Julius Jenkins im Interview: "Wir spielen Teambasketball!"

Mit mittlerweile 2762 Punkten im ALBA-Trikot hat Julius Jenkins in der ewigen Korbjägerliste der Albatrosse jetzt auch Teoman Öztürk hinter sich gelassen. Vor unserem aktuellen Topscorer rangieren jetzt nur noch fünf Ex-Albatrosse: Wendell Alexis (5922), Henrik Rödl (5226), Marko Pesic (3623), Jovo Stanojevic (3305) und Teoman Alibegovic (3253). Zumindest letzteren kann Julius, wenn er so weitermacht, noch in dieser Saison einholen.

Julius, der Spielplan erlaubt keinen Heimatbesuch zu Weihnachten. Wie sehr vermisst Du das?

 

JJ: Das vermisse ich schon sehr, denn das ist ja schon das dritte Weihnachtsfest in Folge, an dem das für mich nicht klappt. Aber wenn der Terminplan das nicht hergibt, muss man sehen wie man das anders arrangieren kann. Ich habe meine Familie in diesem Jahr nach Berlin geholt. Wir können auch in Berlin zusammen Weihnachten feiern.

Das letzte Weihnachtsfest in Berlin war ja ohnehin für Deine Familie ein ganz besonderes, richtig?

 

JJ: Ja, am Heiligabend vor einem Jahr wurde hier in Berlin unsere Tochter Kamari Lee geboren. Das war natürlich eine riesige Sache und für mich auf jeden Fall das bisher schönste Weihnachtsfest, das ich je erleben durfte.

Geburtstag am Heiligabend? Da hat Kamari Lee ja Pech, da fallen doch unter dem Strich sicher weniger Geschenke ab ...

 

JJ: Haha, das denken viele. Aber glaube mir: Sie wird mehr Geschenke als jeder andere in der Familie erhalten.

 

 

Die ALBA-Fans wollen in diesem Jahr zu Weihnachten auch von Euch beschenkt werden – wie sieht es aus mit ALBA-Siegen zu Weihnachten?

 

JJ: Ich will jetzt nicht zu viel versprechen, denn da reden ja auch noch andere ein Wörtchen mit. Was ich sagen kann ist, dass wir auch jetzt zu Weihnachten regelmäßig hart trainieren, um unseren Fans mit gutem Spiel das Weihnachtsfest zu verschönern.

Am vergangenen Sonntag gegen Braunschweig haben wir uns aber etwas über das zweite Viertel gewundert. Was war da los?

 

JJ: Mancher hat sich da vielleicht von unserem furiosen Auftakt blenden lassen, wo uns erst einmal alles gelungen ist. Das hat ein wenig verdeckt, dass Braunschweig in dieser Saison wirklich ein starkes Team hat, was sie dann ja auch noch im weiteren Spielverlauf unter Beweis gestellt haben. Als wir in der Verteidigung etwas nachgelassen haben, waren die sofort da, um das auszunutzen und lagen zur Halbzeit sogar mit neun Punkten vorne.

 

Hat das zu lauten Worten in der Kabine geführt?

 

JJ: Luka hat eigentlich in der Halbzeit das gesagt, was er dort immer sagt. Er hat uns daran erinnert, dass wir uns nicht diese Einbrüche erlauben dürfen und dass wir uns zusammenreißen sollen, um dieses Spiel wieder unter unsere Kontrolle bekommen. Das haben wir uns dann ja auch zu Herzen genommen und haben am Ende doch noch gezeigt, wer das stärkere Team ist. In einer Halbzeit noch von minus neun auf plus acht zu kommen, schafft auch nicht jeder in der Liga.

Wird es gegen Göttingen wieder so spannend? Wie schätzt Du den nächsten Gegner ein?

 

JJ: Die rennen und springen ziemlich wild, spielen sehr schnell und schließen ihre Angriffe auch sehr schnell ab. Ich glaube, der Trick der Göttinger besteht darin, den Gegner mit ihrer Verteidigung dazu zu verleiten, die eigene Linie zu verlassen und dieses schnelle Spiel mitzugehen. Wenn Du das machst, spielst Du denen in die Karten. Aber ich denke, dass wir vor diesem Fehler gefeit sind und am Samstag unser Spiel durchziehen. Dass wir wachsam sein müssen und einen solchen Durchhänger wie im zweiten Viertel gegen Braunschweig vermeiden sollten, versteht sich von selbst – nicht nur gegen Göttingen.

 

 

Zu Saisonbeginn warst Du ALBAs einziger konstanter Außenschütze. Hast Du diese spezielle Verantwortung als Last empfunden?

 

JJ: Nein, nie. Über so etwas denke ich nicht nach und ich glaube, dass darf man als Schütze auch nicht. Ich gehe raus und versuche, mein Spiel zu spielen – ganz unabhängig davon, ob das ein Endspiel oder ein Punktspiel ist. Wenn Du anfängst, darüber nachzudenken, wie wichtig dieses Spiel oder jener Dreier ist, führt das nur zu unnötiger Verkrampfung.

Hast Du den Eindruck, dass manche Gegner sich sagen: Wenn wir Jenkins ausschalten, haben wir gegen ALBA leichtes Spiel?

 

JJ: Es gibt sicher Gegner, die mit diesem Plan gegen uns antreten. Nur funktioniert hat das noch nie, weil wir ja letztlich noch viele andere Optionen haben, um zu punkten. Denke zum Beispiel nur mal an unsere Center, die auch immer für viele Punkte gut sind, oder an die anderen Außenspieler. Klar habe ich meinen Anteil am Erfolg von ALBA, aber ich trage das Team keineswegs alleine. Wir spielen Teambasketball und sind gerade deshalb so erfolgreich.

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Zum Spielerprofil von Julius Jenkins >>[/link]

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