Dulibic: "Man spürt, Teil von etwas größerem zu sein"

Unser NBBL-Team wird seit diesem Sommer von Josef Dulibic trainiert, der von der kroatischen Talentschmiede Cibona Zagreb nach Berlin gewechselt ist. Zusammen mit seinem Assistenztrainer Andreas Fischer betreut er unser wichtigstes Nachwuchsteam. Wir haben uns mit dem neuen Trainerteam über ihre Mannschaft, die bevorstehende Saison und ihre langfristigen Ziele unterhalten.

Josef, du gehst als neuer NBBL-Cheftrainer in deine erste Saison bei ALBA BERLIN. Wie findest du dich bis jetzt in Berlin zurecht und wie gefällt es dir bei ALBA bisher?

Josef Dulibic

Dulibic: Die ersten zwei Monate in Berlin sind schon vorbei und mittlerweile kenne ich mich auch schon etwas besser in der Stadt aus. Danke an meinen Freund Google Maps (lacht). Von Berlin bin ich wirklich begeistert, aber ich muss mich noch ein wenig gewöhnen wie lange es von einem Ende der Stadt zum anderen dauert. Bei ALBA handelt es sich wirklich um einen riesigen Verein, der so viel mehr ist, als nur der Leistungssportverein wie ihn vielleicht viele Leute sehen. Es gibt bei ALBA so viele soziale Projekte und Aktivitäten, wie sie kein anderer Verein in Europe in so einer großen Zahl veranstaltet.

Was sind die größten Unterschiede zu deiner bisherigen Arbeit in Zagreb?

Dulibic: Die Arbeit im Training mit den Spielern ist die gleiche. Aber der Unterschied bei ALBA ist, dass man spürt, Teil von etwas größerem zu sein, im Vergleich zu meiner Arbeit in Zagreb, wo jede Mannschaft eigentlich etwas Eigenständiges war. So ist die Bindung zum Verein einfach auf einem viel höheren Niveau, was ein richtig gutes Gefühl ist. Um dies zu erreichen, ist meine Tätigkeit hier auch mehr, als nur das Training zu gestalten, aber das ist sicher den Zeitaufwand wert.

Andi, neue Saison, neuer Head Coach: Wie gefällt dir die Arbeit mit Josef bis jetzt?

Andreas Fischer

Fischer: Die Zusammenarbeit mit Josef ist bislang super. Wir wohnen in direkter Nachbarschaft und nutzen so die gemeinsamen Bahnfahrten oder einen gemeinsamen Kaffee um uns weiter auszutauschen.

Wie ist eure Arbeitsaufteilung?

Fischer: Wir arbeiten meist nach dem Prinzip „Vier Augen sehen mehr als zwei“. Ich versuche ihm die Eingewöhnung in den deutschen Basketball zu erleichtern, übernehme einiges an organisatorischer Arbeit und kenne vielleicht einige Gegner etwas besser.

Josef, wie gefällt dir deine Mannschaft, wo siehst du eure Stärken?

Dulibic: Mein Team besteht zuerst einmal durchweg aus tollen Jungs, die alle in Basketball „verliebt“ sind, was die Arbeit sehr einfach macht. Es handelt sich um sehr talentierte Spieler, die aber noch viel besser sein können, als sie schon jetzt sind. Das zu erreichen, ist die Hauptaufgabe von Andi und mir.

 … und eure Schwächen?

Dulibic: Große Schwächen als solche gibt es nicht. Aber es gibt natürlich immer technische und taktische Elemente, an denen man arbeiten kann, um sie zur Perfektion zu bringen.

Wie würdest du deinen Coaching-Stil beschreiben?

Dulibic: Als Trainer lege ich großen Wert auf das Spielverständnis. Meine Definition eines guten Basketballspielers ist jemand, der in der gegebenen Situation auf dem Spielfeld die richtige Entscheidung trifft. Außerdem muss die Intensität und die Konzentration in jeder Sekunde von den Leuten am Spielfeldrand zu erkennen sein. Es ist ein sehr langer Prozess, um auf dieses Level zu kommen, aber das ist das Ziel.

Andi, wie war eure Saisonvorbereitung? Verlief alles nach Plan?

Fischer: Wir sind jung, aber tough. Der 2001er-Jahrgang bringt eine sehr gute Mentalität in die Mannschaft, welche uns hilft, Spiele zu gewinnen, auch wenn es noch nicht rund läuft. Wir haben in Bamberg beim Turnier gezeigt, dass man mit uns rechnen muss. Jetzt müssen wir alle Möglichkeiten nutzen, um uns einzuspielen.


Wie schätzt du die Liga in dieser Saison ein? Wer sind die Favoriten, wer wird Meister?


Fischer: Ich schätze, dass auch dieses Jahr wieder einige Teams im Süden gibt, die Meister werden wollen. Unser Ziel ist allerdings, jedes Spiel zu gewinnen, also werden wir am Ende logischerweise Meister (lacht). In unserer Gruppe sehe ich Quakenbrück als den größten Konkurrenten.

Josef, was ist dein Ziel für diese Saison?

Dulibic: Das Ziel für die einzelnen Spieler muss sein, aus jedem den bestmöglichen Basketballspieler zu machen, um somit die Mannschaft auf das höchste Niveau zu bringen. Wir wollen in jedem Spiel unsere Fähigkeiten zur Schau stellen und aus jedem Spiel als Sieger herausgehen.

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