"Rückschläge werfen uns nicht aus der Bahn!"

Bryce Taylor machte seine ersten Schritte in der Beko BBL 2009/2010 mit den Telekom Baskets Bonn und geht deshalb mit großer Vorfreude am Freitag in das Spiel gegen Bonn. Im DKB-Talk verrät er uns, welcher Bonner sich dabei besonders warm anziehen muss.

Bryce, Auswärtsspiele in Quakenbrück zählen in der Beko BBL zu den härtesten Aufgaben?

 

BT: Ja, das hat sich leider bestätigt. Das war das erwartet schwere Spiel für uns. Dabei haben wir sogar am Anfang sehr gut ins Spiel gefunden und haben nach dem ersten Viertel schon hoch geführt. Aber dann haben wir nicht mehr gut verteidigt und haben die Kontrolle über das Spiel verloren. Auch nach der Pause haben wir einfach nicht gut genug gespielt, um zu gewinnen.

Welche Rolle spielte dabei die heiße Atmosphäre in der Halle

 

BT: Auf der einen Seite macht es natürlich Spaß, in einem solchen Hexenkessel zu spielen, aber da dann in kritischen Phasen als Team die Nerven zu behalten oder gar gegen die Kulisse einen Rückstand aufzuholen, ist schon schwer.

 

ALBA hat an der Freiwurflinie nur 56 Prozent, Saison-Minusrekord, getroffen. War das nicht Eurer bester Tag?

 

BT: Nein, das muss man so sagen. Wir haben zu viele Fehler gemacht, nicht nur bei den Freiwürfen. Wir haben uns zu viele unnötige Ballverluste geleistet. Am folgenschwersten war aber, dass unsere Verteidigung es ihnen zu leicht gemacht hat. Quakenbrück ist das offensivstärkste Team der Liga, aber da muss man dann mit noch besserer Defense einen Riegel vorschieben. Gegen 97 Punkte gewinnst du auswärts kein Spiel.

 

Zum Jahreswechsel flimmern jetzt wieder die Highlights des Jahres wie Dein Dunk in Bamberg über die Bildschirme. Welche Rolle spielen solche Aktionen für Dein Spiel?

 

BT: Erst einmal machen solche Aktionen mir selber natürlich Spaß, aber ich denke solche Sachen können auch die Zuschauer aufwecken und damit dem Team helfen. Das muntert letztlich das gesamte Team auf. Generell ist es wichtig, auf dem Spielfeld Emotionen zu zeigen, nicht nur mit Dunkings. Auch defensive Aktionen können mit viel Energie vorgetragen spektakulär sein und reißen dann das ganze Team mit.

 

 

Welches war Dein persönliches Highlight 2011?

 

BT: Das war schon dieser Dunk in Bamberg, der immer wieder gezeigt wird. Die ganze Finalserie habe ich als Höhepunkt empfunden, dass wir nach dieser chaotischen Saison am Ende noch ins Finale gekommen sind und Bamberg am Ende mit dem Rücken zur Wand hatten. Das war für mich das Highlight des Jahres. Auch für mich selber war es eine tolle Erfahrung, in der Saison bei zwei Coaches praktisch bei Null mit nur wenig Spielzeit anzufangen und sich dann von Spiel zu Spiel ins Team zu kämpfen. Ich denke, das hat mich in meiner Entwicklung als Spieler weitergebracht.

 

Das Spiel am Freitag gegen Bonn erinnert Dich an Deine erste Bundesligasaison, in der Du zusammen mit Jared Jordan für die Telekom Baskets gespielt hast?

 

BT: Ja, mit Jared habe ich 2009/10 zusammen in Bonn gespielt und wir telefonieren auch heute noch fast täglich miteinander. Auch mit Chris Ensminger stehe ich noch regelmäßig in Kontakt und freue ich mich deshalb besonders auf das Spiel und ich brenne darauf, es denen zu zeigen ...

 

Da Du ja neuerdings oft den gegnerischen Spielmacher verteidigst, könntest Du im Spiel direkt auf Jared Jordan treffen?

 

BT: Den gegnerischen Spielmacher mit meiner Energie müde zu machen, gehört in dieser Saison zu meinen Aufgaben bei ALBA. Das ist für mich eine neue Herausforderung, die mein Spiel erweitert und die mir viel Spaß macht. Wenn du mit einem Spieler ein Jahr lang regelmäßig zusammen spielst und trainierst, lernst du ziemlich genau, wo seine Schwächen und wo seine Stärken sind. Bei Jared weiß ich zum Beispiel, dass er das physische Spiel nicht so mag. Ich denke, da wird er sich da am Freitag warm anziehen müssen.

 

 

Kannst Du einschätzen, wie heiß die Bonner auf das Spiel sind?

 

BT: Ich denke, nachdem die zuletzt ein paar nicht einkalkulierte Niederlagen kassiert haben, werden sie in Berlin die Chance sehen, mit einem nicht einkalkulierten Sieg verlorenen Boden gut zu machen.

 

Und was nehmt Ihr Euch vor – für das Spiel und für 2012?

 

BT: Ich denke, wir müssen wieder zu einer besseren Teamverteidigung zurückfinden. Da waren am Dienstag einige Hilfen, die nicht funktioniert haben und die gegen Bonn wieder da sein müssen. In der Offensive müssen wir bessere Lösungen finden, wenn der Gegner - wie die Artland Dragons das getan haben - unsere Passwege zumacht. Über die gesamte Saison gesehen war das jetzt in der Bundesliga unsere erste Niederlage nach neun Siegen in Folge. Das wird uns nicht aus der Bahn werfen. Wir wollen mit einem Sieg ins neue Jahr 2012 gehen, in dem wir noch einiges vorhaben. Solche kleinen Rückschläge gibt es immer wieder, aber im großen Maßstab sehe ich ALBA auf einem sehr guten Weg.

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Spielerprofil Bryce Taylor[/link]

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