Kiezturnier: „Eine echte Teamleistung!“

Bereits zum fünften Mal fand am Mittwoch im Rahmen der ALBA Grundschulliga das jährliche Kiezturnier Wedding/Gesundbrunnen statt. Unter der Federführung von ALBA BERLIN und ALBA-Partnerverein Weddinger Wiesel e.V. wurde das erste von drei Kiezturnieren, die im Verlauf der Vorrunde noch ausgetragen werden, in der Sporthalle der Albert-Gutzmann-Grundschule im Wedding veranstaltet. Unterstützt wird die Arbeit des sportbetonten Kooperationsverbunds ALBA Wedding/Gesundbrunnen von der degewo AG.

Foto: Florian Ullbrich

Mit der Albert-Gutzmann-Grundschule nahm zum ersten Mal der neueste Partner des Kooperationsverbundes Wedding/Gesundbrunnen am Kiezturnier teil, nachdem die Schule im Jahr zuvor bereits Ausrichter des Turniers war. „Wir wollen im Brennpunktkiez Möglichkeiten sportlicher Betätigung schaffen. Die ALBA Grundschulliga gibt Schülern die Chance Erfolge zu feiern, die ihnen im Alltag oder in der Schule verwehrt bleiben. Teamfähigkeit und soziale Kompetenz lassen sich viel besser außerhalb des Unterrichts in einem Mannschaftsgefüge schulen“, formuliert Schulleiterin Gerlinde Kanacher die Idee des Projekts. Zusammen mit dem neugewählten Bezirksstadtrat Mitte, Abteilung Schule, Sport und Facility Management, Carsten Spallek, und Susanne Bürger vom Kiezpartnerverein Weddinger Wiesel eröffnete sie das Turnier. „Es geht darum, Kinder ganzheitlich und langfristig zu fördern, von der Kita bis zur Oberschule, und ihnen Erfolgserlebnisse zu bescheren. Wer dabei ist, soll auch dabei bleiben. Daher ist eine nahtlose Verbindung zwischen Kita, Grundschule, Oberschule und Verein wichtig, um die Kinder aufgehoben zu wissen“, unterstreicht auch ALBA-Kiezkoordinator Philipp Hickethier den Stellenwert der Kooperation.

Dafür engagiert sich auch Susanne Bürger, Vereinsvorsitzende der Weddinger Wiesel e.V.: „Das Kiezturnier ist eine tolle Tradition geworden, bei dem sich die Basketballschulen aus dem Wedding und Gesundbrunnen treffen. Die Weddinger Wiesel engagieren sich seit zehn Jahren gemeinsam mit ALBA für mehr Basketball an den Schulen. Hier bei diesem Turnier kann man sehen, wie verwurzelt der Sport heute an den teilnehmenden Schulen ist. Eine echte Teamleistung!“.

Die Albert-Gutzmann-Grundschule und ihre Schüler können bereits seit zwei Jahren auf die ALBA-Trainer Tom Grawe, Dino Tursic und Tomás de Paiz bauen. „Die Kinder wachsen einem ans Herz!“, beschreibt Tom die inzwischen starke Bindung von Trainern und Schülern. Tom betreut drei „Arbeitsgemeinschaften Basketball“ an der Schule und kann auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit zurückblicken. So nahmen einige seiner Schüler an den Kiezcamps teil und zwei Spieler konnte er bereits über die AG hinaus an die Weddinger Wiesel vermitteln. Bisher spielen hauptsächlich Jungen in den Basketball-AGs der Schule. „Unser Ziel ist es, langfristig auch Basketball-AGs für Mädchen anzubieten, um dann mit möglichst vielen Schülerinnen und Schülern in vielen Wettkampfklassen an der Grundschulliga teilnehmen zu können.“

Carsten Spallek im Gespräch mit Henning Harnisch.

Unterstützt wird der Kooperationsverbund auch vom Bezirksstadtrat Mitte, Abteilung Schule, Sport und Facility Management, Carsten Spallek: „Vereinssport erreicht Kinder oftmals nicht. Daher ist es ein gelungener Ansatz, Kinder dort abzuholen, wo sie sind – nämlich in der Schule. Hier lernen sie, dass Sport mehr ist als nur Fitness. Sport ist Gemeinschaft und die Fähigkeit mit Erfolgen und Niederlagen umzugehen. ALBA ist dabei eine große Unterstützung. Ich würde mich freuen, wenn dieses Angebot für viele Jahre Bestand haben würde.“

„Das Brunnenviertel ist für mich das perfekte Beispiel für ein gelungenes Berlin: Bunt, kreativ und grün“, schwärmt Steven Stadler von der degewo AG. Mit dem Berliner Wohnungsunternehmen hat die ALBA Jugend einen Partner gefunden, der den Kooperationsverbund ALBA Wedding/Gesundbrunnen und die Strukturarbeit zur Aufwertung des Kiezes durch Sportangebote für Kinder und Jugendliche unterstützt. Auch in Neukölln, Marienfelde und Marzahn unterstützt die degewo die Sportjugendarbeit in den Kiezen.

Die Schülerinnen und Schüler der acht Schulen, die in den Wettkampfklassen IV (Jahrgänge 2004-2007) und V (Jahrgang 2006 und jünger) antraten, verkörperten die Idee des Gemeinschaftssinnes und des herzlichen Miteinanders wie es wohl kaum erstrebenswerter sein könnte. Trotz intensiver Spiele – mit teils noch in der Verlängerung heiß umkämpften Entscheidungen – herrschte ein erstaunlich ausgelassener und umsichtiger Umgang zwischen den Wetteifernden. Nach Maßstäben der Fairness standen beim ersten Kiezturnier in dieser Saison nur Sieger auf dem Spielfeld.  

Dort konnte man am Mittwoch auch Oberschüler bei ihren ersten offiziellen Praxiseinsätzen als Schiedsrichter beobachten. Die Oberstufenschüler der Hemingway-Schule halfen nicht nur beim Catering, sondern stellten auch Kampfgericht und Schiedsrichter. Im Rahmen des Projekts „Kiezhelden“ wurden sie vorher in Workshops zu Schul-Schiedsrichtern ausgebildet und dürfen fortan in der Grundschulliga Praxiserfahrung sammeln.

Schließlich wurde aber auch um Körbe und Siege gespielt: Hier konnte sich in der Wettkampfklasse IV nach einem Dreiervergleich die Rudolf-Wissell-Grundschule vor der Leo-Lionni-Grundschule und der Vineta-Grundschule behaupten. In der Wettkampfklasse V verwies die Carl-Kraemer-Grundschule die Ausrichter von der Albert-Gutzmann-Grundschule und die Mannschaft der Schule am Falkplatz auf die Plätze zwei und drei.

Teilgenommen haben:  Albert-Gutzmann-Grundschule, Gesundbrunnen Grundschule, Leo-Lionni-Grundschule, Rudolf-Wissell-Grundschule, Vineta-Grundschule, Heinrich-Seidel-Grundschule, Grundschule am Falkplatz

Förderer

Gefördert wird die Initiative durch die Europäische Union, die Bundesrepublik Deutschland, das Land Berlin im Rahmen der Zukunftsinitiative Stadtteil, Programm Soziale Stadt.

comments powered by Disqus

DAUERKARTE SICHERN

Hier für den ALBA BERLIN
Newsletter anmelden!