Siegesserie reißt im Artland

(27.12.) Im ersten Spiel nach den Weihnachtstagen haben die Albatrosse am Dienstag auswärts in Quakenbrück eine Niederlage erlitten. Nach zuvor neun Bundesliga-Siegen in Folge verlor das Team von Gordon Herbert bei den Artland Dragons mit 89:97.

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Nach beinahe perfekten ersten 15 Minuten und einer 16-Punkte-Führung wendete sich in der ausverkauften Artland Arena das Blatt. Die Quakenbrücker um ihren überragenden David Holston (25 Punkte) glichen mit einem 11:0-Lauf kurz vor der Halbzeit noch aus und zogen im dritten Viertel mit einer ganzen Serie von Dreipunktewürfen immer weiter davon. Das Team von Gordon Herbert kämpfte bis zum Ende gegen die Niederlage an, schaffte es aber nicht mehr, näher als sechs Punkte heran zu kommen. Die Gastgeber bestraften jeden kleinen Fehler sofort. Bis zur letzten Sekunde versuchten die Berliner, mit Stop-the-clock die Partie doch noch zu drehen, aber die Dragons gaben sie an der Freiwurflinie keine Blöße.

 

In drei Tagen, am Freitag, steht das Hauptstadtteam zum Jahresabschluss schon wieder auf dem Parkett. Dann in der o2 World im Klassiker gegen Bonn, für den schon knapp 12.000 Tickets im Vorverkauf abgesetzt wurden. [link www.albaberlin.de/tickets]Tickets >>[/link]

 

Am stärksten stemmte sich in Quakenbrück bei ALBA Derrick Allen mit 18 Punkten und 6 Rebounds gegen die Niederlage. Nach ihm trafen Bryce Tayor (16 Punkte, 3 Rebounds), Dashaun Wood (15 Punkte, 4 Rebounds, 3 Assist) und Marko Simonovic (12 Punkte, 2 Rebounds) am besten. Kyle Weaver erzielte 10 Punkte, 6 Rebounds und 4 Assists, während Heiko Schaffartzik auf je 8 Punkte und Assists kam. Nicht zu kontrollieren war Quakenbrücks David Holston, der 25 Punkte und 5 Assists auflegte. Während ALBA aus der Nahdistanz sehr hochprozentig punktete (72%), versenkten die Dragons starke 53% ihrer Dreier. Das Reboundduell ging ganz knapp mit 30:29 an die Berliner.

 

Stimmen zum Spiel

Stefan Koch (Artland Dragons):

Ich möchte das letzte Spiel des Jahres nutzen, um mich bei unseren Fans für die Unterstützung nicht nur bei diesem Spiel, sondern im ganzen Jahr zu bedanken. Die Fans unterstützen uns mit einer Intensität und in einem Maße, das wir als Mannschaft als äußerst angenehm empfinden. Genauso wichtig, wie es für uns war in diese kleine Pause mit einem Auswärtssieg in Oldenburg zu gehen, so wichtig war es für uns mit diesem Heimsieg wieder aus der Pause herauszukommen. Als es im zweiten Viertel 21:37 stand, hatte ich schon befürchtet, dass wir bis zu Halbzeitpause in einen fast uneinholbaren Rückstand geraten. Aber ich muss meiner Mannschaft ein Kompliment machen. Sie hat Kampfgeist bewiesen, die Intensität in der Verteidigung gesteigert und sich so zurück ins Spiel gekämpft. Darum haben wir verdient gewonnen.

 

Gordon Herbert (ALBA):

Wir haben gesehen, dass Basketball ein Spiel mit Vierteln ist. Im ersten Viertel haben wir gut gespielt, im zweiten, dritten und vierten die anderen. Im ersten Viertel und zu Beginn des zweiten hatten wir das Momentum noch auf unserer Seite. Dann haben sie eine aggressivere Verteidigung gespielt. Bailey hatte großen Einfluss auf ihr Spiel. Mir haben einige Dinge in unserer Verteidigung nicht gefallen. Wir hatten zu viele Ballverluste in den ersten zehn Sekunden eines Angriffs und haben ihnen so einfache Punkte gestattet.

 

 

Spielverlauf: Das Spiel ging munter los und beide Teams zeigten sich gleich sehr treffsicher. Dashaun Wood netzte gleich zwei Dreier ein und auf der Gegenseite war sein Artländer Pendant Holston erfolgreich. Nach schnellen Punkten von Weaver und Taylor lag ALBA nach drei Minuten 13:8 vorn. Die Albatrosse drückten mächtig aufs Tempo und trafen dabei extrem sicher. Nach sieben Minuten hatten Unruheherd Weaver und Torin Francis ihre Farben 22:14 in Front gebracht. Francis musste mit zwei schnellen Fouls vorzeitig vom Feld, aber der Spielfluss der Hauptstädter riss auch nach weiteren Wechseln nicht. Heiko Schaffartzik erhöhte per Dreier kurz vor der Pause schon auf 14 Zähler Vorsprung, was Ex-Albatros Grünheid allerdings noch auf 19:31 korrigierte.

 

ALBA machte zunächst so weiter, wie es im ersten Viertel aufgehört hatte. In der 14. Minute markierte Derrick Allen schon das 41:26, doch die Dragons bleiben brandgefährlich. Sobald die Albatrosse unaufmerksam wurden, waren sie zur Stelle. Mitte des zweiten Abschnitts verkürzten die Hausherren angeführt von David Holston (15 Punkte zur Halbzeit) mit einem 7:0-Run auf 33:41. Simonovic verschaffte seinem Team von der Dreierlinie wieder mehr Luft, aber in den letzten Minuten vor Pause riss bei ALBA der Faden. Unnötige Ballverluste führten zu leichten Punkten der Artländer, die mit der nächsten Serie (11:0) bis auf 48:48 ausglichen. Dank Derrick Allen konnten die Berliner immerhin noch einen knappe 50:48-Führung mit in die Kabine nehmen.

 

In der Halbzeit schienen die Artländer Dreipunktewürfe geübt zu haben, denn ab jetzt warfen sie fast alles aus der Distanz in den Korb. Sie starteten mit drei erfolgreichen Dreiern in die zweiten 20 Minuten und hatten somit eine 58:54-Führung erobert. Die Albatrosse bekamen die Distanzschützen einfach nicht in den Griff und das Spiel kippte immer mehr. Nach einem technischen Foul gegen Dashaun Wood und weiteren ALBA-Ballverlusten zogen die Hausherren auf 66:56 davon. ALBA kämpfte sich nach dieser Blackout-Phase nun zwar über Energizer Derrick Allen in die Partie zurück, doch die Dragons fanden nun mit viel Selbstvertrauen stets die richtigen Antworten und beendeten das Viertel mit einem 74:66-Vorsprung.

 

Die Albatrosse kämpften im Schlussviertel weiter, konnten immer wieder verkürzen. Erst war es Simonovic, dann Francis und schließlich Taylor die ihre Mannschaft jeweils auf sechs Zähler heranbrachten. Doch stets konterten die Quakenbrücker über ihren überragenden David Holston oder mit dem nächsten Dreipunktewurf. Als die Berliner zwei Minuten vor Schluss ein letztes Mal auf sechs Punkte dran waren, ließen sie zwei entscheidende Chancen im Angriff liege, bis Nathan Peavy schließlich mit einem Dreipunktespiel für die Entscheidung für Quakenbrück sorgte. Das Team von Gordon Herbert versuchte zwar noch bis zur letzten Sekunde, mit Stop-the-clock die Partie zu drehen, aber die Dragons gaben sie an der Freiwurflinie keine Blöße.

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