Spielerfokus und Vorspiel ALBA - BG Göttingen

Wer ist gerade besonders "heiß" bei der BG? Und was passierte noch mal letztes Jahr am 26.12.? Hier erfahrt ihr alle wissenwerten Details rund um das Göttingen-Heimspiel.

Den kenn ich doch?

 

US-Spielmacher Kyle Bailey spielt bereits seine vierte Saison in der Beko BBL und hat in den letzten Jahren mit Ulm, Göttingen und Ludwigsburg gegen ALBA gespielt, aber noch nie in Berlin. Warum? Das Schicksal wollte es offenbar nicht: In der Saison 2007/2008, als er in Ulm gegen ALBA mit 16 Punkten (3/4 Dreier) Matchwinner gegen ALBA war, verletzte er sich vor dem Rückspiel in Berlin am Daumen. In der Saison 2008/2009 erzielte der US-Amerikaner im Hinspiel in Göttingen gegen die 74:66 siegreichen Albatrosse 7 Punkte, zog sich vier Wochen vor dem Rückspiel in Berlin aber eine schwere Sprunggelenksverletzung zu. In der letzten Saison spielte Kyle Bailey für die EnBW Ludwigsburg und markierte am 30. Dezember in Ludwigsburg gegen ALBA 9 Punkte und 5 Rebounds, die indes nicht die 67:77-Niederlage der Schwaben verhindern konnten. Vor dem Ludwigsburger Rückspiel in Berlin trennten sich die Ludwigsburger von dem US-Guard, der - so trösteten ihn damals viele Beobachter - als Sündenbock für die enttäuschende Ludwigsburger Saison herhalten musste. Im Sommer zur BG Göttingen zurückgekehrt, wird Kyle Bailey wegen Rückenproblemen heute wohl wieder nicht in Berlin auflaufen können. Gute Besserung, Kyle! Vielleicht klappt es ja in den Playoffs endlich einmal?

 

Vorsicht, heiß!

 

[blau]Trent Meacham …[/blau]

... hat als Spielmacher nach einem etwas verhaltenen Saisonstart in den letzten Wochen seinen Platz im Göttinger Team gefunden. Besonders deutlich wurde das vor zwei Wochen beim 81:69 über Besiktas Istanbul, mit dem die Göttinger in die Eurocup-TOP16 einzogen. Meacham wurde dabei mit 31 Punkten, 4 Assists und 3 Steals im Nachholspiel sogar nachträglich MVP des 2. Eurocup-Spieltags. Am Sonntag in Hagen war der US-Guard mit 28 Punkten (5/8 Dreier) Göttingens überragender Spieler.

 

 

[blau]Tadija Dragicevic ...[/blau]

... kümmerte sich am Sonntag beim 85:59 gegen Bremerhaven mit großem Engagement um einen klassischen Schwachpunkt im ALBA-Spiel, die Rebounds. Seine 8 Rebounds (alle in der Defensive) hatten maßgeblichen Anteil daran, dass die Eisbären nach ihren Fehlwürfen – anders als zuletzt andere ALBA-Gegner – in der Regel keine zweite Wurfchance mehr bekamen. Die 13 Punkte (3/4 Dreier) und 2 Assists des serbischen Power Forwards in der Offensive waren da nur noch das „Tüpfelchen auf dem i“.

 

Wusstet ihr, ...

 

... dass die BG Göttingen und ALBA BERLIN die beiden einzigen Bundesligisten sind, die in ihrem europäischen Wettbewerb die Runde der besten 16 Teams erreicht haben? Die Göttinger spielen in der Gruppe J der Eurocup-TOP16, die Albatrosse in der Gruppe K. Sollten beide im zweithöchsten europäischen Wettbewerb weiter so erfolgreich bleiben, droht im Viertelfinale das direkte Duell: Da sieht nämlich der Rahmenterminplan die Paarungen J1 – L2 und L1 – J2 vor …

 

... dass die Eisbären Bremerhaven am Sonntag ihren Spitzenplatz in der Dreier-Statistik der Beko BBL verloren haben? Mit einer Dreierquote von 38,3 Prozent sind die Norddeutschen jetzt nur noch die Nummer zwei in der Beko BBL. Die Nummer eins ist jetzt ALBA BERLIN mit einer Dreierquote vom 38,8 Prozent. Auch in der Freiwurfstatistik mit 79,9 Prozent vorne, müssen sich die Albatrosse jetzt nur noch bei den 2-Punkt-Würfen mit einer Quote von 55,6 Prozent mit dem zweiten Platz begnügen, wo die Braunschweiger mit einer Trefferquote von 59,5 Prozent besser sind.

