Im zweiten Teil des EuroLeague-Doppelspieltags empfängt ALBA BERLIN nach seiner Rückkehr aus Belgrad am Freitagabend, 28. März (20 Uhr) in der Uber Arena den 16-fachen italienischen Meister Virtus Bologna. Nachdem ALBA den Tabellenvorletzten bereits im Hinspiel in Bologna bezwungen hat, soll nun auch im Rückspiel ein Sieg her. (Foto: Tilo Wiedensohler)

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Pedro Calles (ALBA-Cheftrainer): „Unabhängig von der Tabellensituation wollen wir die Partie gegen Bologna wie jedes unserer Spiele angehen und das Maximum aus uns herausholen. Es klingt seltsam, so etwas im März zu sagen, aber wir befinden uns gerade in einer Phase des Aufbaus. Gerade müssen wir vor allem an unserer Performance in der Crunchtime arbeiten. Der eng getaktete Spielplan macht es mir als neuem Headcoach natürlich nicht leicht, aber ich bin sehr zufrieden, wie die Spieler auf die Umstellung reagieren.“

Tim Schneider (ALBA-Forward): „Euroleague-Doppelspielwochen sind immer tough. Allerdings war auch das erste Aufeinandertreffen in dieser Saison gegen Bologna im Rahmen einer Doppelspielwoche. Um uns den Sieg zu holen, müssen wir unser Selbstvertrauen und unseren Fokus über die vollen 40 Spielminuten behalten. Dann ist alles möglich – insbesondere zuhause mit unseren Fans im Rücken.“
 

ALBAs 90:88-Sieg nach Overtime am 4. Dezember veranlasste in Bologna den damaligen Trainer Luca Banchi (mittlerweile Headcoach von Anadolu Efes Istanbul) zum Rücktritt. Aber auch sein Nachfolger Duško Ivanović konnte die Mannschaft nicht stabilisieren: Seit einem 82:72-Sieg in München am 17. Januar hat Virtus in der EuroLeague neun Spiele in Folge verloren und konzentriert sich mittlerweile darauf, wenigstens auf nationaler Ebene ein versöhnliches Saisonende zu finden.

An Erfahrung mangelt es Virtus als ältestes Team der EuroLeague (Durchschnittsalter von über 30 Jahren) nicht. Den Spielaufbau teilt sich der Nationalspieler Alessandro Pajola mit dem mittlerweile 37-jährigen Daniel Hackett, der 2019 mit ZSKA Moskau die EuroLeague gewann. 2022 führte er dann Virtus Bologna zum Gewinn des EuroCups und zum Aufstieg in die EuroLeague.

Zu den Lichtblicken in der enttäuschenden Saison zählt der vielseitige Franzose Isaia Cordinier, der auf der Guardposition an der Seite der Dreierspezialisten Marco Belinelli und Matt Morgan Bolognas drittbester Scorer ist. Zweitbester Scorer ist US-Forward Will Clyburn, der ebenfalls 2019 mit ZSKA die EuroLeague gewann und sogar als MVP des damaligen Final Fours ausgezeichnet wurde. Bei der Hinspielniederlage gegen ALBA war er mit 23 Punkten Topscorer.

Auch Bolognas großer Star, der georgische Nationalspieler Tornike "Toko" Shengelia, wechselte 2022 von ZSKA zu Virtus Bologna. Mit durchschnittlich 16 Punkten, fünf Rebounds und drei Assists ist der 33-jährige Power Forward in jeder Hinsicht der Dreh- und Angelpunkt der Norditaliener. Beim Hinspiel gegen die Berliner spielte er allerdings mit nur zwei Punkten keine bedeutende Rolle, was zudem ein Schlüssel für ALBAs damaligen Sieg war.

Dass Bologna nach der Verletzung des talentierten Nationalcenters "Momo" Diouf mit dem Kroaten Ante Žižić nur noch einen nominellen Center im Kader hat, zwingt die Italiener über weite Phasen im Frontcourt mit zwei Power Forwards zu agieren. Neben Shengelia rücken dann Nicola Akele und der nach langer Krankheit immer mehr zu seiner alten Form findende Nationalspieler Achille Polonara in den Fokus.

Virtus Segafredo Bologna (Stats Turkish Airlines EuroLeague 2024/25)

Nr.

Name

Pos.

Alter

cm

Nat.

EL

Pkt/Sp

Rb/Sp

As/Sp

00

Isaia Cordinier

2/3

28

197

FRA

2 J.

12,4

4,0

3,9

1

Justin Holiday

3

35

198

USA

---

3,0

2,5

0,7

2

Matteo Accorsi

2

17

191

ITA

---

 

 

 

3

Marco Belinelli

2/3

39

195

ITA

7 J.

6,1

0,4

0,8

6

Alessandro Pajola

1

25

194

ITA

2 J.

5,4

2,4

3,9

8

Will Clyburn

3

34

201

USA

8 J.

13,7

4,8

2,4

21

Tornike Shengelia

4

33

206

GEO

11 J.

15,7

5,3

2,7

23

Daniel Hackett

1/2

37

196

ITA

12 J.

2,4

1,9

1,6

24

Andrejs Gražulis

4

31

202

LAT

---

5,0

1,4

0,5

30

Matthew Morgan

1/2

27

188

USA

---

7,7

1,6

2,5

33

Achille Polonara

4

33

205

ITA

6 J.

4,4

2,7

0,9

35

Mouhamet Diouf (verletzt)

5

23

208

ITA

---

6,4

3,2

0,3

41

Ante Žižić

5

28

210

CRO

6 J.

7,4

3,9

0,4

45

Nicola Akele

3/4

29

203

ITA

---

2,5

1,3

0,1

59

Rayjon Tucker

2

27

191

USA

---

3,4

1,0

0,3

Headcoach: Duško Ivanović (67 Jahre, MNE, zwanzigste EuroLeague-Saison, die erste mit Bologna)

Virtus Bologna: Resultate der letzten zwei Wochen:
13.3. Bologna - Real Madrid (EuroL) 67:80 (N) Morgan 11
16.3. Napoli Basket - Bologna (Lega) 93:88 (N) Diouf 13
20.3. Maccabi Tel Aviv - Bologna (EuroL) 77:67 (N) Polonara 15
22.3. Pallacanestro Triest - Bologna (Lega) 85:78 (N) Shengelia 25
26.3. Roter Stern Belgrad - Bologna (EuroL) 88:52 (N) Shengelia 13

ALBA: Resultate der letzten zwei Wochen:
13.3. ALBA – Baskonia Vitoria (EuroL) 97:90 (S) Thomas 21
16.3. Löwen Braunschweig - ALBA (BBL) 73:108 (S) Procida 17
21.3. Panathinaikos Athen - ALBA (EuroL) 91:81 (N) Thomas 14
23.3. ALBA - Würzburg Baskets (BBL) 80:84 (N) Wetzell 19
25.3. Partizan Belgrad - ALBA (EuroL) 85:71 (N) Thomas 16

ALBA-Bilanz gegen Virtus Bologna: 3:6
3 Siege – 6 Niederlagen (in Berlin 2-2)
(2-2 in FIBA-Europaliga / 1:4 in EuroLeague)