„Mehr als Basketball“ – ALBA macht Schule in Spandau

„Let’s go Morgenstern, let’s go!“ schallt es am Mittwochmorgen beim Betreten der Sporthalle der Christian-Morgenstern-Grundschule von der einen Seite, während auf der anderen Hallenhälfte gerade Jubel unter den Mädchen aufbrandet. Es ist wieder ALBA Grundschulliga-Zeit – jeder Korberfolg der zwei gastgebenden Mannschaften wird an diesem Morgen lautstark gefeiert. Nachdem die Schulturnierserie bereits unmittelbar nach den Herbstferien mit der Vorrunde in die neue Saison gestartet ist, fand am Mittwochmorgen das fast schon traditionelle Kiezturnier im Spandauer Stadtteil Staaken statt. Unterstützt wurde das Turnier von der Berliner Wohnungsbaugesellschaft Gewobag, die als ALBA Jugendpartner das Projekt ALBA macht Schule im Spandauer Kiez fördert.

Foto: Florian Ullbrich

Wenn man Matthias Schubert von seiner Tätigkeit als Sportprofiltrainer und Lehrer an der Spandauer Christian-Morgenstern-Grundschule berichten hört, versteht man schnell, dass es bei seiner Arbeit um weit mehr als „nur“ um das Basketballspielen geht. „Werte zu vermitteln, das ist uns mit unserer Arbeit in der Basketball-AG besonders wichtig.“ Da rücke der Basketball im ersten Moment nicht selten in den Hintergrund, erklärt er. Die Einbindung der umliegenden Kitagruppen in ein sogenanntes Übergangsangebot im Sportunterricht, bei dem Kitakinder und Erstklässler zusammen Sport treiben, und die Integration der Willkommensklassen in den Unterricht oder die Basketball-AG gehören dabei genauso zu seiner Arbeit wie die Alltagssorgen der Mädchen und Jungen, für die die Basketball-AG eine willkommene sportliche Abwechslung ist. Und während er noch erzählt von seiner Arbeit im sozialschwachen Raum, wird auch schon deutlich, was der Trainer von ALBA BERLIN und dem TSC Spandau meint, wenn er von Werten im Sport spricht.


Während seine Mannschaft bereits zwei Viertel gespielt hat und in der Pause nun eigentlich auf die „taktischen Anweisungen“ des Trainers wartet, steht der Umgang der Kinder miteinander nun erst einmal im Mittelpunkt seiner Ansprache. „Wenn es bei uns etwas nicht gibt, dann ist das ein respektloser Umgang miteinander.“ Während die Jungen noch mit der „Verteidigungsleistung“ einiger Mitspieler hadern, fordert er die Dritt- und Viertklässler auf, vernünftig und in Ruhe miteinander zu sprechen und sich Tipps zu geben – sonst würden sie in diesem Spiel nicht mehr zum Einsatz kommen. Aufs Feld geschickt werden in diesem Moment vier andere Spieler, die zuvor noch auf der Bank saßen, denn spielen sollen sie alle. Es dauert einen Moment, bis die Jungen, die ihre Meinungsverschiedenheiten eben noch auf dem Feld ausgetragen haben, sich einander annähern und schließlich ihren Streit beilegen. Doch sie haben verstanden, im Basketball geht es nur im Team – und schließlich steht nach einer erneuten Rotation zum Schlussviertel sogar die Mann-Mann-Verteidigung viel besser als zuvor.


Dass die Christian-Morgenstern-Grundschule dabei mit einem Sieg aus vier Spielen in der WK V Mixed „nur“ Vierter wird, ist für Trainer und Kinder fast nebensächlich. Sie waren mit Spaß und Einsatz dabei – und haben auch abseits des Feldes wieder etwas gelernt. Das lobte auch Ilka Markus, Teamleiterin Quartiersentwicklung bei der Gewobag: „Es ist toll zu sehen, mit wieviel Energie und Begeisterung die Mädchen und Jungen gemeinsam Basketball gespielt haben! Das unterstützen wir natürlich sehr gern.“


„Die ALBA Grundschulliga ist ein tolles Projekt und das Konzept, dass sich Jungen und Mädchen aus verschiedenen Bezirken bei den Turnieren in einem fairen Wettbewerb treffen und kennenlernen, ist großartig“, schwärmte auch Frank Bewig (CDU), Bezirksstadtrat – Abteilung Bauen, Planen und Gesundheit bei der Eröffnung am frühen Morgen. „Dass die Kinder durch solche Projekte Freude an Bewegung und Sport erfahren, ist toll mitanzusehen!“ Aber auch der soziokulturelle Austausch im Verlauf der Saison mit Vor-, Zwischen- und Endrunde sei enorm wichtig, ergänzt er später. Karina Jehniche kann ihm nur beipflichten: „Ab der Zwischenrunde machen sich die Kinder zusammen mit ihren Eltern auf zu Turnieren in der ganzen Stadt, viele Kinder unserer Schule lernen Berlin auf diese Weise überhaupt erst richtig kennen. Das Finalturnier in der Max-Schmeling-Halle ist dann für alle ein ganz besonderes Erlebnis“, erzählt die Schulleiterin weiter und ergänzt: „Basketball spielt eine große Rolle an unserer Schule, wir sind gerne Ausrichter eines solchen Turniers!“


Auch Spandaus Stadtrat für Bürgerdienste, Ordnung und Jugend, Stephan Machulik, freut sich über die ALBA Grundschulliga und die Kooperation mit ALBA: „Das Engagement für Kinder und Jugendliche ist ausgesprochen wichtig, denn hier wird nicht nur Sport gemacht, sondern Begeisterung für Mannschaften – also Gemeinschaft – Respekt, Miteinander, Fair Play und Kontinuität geweckt. Das Kiezturnier gibt den jungen Menschen die Chance, sich in diesen Feldern in vielfältiger Form zu üben. Dieses Projekt verdient durchaus Nachahmer, denn Sport ist attraktiv. Zudem zeigen Vereine wie ALBA BERLIN vorbildlich, wie Kooperation funktioniert und das Zusammenleben gut gelingt!“

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