Interview mit Derrick Byars: "Fühle mich sehr wohl im Team!"

Am 11. November kam Derrick Byars bei ALBAs 93:59 in Paderborn zum ersten Mal im ALBA-Trikot zum Einsatz. Sechseinhalb Wochen später, am letzten Wochenende gegen Göttingen, stand er schon zum ersten Mal in der Crunch-time für ALBA auf dem Parkett, konnte aber auch nicht die 82:86-Niederlage verhindern. Entsprechend war der US-Forward hinterher auch beim Interview etwas zerknirscht.

Derrick, die erste Heimniederlage in der o2 World ...

 

DB: Ja, das war eine bittere Erfahrung. Göttingen ist hier sehr stark aufgetreten und war das bessere Team. Aber die Saison ist noch lang. Wir müssen das jetzt wegstecken und uns auf das nächste Spiel vorbereiten. Das ist die beste Medizin, um eine solche Niederlage zu verarbeiten.

 

Hat die Göttinger Überlegenheit bei den Rebounds den Ausschlag gegeben?

 

DB: Auf jeden Fall. So weh das tut, muss man auch zugestehen, dass die Göttinger den Sieg offensichtlich mehr wollten als wir. Sicher war das einer jener Tage, an denen Du eben die Würfe nicht triffst, die dem Gegner gelingen. Aber letztlich hat das Mehr an Energie, das die Göttinger aufs Parkett gebracht haben, am Ende den Unterschied ausgemacht. Das macht die Niederlage doppelt bitter.

 

Hat Dich die Göttinger Spielweise an Deine College-Zeit erinnert?

 

DB: Ja, zumal ich dort schon gegen Taylor Rochestie, den Göttinger Point Guard gespielt habe. Aber damals war mein College, Vanderbilt, das Team, das mit einer kleinen, aber schnellen Aufstellung eine sehr aggressive Pressverteidigung gespielt hat und sehr gut Dreier geworfen hat. Die Göttinger spielen so wie früher mein Collegeteam gespielt hat. Das war heute eine etwas merkwürdige Erfahrung.

 

 

War das später eine große Umstellung für Dich vom College auf die D-League oder die Preseason-Spiele in der NBA?

 

DB: Nein, ich brauchte meine Spielweise dafür nicht sonderlich umzustellen. Ich habe nur Dinge dazugelernt, habe mein Spektrum erweitert. Ändern musste ich da nicht soviel. Jetzt in Europa muss ich mich viel stärker umstellen, denn das europäische Spiel unterscheidet sich schon ziemlich vom amerikanischen. Es geht hier physischer zu und Du musst Dich auf die ständigen Tempowechsel einstellen.

 

In der NBA und der D-League ist die Dreierlinie etwas weiter draußen. Macht das für Dich als Dreierschützen einen großen Unterschied aus?

 

DB: Wenn Du wie ich den NBA-Dreier werfen kannst, ist das hier natürlich etwas einfacher. Mir verschafft das eine größere Reichweite bei meinem Sprungwurf.

 

 

Ab dem kommenden Sommer werden wir auch hier in Europa die NBA-Dreierlinie haben. Was meinst Du, wird das das Spiel hier sehr verändern und wie?

 

DB: Das glaube ich schon, weil das Spiel sich dadurch mehr auseinanderzieht. Als einzelner Spieler hast Du dadurch automatisch mehr Platz. Die jetzige Dreierlinie in Europa macht die Räume manchmal schon ziemlich eng. Wenn die Dreierschützen weiter nach draußen gehen, öffnen sich dadurch mehr Lücken, durch die man zum Beispiel besser zum Korb ziehen kann. Ich denke, eswird für die Zuschauer hier in Europa in der nächsten Saison sehr interessant, das zu beobachten.

 

Zurück zur Gegenwart. Den Meistertitel 2010 muss ALBA noch mit der alten Dreierlinie in den engen Räumen gewinnen ...

 

 

DB: Man hat mir ja schon vorher gesagt, wie hoch der Erfolgsdruck hier in Berlin ist und mittlerweile spüre ich das auch selber. So etwas wie heute abend darf uns im weiteren Saisonverlauf nicht mehr oft passieren, wenn wir die hohen Erwartungen erfüllen wollen. Wir sind jetzt ein wenig aus dem Tritt gekommen – warum, weiß ich jetzt auch nicht so recht. Ich weiß nur, dass wir so schnell wie möglich wieder zu der Form finden müssen, in der wir zuletzt von einem Sieg zum nächsten geeilt sind.

 

Fühlst Du Dich nach knapp zwei Monaten in Berlin denn schon ein wenig zu Hause?

 

DB: Auf jeden Fall. Die Stadt und die Leute hier gefallen mir sehr gut. Vor allem, dass man hier praktisch überall mit Englisch gut durchkommt, macht es mir sehr viel einfacher, mich einzuleben. Noch wichtiger ist es natürlich, wie positiv man mich hier bei ALBA aufgenommen hat. Ich mag meine neuen Mitspieler und fühle mich sehr wohl im ALBA-Team.

 

Seit der Ankunft von Jurica Golemac bist Du ja nicht mehr der Rookie im Team. Kannst Du ihm irgendwelche Ratschläge geben?

 

DB: Jurica ist doch so viel älter als ich und in Europa ein gestandener Spieler. Ich denke, da kann er eher mir noch mehr Ratschläge geben. Mir fehlt da vor allem bezüglich der Feinheiten der europäischen Spielweise noch einiges an Erfahrung.

 

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