Topspiel vs Bayreuth am Samstag / 11.000 Tickets verkauft

Nach der Länderspielpause, in der Niels Giffey, Joshiko Saibou, Marius Grigonis und Stefan Peno sehr erfolgreich für ihre Nationalteams aktiv waren, nimmt die easyCredit BBL ihren Betrieb mit einem echten Spitzenspiel in Berlin wieder auf: Am Samstag kommt es beim Duell des Zweitplatzierten ALBA BERLIN mit dem Vierten medi Bayreuth in der Mercedes-Benz Arena zu einer Wiederauflage des TOP4-Halbfinales, das die Albatrosse vor zwei Wochen 96:74 für sich entschieden haben.

In diesem Spiel können Coach Aito uns sein Team auf den Rückhalt von vielen ALBA-Fans zählen: Am Freitag waren bereits 11.000 Tickets für die Partie verkauft. Tickets ALBA - Bayreuth (Sa. 3.3. 18 Uhr) | Arenaheft vorab online

Achtung: Aufgrund von Gleis- und Weichenarbeiten fahren an dem Wochenende keine S-Bahnen zwischen Treptower Park, Warschauer Straße und Alexanderplatz. Alle Infos

 

Aito Garcia Reneses (ALBA-Cheftrainer): „Dass Bayreuth in der Tabelle neben Ludwigsburg unser schärfster Verfolger ist, sagt eigentlich schon alles über die Bedeutung und die Schwere dieses Spiels. Dass wir sie vor zwei Wochen im Pokal so hoch geschlagen haben, macht die Sache nicht einfacher. Wenn man einen Gegner kurz vorher hoch geschlagen hat, ist die Versuchung einfach groß, diesen Gegner vor dem nächsten Aufeinandertreffen zu unterschätzen. Diese Spiele werden dann oft viel schwieriger als man dachte. Neben den Verletzten Bogdan Radosavljevic und Bennet Hundt fehlt uns zurzeit auch Peyton Siva mit einer Magen-Darm-Grippe. Wir wissen noch nicht, ob er am Samstag spielen kann.“

 

Knapp dreißig Jahre nach dem legendären Gewinn des „Doubles“ durch Steiner Bayreuth 1989 hat die oberfränkische Basketball-Hochburg endlich wieder einen starken Vertreter in der easyCredit BBL am Start, der mit seiner attraktiven Spielweise in der Wagnerstadt alte Basketballfans wieder aufweckt und neue für sich gewinnt. Die nach dem Aufstieg 2010 als „Heroes Of Tomorrow“ propagierten Basketballer von medi Bayreuth haben sich zu einem Team entwickelt, das auch schon im „Hier und Jetzt“ zu Heldentaten bereit ist.

 

Trainer Raoul Korner hat Erfolgsteam zusammen gehalten

 

Bereits in der vergangenen Saison hat das Team von Trainer Raoul Korner als Vierter der Punktrunde bei der Titelvergabe zumindest mitgeredet. Dass man dann am Ende gleich in der ersten Playoff-Runde gegen den Fünften Oldenburg – den späteren Vizemeister – ausschied, war letztlich eine Frage der Tagesform, die in den Playoffs bei ungefähr gleichstarken Mannschaften oft über Erfolg und Nichterfolg entscheidet. Auch aktuell steuern die Bayreuther wieder auf den vierten Platz in der Punktrunde zu.

 

Dass Bayreuth, das nach dem Aufstieg zunächst jahrelang auf den Tabellenplätzen 13 bis 16 festgenagelt schien, nun plötzlich ganz oben in der Tabelle mitspielt, ist nicht zuletzt das Verdienst von Trainer Raoul Korner. Der Österreicher stellte mit viel Fingerspitzengefühl im Vorjahr nicht nur ein in sich stimmiges Team zusammen, sondern schweißte es auch innerhalb kurzer Zeit zu einer Einheit, der man ansieht, wie viel Spaß es macht zusammen Basketball zu spielen und dafür sein Können in den Dienst der Mannschaft zu stellen. Dieses Zusammenspiel ist auch 2017/18 Bayreuths größter Trumpf – zumal das Team weitgehend zusammen geblieben ist.

 

„Floor General“ James Robinson und „Shooter“ Gabe York

 

Einzig die beiden US-Guards Kyan Anderson und Trey Lewis verließen Bayreuth im Sommer, um deutlich höher dotierten Angeboten zu folgen. Wer indes glaubte, dass Bayreuth ohne die beiden im Vorjahr im Schnitt für zusammen 27 Punkte guten Topscorer schwächer werden würde, hatte seine Rechnung ohne Raoul Korner gemacht. Bayreuths Trainer zauberte nämlich mit James Robinson und Gabe York ein neues US-Duo aus dem Hut, das auch zusammen 24 Punkte pro Spiel markiert, dabei aber physisch stärker wirkt als ihre kleineren Vorgänger und auch noch besser mit den Innenspielern harmoniert, was Bayreuth als Team eher stärker als schwächer gemacht hat.

