Ganze 18 Monate lang haben ALBAs Rollstuhlbasketballer:innen auf diesen Tag warten müssen: Nach einer langen coronabedingten Pause bestreiten die Spieler:innen von Headcoach Santiago Ibáñez am Samstag um 16 Uhr in Paderborn ihr erstes Saisonspiel. Dann hat das Team endlich die Möglichkeit, sich erstmals nach dem Aufstieg in der Zweiten Bundesliga zu beweisen.

Fotos: Florian Ullbrich

Nach dieser langen Zeit ohne Spielpraxis brennen die Spieler:innen von ALBA auf die neue Saison in der RBBL2 Nord. Denn der Aufstieg in die zweithöchste Spielklasse des Landes ist bereits eineinhalb Jahre her. „Nach einer ausgefallenen und einer nur notdürftig zu Ende gespielten Saison sind die Karten komplett neu gemischt“, betont Red Frister, der Leiter von ALBAs Rollstuhlbasketball-Abteilung. „Wir sind auf dem Papier immer noch frisch in der Zweiten Liga.“

Frister ist dafür zuständig, die drei Teams zu koordinieren, die ALBA in dieser Spielzeit in den Wettbewerb schickt. Zum Teil trainieren sie sogar zusammen. Das erste Team erhält sehr oft Unterstützung von Spieler:innen aus der zweiten ALBA-Auswahl und umgekehrt. Coach Santiago Ibáñez, den alle „Santi“ rufen, ist sowohl der Trainer des ersten als auch des zweiten Teams und möchte möglichst vielen seiner Athlet:innen die Möglichkeit geben, sich in der Zweiten Liga zu beweisen. Die Spielzeit der zweiten und dritten ALBA-Auswahl beginnt allerdings erst im Januar. Bis dahin steht die Abteilung noch vor der Herausforderung, einen Coach für das dritte Team zu finden. 

Für das erste Team geht es jetzt aber endlich wieder los. Viele Spieler:innen mussten sich nach der langen Auszeit erst einmal wieder zu alter Form zurückkämpfen. Den Sommer über wurde hart für die Rückkehr in den Spielbetrieb trainiert. Jetzt fehlt nur noch die Spielpraxis, sagt Coach Santi: „Ich glaube aber, wir sind ready!“

Wenn es nun im ersten Spiel der Saison gegen einen bekannten Kontrahenten, die Paderborner Ahorn-Panther geht, ist das Ergebnis aber erst einmal nebensächlich. Viel wichtiger ist es für Coach Santi, nach der Pause und den personellen Veränderungen eine starke Teamleistung zu zeigen. Der Kapitän des Aufstiegsteams steht dem Trainer dabei leider nicht zur Verfügung: Philip Schröder muss verletzungsbedingt für längere Zeit aussetzen. Dafür gibt es eine interessante Neuverpflichtung: Der schwedische Nationalspieler Morten Lilja verstärkt das Team. „Er ist ein absoluter Topspieler“, schwärmt Santi. „Er hat bereits in Spaniens Erster Liga gespielt und sich über den Sommer noch einmal weiterentwickelt.“ Und Weiterentwicklung ist das passende Stichwort: Denn genau das ist auch für ALBAs erste Saison als Rollstuhlbasketball-Zweitligist das Ziel.

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