Der unbändige Wille zum Rebound, ein beherzter Sprung, um den Ball vor dem Aus zu retten oder eine Hand im Gesicht des gegnerischen Werfers: Boxscores verraten nicht alles über die Qualitäten von Justin Bean. Der 27-Jährige spielt seine zweite Saison für ALBA und macht auf dem Court all die kleinen Dinge, die Statistiken oft nicht einfangen können. Wir haben mit dem Power Forward über seine Trikotnummer, die Rolle im Team und den schwierigen Saisonstart gesprochen.

Justin, warum trägst du die Trikotnummer 34?
Mein Vater hat diese Nummer getragen, als er am College Basketball gespielt hat.  Ich wollte etwas tun, um ihn zu ehren und deutlich zu machen, wie dankbar ich für seinen Einfluss auf mein gesamtes Leben bin. Ich schaue zu ihm auf, auch wenn ich mittlerweile größer bin als er. Diese Nummer bedeutet uns beiden viel und ich möchte sie behalten, solang ich Basketball spiele.

War dein Vater ein ähnlicher Spielertyp wie du?
Ich habe mir einige seiner alten Videos aus seiner aktiven Zeit am College angesehen, auch wenn das Material sehr alt ist und die Shorts damals echt kurz waren. Er hat mit viel Herz und Leidenschaft gespielt – etwas, dass ich auch in jedem Spiel versuche. Wir haben ungefähr die gleiche Statur, spielen die gleiche Position – nur mein Wurf ist besser!

Auch in dieser Saison hechtest du mit vollem Einsatz nach jedem Ball. Woher kommt diese Mentalität noch?
Ich mach das alles aus meiner Liebe fürs Spiel heraus. Bei ALBA sind wir echt ein eingeschworener Haufen und ich will meinem Team mit allen Mitteln helfen, um erfolgreich zu sein. Für mich heißt das, jedem Rebound nachzugehen, in der Defense alles zu geben oder dem Ball hinterherzuspringen, bevor er ins Aus geht.

Hat dich das schon immer als Spieler ausgemacht?
Auf jeden Fall! Ich hatte schon immer viele Spitznamen, die sich auf meine Art zu spielen beziehen. Bouncy Bean oder Energizer Bunny sind nur einige davon (lacht). Und ich tue natürlich alles dafür, um diesen Zuschreibungen gerecht zu werden.

Du spielst jetzt deine zweite Saison für ALBA. Wie war es für dich, nach Berlin zurückzukehren?
Berlin ist definitiv mein Zuhause geworden. Meine Frau, mein Sohn und ich lieben die Stadt wirklich – selbst die langen Winter können uns nichts anhaben. Wir wurden hier vom ersten Tag an mit offenen Armen empfangen und haben uns direkt wohlgefühlt. Daran hat sich nichts geändert.

image.alternative


Was stimmt dich so optimistisch?
Wir sind alle glücklich hier zu sein und jeder im Team arbeitet hart. Das ist die Kultur bei ALBA und etwas, das ich schnell gelernt hab, als ich hierherkam. Das Engagement, jeden Tag hart zu arbeiten, ist immer noch da. Es hilft uns auch, dass sich viele Jungs schon aus der Vorsaison kennen. Wir geben uns nicht mit dem Durchschnitt zufrieden. Ich weiß, dass wir bis zum Ende der Saison ein richtig starkes Team sein werden.

Hat die Kontinuität im Kader dir dabei geholfen, deine Rolle besser zu finden?
Definitiv! Ich spüre das Vertrauen der Coaches und meiner Teammates und bekomme in dieser Saison mehr Spielzeit, um mich zu beweisen. In den Minuten auf dem Court will ich mit viel Energie spielen und alles dafür geben, damit wir wieder mehr Erfolge feiern können.