Nach dem Meister der Vizemeister: am Mittwoch vs Oldenburg

Wenige Tage vor dem TOP FOUR um den deutschen Pokal in Ulm steht unserem Team noch ein schwieriges und wichtiges Heimspiel bevor. Am Mittwoch ist mit den EWE Baskets Oldenburg eines der offensiv gefährlichsten Teams der Liga in der Mercedes-Benz Arena zu Gast. Im Rennen um die beste Playoffplatzierung wäre ein Heimsieg gegen den amtierenden Vizemeister für Coach Aito und sein Team äußerst wertvoll.

Zehn Tage nach Meister Bamberg gibt Vizemeister EWE Baskets Oldenburg in der Mercedes-Benz Arena seine Visitenkarte ab und kämpft – wenn auch nicht so krass wie die Franken – mit ähnlichen Problemen. Langjährige Leistungsträger wie Chris Kramer (Vilnius) oder Brian Qvale (Krasnodar), die dem Ruf europäischer Spitzenclubs folgten, sind nur schwer zu ersetzen und auch an der Hunte ist das Verletzungspech in dieser Saison ein ständiger Begleiter.


Hinter den Bayern die zweitbeste Wurfquote in der Liga

 

In den ersten Saisonwochen musste Trainer Mladen Drijencic auf Frantz Massenat und Isaiah Philmore verzichten. Kaum hatten die sich gesund gemeldet, fiel der belgische Nationalspieler Maxime De Zeeuw aus. Zu allem Überfluss gab es auch noch Ärger mit der wichtigsten Neuverpflichtung. US-Guard Bryon Allen entwickelte sich zwar wie geplant schnell zum Topscorer der EWE Baskets, ließ aber in den Augen von Trainer Mladen Drijencic sein Team darüber hinaus in der Verteidigung immer wieder im Stich. Mitte Dezember, als die Oldenburger in der Tabelle auf den neunten Platz zurückgefallen waren, wurde Allen entlassen.

 

Seinen Platz nahm US-Forward Armani Moore ein, der aus Zielona Gora nach Oldenburg kam und ALBA daher aus mehreren Testspielen gegen den polnischen Meister in dieser und in der vorigen Saison bestens bekannt ist. Er ist ein guter Verteidiger und ein ganz anderer Spielertyp als sein Vorgänger. Zwar strahlt Moore nicht soviel Korbgefahr aus wie Allen. Dank seiner explosiven Athletik kann er aber trotz nur 1,96 Metern auf den Positionen zwei bis vier spielen und passt mit dieser Vielseitigkeit viel besser ins Oldenburger Team, dem es ohnehin nicht an guten Werfern mangelt. Mit 49,7 Prozent haben die EWE Baskets hinter dem Tabellenführer München die zweitbeste Wurfquote in der easyCredit BBL.

 

Paulding und Schwethelm: Schnelle Dreier aus dem Fastbreak

 

Mit großem Einsatzwillen entlastet der erst 23-jährige Moore nicht zuletzt auch den Dauerbrenner Rickey Paulding, der in seiner elften Saison so sehr die Galionsfigur der EWE Baskets ist, dass viele scherzhaft von „Pauldingburg“ sprechen. Auch mit mittlerweile 35 Jahren wird die Liste der Spiele, die der US-Forward mit seinen spektakulären Buzzerbeatern und Dunkings für die Oldenburger aus dem Feuer gerissen hat, immer noch länger. Mit 5.753 Punkten belegt er in der ewigen Korbjägerliste der Bundesliga hinter den Legenden Mike Jackel, Jarvis Walker, Michael Koch, Henning Harnisch und Derrick Taylor den siebten Platz – und ist noch lange nicht am Ende.

 

Seine dritte Saison für Oldenburg spielt Philipp Schwethelm, der seine Dreier aus dem Fastbreak genauso schnell und gefährlich abdrückt wie Paulding, aber noch viel mehr ist als ein guter Schütze. Der Forward, in dem in jungen Jahren manche den künftigen Aufbauspieler des Nationalteams sahen, spielt in Oldenburg mittlerweile auf der Position vier. Dort schafft er mit seiner Gefährlichkeit von außen in der gegnerischen Defense die Räume für die kräftigen Innenspieler. Isaiah Philmore und vor allem Rasid Mahalbasic nutzen das für ihre Aktionen in der Zone so erfolgreich, dass die Fans in Oldenburg kaum noch dem Vorgänger Brian Qvale nachtrauern.  