 

... dass Göttingens Robert Kulawick sein Basketball-Einmaleins in Berlin bei den Marzahner Basket Bären und beim TuS Lichterfelde gelernt hat? Großes Verletzungspech bei den Albatrossen bescherte dem damals 19-Jährigen im Frühjahr 2005 sogar mit einer Doppellizenz die ersten Bundesliga- und Europapokal-Einsätze im ALBA-Trikot. Sein erstes Bundesligaspiel machte „Kulle“ am 23. Februar 2005 für ALBA in Köln an der Seite von Matej Mamic und Jovo Stanojevic. Die Kölner, damals mit Sasa Obradovic und Immanuel McElroy, gewannen 80:76. In der folgenden Saison 2005/2006 rückte der defensivstarke Guard mit dem guten Wurf sogar in ALBAs Zwölferkader auf. Nach weiteren Stationen in Bremerhaven und Bernau unterschrieb er im Mai 2008 einen Dreijahresvertrag in Göttingen.

 

Vorspiel: In der letzten Saison: ALBA – Göttingen 0:2

 

In der letzten Saison gab es nur einen Bundesligisten, den ALBA nicht mindestens einmal bezwingen konnte: Die BG Göttingen. Das Heimspiel gegen die Niedersachsen fand dabei hier in der o2 World fast auf den Tag genau vor einem Jahr am 26. Dezember statt und entwickelte sich mit insgesamt 18 Führungswechseln zu einem echten Weihnachtskrimi. ALBAs Guards hielten wacker dem Druck der aggressiven Göttinger Pressverteidigung stand (insgesamt nur neun Ballverluste, aber 20 Assists), gewährte den Göttingern aber zu viele Offensivrebounds (16) und konnte die „Veilchen“ deshalb nie richtig abschütteln, was sich spätestens im vierten Viertel rächte. Da glichen John Little, Dwayne Anderson und Taylor Rochestie nämlich mit drei Dreiern in Folge auf 71:71 aus und Taylor Rochestie schockte ALBA 34 Sekunden vor der Schlusssirene mit einem unglaublichen „Parkplatz-Dreier“ zum 76:80. Vor allem Rashad Wright und Derrick Byars verkürzten zwar noch einmal auf 82:83, doch als Steffen Hamann beim dann logischen taktischen Foul zu ungestüm zugriff und ein unsportliches Foul gepfiffen bekam, war das Spiel entschieden. Göttingen gewann 82:86. Julius Jenkins erzielte für ALBA 18 Punkte, Adam Chubb 13 und Immanuel McElroy kam auf 12 Punkte und 10 Rebounds. Für Göttingen waren Taylor Rochestie mit 23 und Dwayne Anderson mit 18 Punkten am erfolgreichsten. Chris Oliver kam auf 10 Punkte und 9 Rebounds.

 

Das Rückspiel am 25. April in Göttingen stand ganz im Zeichen der europäischen Erfolge beider Teams. Für ALBA war das Gastspiel an der Leine der erste Auftritt in der Bundesliga nach dem Eurocup-Final4. Für die Göttinger war das ALBA-Gastspiel in der Lokhalle die Generalprobe vor eine Woche später dort ausgetragenen Final4 der EuroChallenge. Die Göttinger liefen mit ihrem aggressiven Spiel erstmals gegen Ende der ersten Halbzeit heiß und gingen 36:26 in Führung, doch Julius Jenkins und Rashad Wright verkürzten mit zwei Dreiern noch vor der Pause wieder auf 36:32. Nach der Pause bekam ALBA das Spiel unter Kontrolle, punktete abwechselnd innen und von außen (59:67). Aber als Göttingens Antoine Jordan mit seinem dritten Dreier auf 62:67 verkürzte und Derrick Byars im nächsten Angriff ein Offensivfoul (sein fünftes) und ein technisches obendrauf gepfiffen bekam, riss bei ALBA der Faden. Göttingen holte Punkt um Punkt auf, weil ALBAs Dreier jetzt in Serie ihr Ziel verfehlten. Eine Minute vor Schluss gingen die Veilchen 75:72 in Führung und gewann am Ende noch 81:74. Bei den Göttingern war wieder Taylor Rochestie mit 19 Zählern am erfolgreichsten, gefolgt von Chris Oliver (16) und Michael Meeks (12 Punkte und 9 Rebounds). Bei ALBA ragte wieder Immanuel McElroy mit 14 Punkten und 8 Rebounds heraus. Adam Chubb und Blagota Sekulic markierten jeweils 12 Zähler.

comments powered by Disqus

NÄCHSTES HEIMSPIEL

Finale 1 oder Finale 2

vs Bamb./Bayern

So. 3.6. / Do. 7.6

15 / 19 Uhr

Hier für den ALBA BERLIN
Newsletter anmelden!