Lucca Staiger: "Die Dreier rein zu machen, ist das Einfachste!"

Wie es sich zu Weihnachten gehört, hatten die Eisbären Bremerhaven in der o2 World ein richtiges Weihnachtsgeschenk dabei: Sie setzten auf eine Zonenverteidigung, die den Gegner häufig zu Dreipunkt-Würfen einlädt. Vor allem Lucca Staiger ließ sich da nicht zweimal bitten ...

Er nutzte die von den Norddeutschen gewählte Verteidigungsvariante zu gleich acht Versuchen von jenseits der 6,75 m. Dass fünf davon ihr Ziel fanden, war ein wichtiger Baustein für ALBAs 85:59-Sieg und für uns Grund genug den "Dreierkönig" zum Interview zu bitten.

 

Lucca, war das Dein erstes Weihnachtsspiel?

 

LS: Ich kenne das schon vom College. Da stehen zu Weihnachten auch immer Spiele auf dem Programm. Weihnachten Basketball zu spielen kenne ich und es macht mir nichts aus. Dieses Jahr war es besonders schön, weil ich gerade meine Familie hier in Berlin zu Besuch habe. Wir konnten so trotzdem am Heiligabend schön zusammen sitzen und feiern.

War das vielleicht sogar am Sonntag eine zusätzliche Motivation?

 

LS: Ja, ich denke schon. Dass die auch in der Halle waren, hat mich schon zusätzlich angespornt. Wenn die Eltern und der kleine Bruder zugucken, ist das schon noch etwas Besonderes.

 

 

Da warst Du sicher besonders froh, dass die Dreier so gut reingefallen sind?

 

LS: Na klar, aber das geht nicht nur auf mein Konto, sondern auf das der gesamten Mannschaft. In den letzten Bundesligaspielen haben wir den Ball nicht so gut laufen lassen. Ich denke, das haben wir gegen Bremerhaven wieder viel besser und richtig gut gemacht. Die Dreier reinzumachen, wenn man frei steht, ist das Einfachste. Die vom gesamten Team geleistete Vorarbeit, der gute Pass und der gut gesetzte Block gehören auch dazu. Das haben meine Mitspieler gegen Bremerhaven richtig gut gemacht.

Die Maßnahme, ohne fünf Leistungsträger nach Samara zu fahren, hat Dir dort so viel Spielzeit wie noch nie bei ALBA beschert. Hat Dir das gut getan?

 

LS: Ich denke, gerade nach der hohen Niederlage in Bamberg war das gut, dass wir gleich in Samara so gut zurückgekommen sind. Das war ein Höllentrip, wir waren über 40 Stunden unterwegs und dann das Spiel mit kleiner Besetzung zu gewinnen, hat dem gesamten Team schon wieder auf die Beine geholfen. Gerade den Spielern, die sonst nicht soviel spielen, hat das gut getan. Wenn man dann ins nächste, wieder mit voller Besetzung gespielte Spiel so gut reinkommt wie jetzt gegen Bremerhaven, macht das dann natürlich doppelt Spaß.

 

 

Unterscheidet sich die Spielweise in der Bundesliga von der im Eurocup?

 

LS: Im Europapokal auf hohem Niveau ist das Spiel strukturierter. Da werden mehr Plays gelaufen als in der Bundesliga, wo mehr 1-1 gespielt wird. Gerade mit schnellen Point Guards ist das Spiel in der Bundesliga dadurch schneller.

 

Gerade die haben Euch zuletzt Probleme bereitet ...

 

LS: Ja, aber ich denke, gegen Bremerhaben haben wir in dieser Hinsicht einen guten Job gemacht. Da hat man gesehen, dass wir an unseren Schwächen arbeiten. Das machen wir zur Zeit ziemlich gut, so dass ich denke, dass wir auf einem guten Weg sind, aus unserem in der hohen Niederlage in Bamberg gipfelndem Leistungsloch wieder herauszukommen

 

Woran arbeitest Du derzeit individuell im Training?

 

LS: Ich muss in der Verteidigung stabiler werden. Mit dem neuen Assistenztrainer Boban Mitev ziehe ich da momentan schon die eine oder andere individuelle Trainingseinheit durch, was mit dem richtig Spaß macht. Generell lernt man Verteidigung natürlich am besten im Mannschaftstraining, aber individuell kann ich mit Athletik- und Krafttraining auch einiges machen, um schnellere Beine zu kriegen.

 

 

Ist es für einen Neuling wie Dich hilfreich, Leute wie Patrick oder Sven im Team zu haben, die einem den einen oder anderen Rat geben?

 

LS: Ja, gerade hier in Berlin, wo der von außen an die Mannschaft und jeden Spieler herangetragene Druck so groß ist. Natürlich gab und gibt es bei mir Momente, wo es gerade mal nicht so läuft. Da musst Du als angehender Profisportler einfach durch. Dann sind Patrick, Sven und andere, die sich hier wirklich um mich kümmern, schon eine große Hilfe und ich bin ihnen sehr dankbar dafür.

Was erwartest Du vom Spiel gegen Göttingen am Mittwoch?

 

LS: Göttingen ist vielleicht noch stärker als Bremerhaven. Aber wenn wir uns wieder so vorbereiten wie wir das vor dem letzten Spiel gemacht haben und genauso konzentriert herauskommen und vor den eigenen Fans alles geben, dann wird auch das Spiel gut für uns enden.

 

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