Im Schlussviertel geht gegen Real die Puste aus

(27.12.) Mit 63:77 hat ALBA BERLIN sein erstes Spiel im Euroleague TOP16 in der o2 World gegen Real Madrid verloren. Drei Viertel lang hatten die Albatrosse dem Gruppenfavoriten vor 12.000 Zuschauern bravourös die Stirn geboten.

Statistik

 

Dass ein Team vom Format von Real Madrid in die o2 World kommt, passiert nicht alle Tage. Der erfolgreichste Club aller Zeiten in Europa (sowie spanischer Rekordmeister) reiste mit einer von Superstars wie Rudy Fernandez und Sergio Llull gespickten Mannschaft nach Berlin und war unumstrittener Favorit in dieser Partie. Dass Sasa Obradovic auf Nihad Djedovic (Achillessehnen-Entzündung) verzichten musste, machte die Ausgangslage nicht einfacher. Trotzdem sahen 11.988 Zuschauer über 30 Minuten lang ein spektakuläres und ganz eng umkämpftes Spiel. In der 31. Minute stand es noch 57:60. Über die ganze Partie waren die spanischen Gäste immer wieder mit blitzschnellen Runs davongezogen, die ALBA stets mit viel Einsatz wieder aufholte. Im Schlussviertel steigerte sich Real aber nochmals in der Defense. Bei den Berlinern gingen langsam die Kräfte aus und die Ballverluste häuften sich. Das nutzten die Gäste eiskalt aus und sorgten mit einigen Fastbreaks in kurzer Zeit für die Entscheidung.

 

ALBA-Topscorer war Albert Miralles, der gegen seine Landsmänner 14 Punkte und 4 Rebounds erzielte. Neben ihm punktete nur Je’kel Foster in seinem bisher besten ALBA-Spiel zweistellig (10). Dashaun Wood kam auf 9 Zähler, Derrick Byars auf 8 und Yassin Idbihi auf 6. Nach 13 Euroleague-Spielen in Folge mit zweistelliger Punktausbeute waren es bei Deon Thompson, der Magenprobleme hatte und mit Foultrouble wenig Einsatzzeit sah, an diesem Abend nur vier Zähler. Topscorer von Real Madrid war ihr Superstar Rudy Fernandez (13 Punkte, 7 Rebounds, 4 Assists, 3 Steals), gemeinsam mit Jaycee Carroll und Nikola Mrotic (beide 13).

 

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Stimmen zum Spiel

Pablo Laso (Cheftrainer Madrid):

"Ich glaube, wir haben heute ein anderes Real Madrid gesehen, als alle erwartet haben. Alle reden über unsere Offense, aber heute haben wir einen guten Job darin gemacht, ALBA in seinen wichtigen Punkten im Spiel einzuschränken. Wir haben Schaffartzik und Wood gestoppt, aber trotzdem haben sie über Albert, den ich als Coach sehr gut kenne, ihren Weg unter dem Korb gefunden. ALBA hat sich immer wieder zurückgekämpft und das Endergebnis spiegelt nicht wieder, wie hart wir hier für den Sieg arbeiten mussten. Mit dem Wissen, dass das erste Spiel in einer Gruppenphase immer schwierig ist, und wie schwer es ist, in Berlin zu gewinnen, war das ein sehr wichtiger Sieg für uns."

 

Sasa Obradovic (Cheftrainer ALBA):

"Ohne Zweifel hat heute das bessere Team gewonnen. Um Real zu schlagen, das zu den TOP4-Kandidaten um den Euroleague-Titel dieses Jahr zählt, hätten wir ein perfektes Spiel abliefern müssen, was wir in einigen kleinen Details nicht getan haben. Und wenn man gegen große Gegner spielt, werden aus diesen kleinen Details große Probleme. Nur ein paar Ballverluste zu viel haben verhindert, dass wir in die Situation kamen, das Spiel am Ende noch richtig interessant zu machen. Aber ich bin nicht unzufrieden darüber, wie wir unter schwierigen Umständen gespielt haben. Deon Thompson war noch von einem Virus angeschlagen und fühlte sich das ganze Spiel über nicht gut und Nihad Djedovic konnte gar nicht spielen. Wir haben auch gesehen, dass wir mit unserem Neuzugang Je'Kel Foster in den kommenden Spielen ein Vorteil haben können. Wir müssen geduldig bleiben in dieser Gruppe."

 

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Spielverlauf: Die Madrilenen legten los wie die Feuerwehr und zogen über ihre Innenspieler, die vor allem aus der Distanz extrem treffsicher glänzten, gleich auf 12:2 weg. Sasa Obradovic rüttelte sein Team in einer frühen Auszeit wach und die Albatrosse begannen nun viel aggressiver zu spielen. Auch wenn die Spanier fast jeden Wurf trafen, drehte nun auch ALBA offensiv auf und kam über Byars und Foster auf 13:18 heran. Die Zuschauer in der o2 World staunten, was die Gäste für Würfe nahmen und trafen, aber sie peitschten ihr Team auch nach vorne, dass dank Freiwürfen von Miralles zur Viertelpause auf 20:26 dran blieb.

 

Die Trefferquoten beider Teams aus den ersten zehn Minuten sanken im zweiten Abschnitt schnell. Auf beiden Seiten wurde nun deutlich intensiver verteidigt und den Albatrossen tat das gut. Mit viel Einsatz arbeiteten sie sich ganz langsam an Real heran. Erst verkürzte Thompson auf zwei Zähler, dann Byars auf einen und schließlich schoss Heiko Schaffartzik ALBA zwei Minuten vor der Halbzeit per Dreier erstmalig in Führung (34:33). Sasa Obradovic hatte aufgrund der auf beiden Seiten sehr kleinlichen Linie der Schiedsrichter langsam Personalprobleme: Deon Thompson hatte mit drei Fouls kaum Einsatzzeit gesehen bisher und vier weitere ALBA-Spieler hatten schon zwei Fouls kassiert. Nach Schaffartziks Dreier antwortet Madrids Carroll noch postwendend mit fünf schnellen Punkten, die auch die letzten das Viertels waren und Real zur Halbzeitpause wieder 38:34 in Front brachten.

 

Nach dem Seitenwechsel ging es ganz schnell. Die Gäste schenkten ALBA in weniger als drei Minuten zwölf Punkte ein, während für die Berliner nur Byars einmal an der Dreierlinie erfolgreich war, und schon stand es 50:37. Aber die Albatrosse resignierten nicht und fighten sich abermals zurück. Miralles und Foster brachten den Rückstand unter den Brettern wieder in den einstelligen Bereich. Reals Fernandez und LLull trafen zwar unglaubliche Dreier und jede kleine Aufmerksamkeit der Berliner wurde postwenden bestraft. Dennoch hatten die Hauptstädter nach einem Dreipunktespiel von Sven Schultze zur letzten Viertelpause auf 54:60 aufgeholt.

 

Zum Auftakt des Schlussviertels verkürzte Wood per Dreier sogar auf 57:60, aber danach liefen viele Dinge gegen das Team von Sasa Obradovic. Auch wenn in der Verteidigung weiter Schwerstarbeit verrichtet wurde, klappte vorne immer weniger. Den Hauptstädtern schien langsam die Kräft zu schwinden. Real verteidigte nun auf sehr hohem Niveau und zwang ALBA zu schwierigen Würfen und vielen Ballverlusten. Alos Rodriguez mit zwei daraus resultierenden Fastbreaks in Serie in der 37. Minute das 70:59 erzielte, war die Entscheidung gefallen.

 

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