 

Point Guard Mickey McConnell dirigiert den Angriffswirbel

 

Mit im Schnitt 3,6 Assists verteilt der kluge österreichische Center Mahalbasic dabei wie ein Aufbauspieler unter dem Korb die Bälle, aber der eigentliche Dirigent des zuweilen gefährlich heiß laufenden Oldenburger Angriffswirbels ist US-Spielmacher Mickey McConnell. Der flinke US-Amerikaner, der vor drei Jahren auch schon einmal für Bonn spielte, war in der vergangenen Saison mit Obradoiro der beste Passgeber der spanischen Liga. Neben seinen genialen Pässen ist „Mick Mack“ auch ein gefährlicher Distanzschütze.

 

Defensiv hat der Abgang von Chris Kramer im Oldenburger Rückraum große Fußstapfen hinterlassen, die in dieser Saison neben Brad Loesing und dem Nationalspieler Karsten Tadda vor allem Frantz Massenat als bissiger Verteidiger ausfüllt. Im Vorjahr kam der US-Guard, der seine Profikarriere beim MBC begann, bei den EWE Baskets verletzungsbedingt noch nicht aus der zweiten Reihe heraus. Aber nach einer erfolgreichen Operation am Scheinbein wird er jetzt als Combo Guard, der auch für seine Mitspieler kreiert, an der Seite von McConnell von Woche zu Woche stärker. 

 

Kader EWE Baskets Oldenburg (Statistik easyCredit BBL 2017/18)

Nr.

Name

Pos

Alter

cm

Nat.

Min/Sp

Pkt/Sp

Rb/Sp

As/Sp

4

Armani Moore

3

23

196

USA

23,4

8,8

6,8

0,8

5

Haris Hujic

1

20

192

GER

1,6

0,0

0,0

0,1

9

Karsten Tadda

2

29

191

GER

18,1

5,1

2,8

2,1

10

Frantz Massenat

1/2

26

193

USA

21,2

8,3

2,4

2,5

13

Marko Bacak

5

22

210

GER

5,9

2,0

0,6

0,1

15

Marcel Keßen

5

21

207

GER

3,2

1,2

0,8

0,0

22

Kevin Wohlrath

3

22

197

GER

0,8

0,0

0,0

0,0

23

Rickey Paulding

3

35

196

USA

31,2

14,5

2,8

1,6

24

Rasid Mahalbasic

5

27

210

AUT

27,9

16,5

6,3

3,6

31

Isaiah Philmore

4/5

28

203

D/US

12,8

5,9

2,3

0,3

32

Mickey McConnell

1

28

183

USA

29,0

10,9

2,9

5,0

33

Philipp Schwethelm

3/4

28

201

GER

20,4

7,0

3,9

0,6

35

Brad Loesing

1/2

28

182

D/US

10,8

3,5

0,6

1,0

Head Coach: Mladen Drijencic (52, D/BIH vierte Bundesliga-Saison mit Oldenburg)

EWE Baskets Oldenburg: Resultate der letzten vier Wochen
16.1. UCAM Murcia – Oldenburg (Champions League) 85:65 (N) Paulding 14, McConnell 12
20.1. Oldenburg – Braunschweig (easyCredit BBL) 86:84 (S) Moore 18, Mahalbasic 17
24.1. Oldenburg – AS Monaco (Champions League) 78:84 (N) Paulding 23, Loesing 10
27.1. Gießen – Oldenburg (easyCredit BBL) 95:99 (S) Mahalbasci 26, McConnell 24
30.1. Juventus Utena – Oldenburg (Champions League) 73:77 (S) Paulding 27, Moore 15
03.2. Oldenburg – Bonn (easyCredit BBL) 82:86 (N) Massenat 15, Paulding 15
07.2. Oldenburg – Hapoel Holon (Champions League) 87:86 (S) Moore 14, Paulding 14
10.2. Oldenburg – Erfurt (easyCredit BBL) 88:68 (S) McConnell 14, Paulding 13


ALBA-Bilanz gegen EWE Baskets
37 Siege – 17 Niederlagen (23:5 in Berlin)
BBL: 21-11 / Playoff: 12-5 / Pokal 2-0
Höchster Sieg: 105:60 am 25. Oktober 1998 in Oldenburg (Pokal)
Höchste Niederlage: 67:82 am 3. Februar 2013 in Oldenburg

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