 

Point Guard James Robinson, der im Vorjahr mit Igokea Aleksandrovac bosnischer Meister wurde, ist ein klassischer „Floor General“, der sein Team mit großer Souveränität und Siegermentalität anführt. Wenn er selbst punktet, dann tut er das zumeist über seinen starken Zug zum Korb. Der aus der D-League nach Bayreuth gewechselte Combo Guard Gabe York ist mit seiner großen Gefährlichkeit an der Dreierlinie, von wo aus er mit sieben Würfen pro Spiel nicht lange fackelt, eine perfekte Ergänzung zum umsichtigen Spielmacher. In der easyCredit BBL trifft York seine Dreier zu 38 Prozent, in der Champions League – wo die ausländischen Gegner oft nicht ganz so gut vorbereitet sind - sogar zu 44 Prozent.

 

Allrounder Nate Linhart und korbgefährliche Innenspieler

 

Neben den Back-ups Bastian Doreth und John Cox fungiert auch US-Forward Nate Linhart auffällig oft als der ballführende Spieler der Oberfranken und es spricht für sich, dass der Linkshänder hinter Robinson die zweitmeisten Assists im Team gibt. Mit großer Vielseitigkeit ist der 31-Jährige Bayreuths zweitbester Dreierschütze, drittbester Rebounder und bester Balldieb und somit der Schlüsselspieler im Team. Der aufstrebende junge Nationalspieler Robin Amaize könnte sich auf dem Flügel kein besseres Vorbild wünschen.

 

Die wurfstarken Außenspieler, zu denen auch der Power Forward Steve Wachalski zählt, sind aber nur die eine Seite des Bayreuther Erfolgs, denn von den vier Bayreuther Topscorern in der easyCredit BBL sind mit dem athletischen Ägypter Assem Marei, dem langen Nationalcenter Andreas Seiferth und dem explosiven US-Power Forward De’Mon Brooks drei in Korbnähe zu Hause. Vor allem diese drei machen Bayreuth mit ihrer Reboundstärke und ihrem gut harmonierenden Innenspiel zu einem Topteam. Dieses im Schnitt für 34 Punkte gute Trio bei nur 15 Punkten zu halten, war für ALBA vor zwei Wochen beim Pokal-Halbfinale in Ulm der Schlüssel zum Sieg über medi Bayreuth.

 

Aufstellung medi Bayreuth (Statistik easyCredit BBL 2017/18)

Nr.

Name

Pos

Alter

cm

Nat.

Min/Sp

Pkt/Sp

Rb/Sp

As/Sp

3

James Robinson

1

23

190

USA

23,1

9,1

2,3

3,3

6

John Cox

2

36

196

US/VEN

13,6

5,2

1,3

0,9

7

Nico Wenzl

1

16

180

GER

 

 

 

 

8

Nate Linhart

3

31

200

USA

26,9

9,6

4,4

3,0

10

Bastian Doreth

1

28

183

GER

20,5

4,6

1,7

2,6

11

Andreas Seiferth

5

28

209

GER

20,0

10,1

4,7

1,3

14

Steve Wachalski

4

35

202

GER

17,8

4,9

2,5

0,7

15

Robin Amaize

2/3

24

196

GER

16,8

8,2

2,1

1,5

21

Jevohn Perschnick

1

17

182

GER

 

 

 

 

24

De’Mon Brooks

4

25

203

USA

22,1

9,7

4,1

1,3

32

Gabe York

2

24

191

USA

28,1

14,7

2,4

2,4

41

Marius Adler

2

20

193

GER

1,2

1,0

0,0

0,0

50

Assem Marei

5

25

206

EGY

20,9

13,6

7,2

1,2

Head Coach: Raoul Korner (43, AUT, fünfte Bundesliga-Saison, die zweite mit Bayreuth)

medi Bayreuth: Resultate der letzten vier Wochen
03.02. Bayern München - Bayreuth (easyCredit BBL) 96:88 (N) Amaize 21, Brooks 11
06.02. AEK Athen – Bayreuth (BCL) 83:81 (N) York 18, Brooks 14
10.02. Bayreuth – W. Tigers Tübingen (easyCredit BBL) 85:71 (S) Marei 21, Seiferth 21
14.02. Bayreuth – T. Baskets Bonn (easyCredit BBL) 97:85 (S) Linhart 16, Marei 15
17.02. ALBA BERLIN – Bayreuth (Pokal-TOP4 in Ulm, Halbfinale) 96:74 (N) Amaize 18, York 13
18.02. ratiopharm Ulm – Bayreuth (Pokal-TOP4 in Ulm, um Platz 3) 79:81 (S) Brooks 17, Robinson 16

ALBA-Bilanz gegen Bayreuth (seit 2010)
12 Siege – 4 Niederlagen (in Berlin 7-0)
easyCredit BBL BBL: 11:4 / Pokal 1:0
Höchster Sieg: 92:53 am 18. Dezember 2011 in Berlin (BBL)
Höchste Niederlage: 65:90 am 30. Dezember 2012 in Bayreuth (BBL)

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