielen! Da habe ich so richtig Platz für meine Würfe.

 

Hat euch der starke Auftritt des MBC überrascht?

 

SB: Nein, wir gehören nun einmal zu den Favoriten in der Liga und wenn wir in der Halle des Aufsteigers auflaufen, ist klar, dass das für sie ein Saisonhöhepunkt ist, auf den sie sich die ganz Woche über vorbereitet haben. Das war uns schon vorher klar. Alle träumen davon, ALBA zu schlagen. Deshalb gibt es für uns keine leichten Spiele.

Bist du eigentlich schon als Dreierspezialist geboren?

 

SB: Nein, überhaupt nicht! An der High School war ich noch ein großer Forward, der bevorzugt zum Korb gezogen ist. Aber als ich dann am College auf einmal relativ früh aufhörte zu wachsen, habe ich gemerkt, dass das mit dem Ziehen gegen die immer größer werdenden Gegenspieler schwieriger wurde. Erst da habe ich angefangen, konsequent an meinem Wurf von außen zu arbeiten.

 

Du hast als Junge auch American Football gespielt?

 

SB: Ja, da stimmt. Die Toughness, die ich da mitbekommen habe, hilft mir heute beim Basketballspeilens sehr.

 

Warum macht Basketball mehr Spaß als Football?

 

SB: Basketball war einfach meine erste Liebe. Ich hatte schon mit zwei oder drei Jahren einen Basketball in der Hand. Football hat mir auch Spaß gemacht, aber ich wäre nie auf die Idee gekommen, dafür Basketball aufzugeben.

 

Nicht nur du, sondern das ganze Team hat durch die schwierige Vorbereitung viel Zeit verloren. In welchen Aspekten hinkt ihr besonders hinterher?

 

SB: Wir haben noch nicht genug Rhythmus in unserem Spiel. Dafür müssen die Spieler sich noch mehr aneinander gewöhnen. Aber mit der Zeit wird das schon noch kommen. Spätestens am Ende der Saison, wenn es darauf ankommt, werden wir eingespielt sein.

 

Euer erster Gegner, Partizan Belgrad, ist das jüngste Team im EuroCup. Welche Rolle spielt die Erfahrung im Basketball?

 

SB: Ich glaube, gerade im Europapokal spielt Erfahrung eine Rolle und wenn wir davon mehr haben als der Gegner, dann müssen wir das auch nutzen.

 

War die Aussicht, im EuroCup zu spielen, für dich ein Argument, nach Berlin zu kommen?

 

SB: Auf jeden Fall! Nachdem ich mit Nanterre im letzten Jahr den FIBA Europe Cup gewonnen habe, wollte ich in diesem Jahr auf jeden Fall in einem höheren Wettbewerb spielen. Ich freue mich sehr auf diese Spiele, in denen schon in der Regular Season die Intensität sehr hoch ist, weil jedes einzelne Resultat so bedeutend ist.

 

Empfindest du die bei internationalen Spielen anfallenden Reisen als Belastung oder macht dir das Spaß?

 

SB: Auch das reizt mich am Europapokal. So lerne ich als Amerikaner auch Ecken von Europa kennen, wo man als Tourist nie hinkommen würde. Nächste Woche geht es nach Krasnodar ans Schwarze Meer. Das ist eine Erfahrung, die ich sehr gerne mitnehme.

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