Mit der direkten Qualifikation zur erst Ende Januar startenden "Round of 16" der Basketball Champions League können sich die Basketballer von ALBA BERLIN in den kommenden vier Wochen ohne Doppelbelastung auf die easyCredit BBL konzentrieren. Im ersten von sieben BBL-Spielen in Folge empfangen die Berliner am Samstag, 20. Dezember, 18.30 Uhr den Vizemeister ratiopharm Ulm in der Uber Arena. (Foto: Tilo Wiedensohler)

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Norris Agbakoko (ALBA-Center): „Ulm ist ein sehr physisches Team mit sehr viel Talent. Sie hatten zwischenzeitlich eine eher durchwachsene Phase, was jedoch nicht im Ansatz das Potential des Teams widerspiegelt. Zurzeit sind sie wieder im Rhythmus und somit ein brandgefährliches BBL-Team. Natürlich haben wir durch das Pokalspiel im Oktober schon mal ein Gefühl für die Ulmer in dieser Saison bekommen, aber am Ende des Tages ist jedes Spiel anders und ein Team wie Ulm nie zu unterschätzen. Wir müssen also von Beginn an mit Fokus, Intensität und voller Energie ins Duell gehen.“

Pedro Calles (ALBA-Cheftrainer): „In den vergangenen Spielen waren wir in der Defense nicht griffig genug. Wir können nicht immer darauf vertrauen, unsere Schwächen in der Verteidigung mit unserer Offense wettzumachen – deshalb liegt der Fokus vor unserer Heimpartie gegen Ulm besonders auf unserem Defensivsystem.“


 

Die Ulmer waren vor neun Wochen im Rahmen des BBL Pokals schon einmal in Berlin zu Gast. Dieses Pokalspiel in der Max-Schmeling-Halle wurde für ALBA nach einem schwierigen Saisonstart zu einem echten Befreiungsschlag. Die deutlich besser in die Saison gestarteten Ulmer gingen auch in Berlin zunächst mit 26:16 in Führung. Als jedoch ab dem zweiten Viertel die Berliner Verteidigung endlich ihren Rhythmus fand, gab es kein Halten mehr und ALBA besiegte Ulm im Do-or-Die-Duell mit 90:68.

Während ALBA den Schwung aus diesem Pokaltriumph in die folgenden Aufgaben mitnahm, ließen sich die Ulmer von dem Pokal-Tiefschlag aus der Bahn werfen und verloren wettbewerbsübergreifend in BBL und EuroCup acht ihrer folgenden neun Spiele. Erst in der Länderspielpause gelang es Trainer Ty Harrelson sein Team wiederaufzurichten. Zuletzt gewann Ulm dann wettbewerbsübergreifend drei seiner letzten vier Spiele und kommt nun doppelt motiviert zur Revanche nach Berlin.

Großen Anteil daran, dass die Ulmer zuletzt wieder in die Erfolgsspur gefunden haben, hat Justin Simon. Der US-Forward hat in früheren Jahren auch schon für Ludwigsburg gespielt, wurde 2021/22 sogar als bester Verteidiger der easyCredit BBL ausgezeichnet und in der Länderspielpause nachverpflichtet. Am vergangenen Wochenende war Simon mit einer für ihn typischen Stat-Line von 14 Punkten, zehn Rebounds, vier Assists und drei Steals Ulms Matchwinner beim 77:75-Sieg gegen Vechta.

Topscorer der Ulmer waren im bisherigen Saisonverlauf US-Forward Chris Ledlum und der deutsche Nationalspieler Chris Sengfelder. Auch der 21-jährige Alec Anigbata und der italienische Youngster Diego Garavaglia muss die ALBA-Defense auf der Flügelposition im Auge behalten. Die erste Option unter dem Ulmer Korb ist in dieser Saison der aus Rostock nach Ulm gewechselte US-Center Malik Osborne.

Im Backcourt ergeben sich für Jack Kayil, Bennet Hundt, Jonas Mattisseck und Malte Delow gegen Ulm Duelle mit dem ebenfalls in Berlin geborenen und bei ALBA groß gewordenen Combo-Guard Nelson Weidemann. In Ulm wird der Nationalspieler in dieser Saison im Spielaufbau vom US-Guard Mark Smith und vom talentierten dänischen Nationalspieler Tobias Jensen unterstützt.

ratiopharm Ulm (Stats easyCredit BBL 2025/26)

Nr.

Name

Pos.

Alter

cm

Nat.

Min/Sp

Pkt/Sp

Rb/Sp

As/Sp

0

Nelson Weidemann

1/2

26

190

GER

22,2

9,7

3,0

1,6

3

Joel Cwik

2

19

194

D/PL

0,2

0,0

0,0

0,0

4

Christopher Ledlum

4

24

198

USA

24,1

18,6

6,9

2,0

5

Mohamed Diakite

4

19

208

FRA

4,3

0,9

0,7

0,1

7

Tobias Jensen

2

21

198

DEN

29,3

10,9

3,4

4,7

10

Malik Osborne

5

27

206

USA

22,5

9,6

6,1

1,0

11

Meissa Faye

3

17

200

FRA

3,3

0,0

0,0

0,0

13

Mark Smith

2

26

193

USA

27,9

10,1

4,4

3,5

14

Endurance Aiyamenkhue

5

18

209

NED

 

 

 

 

15

Justin Simon

3

29

193

USA

28,3

11,0

8,0

2,5

21

Alec Anigbata

3

21

203

GER

12,1

4,6

1,4

0,0

22

Thomas Klepeisz

2

34

186

D/AT

23,8

3,5

1,0

3,0

23

Diego Garavaglia

3

18

201

ITA

17,4

4,3

2,7

1,3

43

Christian Sengfelder

4

30

203

GER

29,7

11,2

4,4

0,9

44

Teo Milicic

1

17

192

D/PL

6,5

2,0

0,2

0,6

Headcoach: Ty Harrelson (45, USA, dritte BBL-Saison, die zweite mit Ulm)

Ulm: Resultate der letzten zwei Wochen:
06.12. Science City Jena - Ulm (BBL)  70:92 (S) Sengfelder 16
10.12. Ulm - Türk Telekom Ankara (EuroCup) 53:87 (N) Smith 17
13.12. Ulm - RASTA Vechta (BBL) 77:75 (S) Weidemann 15
17.12. Panionios Athen - Ulm (EuroCup) 69:94 (S) Smith 21

ALBA: Resultate der letzten zwei Wochen
07.12. ALBA – Skyliners Frankfurt (BBL) 89:83 (S) Kayil 21
09.12. Elan Chalon – ALBA (BCL) 91:100 (S) Delow 18
14.12. Towers Hamburg – ALBA (BBL) 99:80 (N) Kayil 13
16.12. ALBA - Sabah Baku (BCL) 106:82 (S) Wood 17

ALBA-Bilanz gegen Ulm
41 Siege – 20 Niederlagen (in Berlin 23 – 8)
BBL 27:11, Pokal 4:1, Playoffs 10:8