Selbstbewusst. Unparteiisch. Regelkundig.

Kiezhelden gesucht! Mit einem von der Senatsverwaltung für Inneres und Sport geförderten Programm bringt ALBA seit diesem Schuljahr Mädchen und Jungen an Oberschulen den Schiedsrichterberuf näher. Sie sollen Grundschulligaspiele pfeifen, eigene Turniere organisieren und Vorbild sein für andere Schüler. Nebenbei verknüpft ALBA damit sein Engagement an den Berliner Grund- und Oberschulen und schafft Jugendlichen einen nahtlosen Übergang. Wie bei Christoph, einem der ersten Kiezhelden an der Friedensburg Oberschule.

Ein ohrenbetäubendes Trillern schalt durch die Charlottenburger Turnhalle. Einige der Schüler zucken zusammen, ob des Lärmes, der aus der Pfeife in ihrem Mund kommt. Auch Christoph hat seine erste Schiedsrichter-Pfeife flugs aus der Verpackung geschält und lässt sie bereits wie selbstverständlich um den Hals baumeln. Wenn man den großgewachsenen Jungen nach den Eigenschaften fragt, die für ihn einen guten Schiedsrichter ausmachen, fallen ihm als erste drei ein: selbstbewusst, unparteiisch und regelkundig.

Christoph nimmt derzeit am ALBA Projekt Kiezhelden teil.

Christoph hat nicht zum ersten Mal einen Basketball in der Hand. Seit drei Jahren spielt er in der ALBA Jugend, derzeit für die U14. Seine Vorbilder sind Jonas Wohlfarth-Bottermann und Will Cherry. Die Blocks des einen, der Crossover des anderen – so möchte der Schlacks irgendwann werden. „Als Schiedsrichter in der Bundesliga zu pfeifen, könnte ich mir aber auch gut vorstellen“, sagt er. Bereits an der Hausburg-Grundschule spielte er im Schulvereinsteam. Seit diesem Schuljahr ist auch die ebenfalls Spanisch-orientierten Friedensburg Oberschule Partnerschule der Albatrosse. Damit geht es für Christoph nahtlos weiter – praktischerweise sogar mit dem gleichen ALBA-Coach Alberto.


Neben Alberto stehen Sportlehrer Theo und ALBAs Schiedsrichter-Ausbilder Wojciech, die zusammen den ersten Workshop leiten. Vor ihnen sitzen 16 Siebtklässlern mit wachen Augen – die ersten Kiezhelden der Schule. In dem berufsorientierten Workshop haben sie sich für die Schulschiedsrichter-Ausbildung entschieden. Zwei Mal pro Wochen stehen die Kiezhelden ab jetzt in der Halle: 15 Minuten Technik, 15 Minuten Regelkunde und dann natürlich Spielen und Spiele leiten. Am Ende wollen die Mädchen und Jungen eine Schulschiedsrichterlizenz in der Tasche haben, mit der sie  Turniere pfeifen dürfen. „Wir möchten den Kindern den Schiedsrichter-Beruf vorstellen“, ergänzt Theo Reckers, der auch Mitglied des Kreises Förderer des Schulbasketballs ist. Mit seinen Schülern wird er in diesem Jahr auch noch die ALBA-Geschäftsstelle besuchen, ein Profispiel anschauen und ein eigenes Turnier auf die Beine stellen. Wer dranbleibt, bekommt zudem 40 Euro für jedes gepfiffene Grundschulliga-Turnier.


Noch mehr geht es um die Vorbildidee, die durch die Unterstützung der Senatsverwaltung für Inneres und Sport an bis zu acht Berliner Oberschulen transportiert wird. Neben der Friedensburg Oberschule gibt es die Kiezhelden seit diesem Jahr auch schon an der Hemingway-Oberschule in Mitte und am Albert-Schweitzer-Gymnasium in Neukölln. Weitere Schulen sollen folgen. Ein ganz neues Schiedsrichterbild wird so etabliert: Weg vom grau melierten Herren mit der Pfeife – hin zum Kiezhelden, der sich behaupten kann – auf und außerhalb des Spielfeldes.

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