Die Basketballer von ALBA BERLIN haben am Mittwochabend das erste BCL-Spiel der neuen Saison in der Uber Arena mit 76:81 verloren. Gegen Elan Chalon waren die Berliner am Anfang vor 7.233 Zuschauern noch das stärkere Team. Auf die frühe Führung hatten die französischen Gäste zunächst eine Antwort parat, in den zweiten zehn Minuten setzte sich ALBA aber erneut ab. Komplett auf den Kopf gestellt wurde die Partie dann im dritten Viertel. Chalon spielte stark auf, während den Albatrossen offensiv kaum noch etwas gelingen wollte. Zwar konnten Boogie Ellis und Co. sich von diesem Rückschlag nochmal erholen, am Ende war Chalon aber abgezockter und machte den Sack in der Crunchtime zu. (Foto: Tilo Wiedensohler)

Pedro Calles (ALBA-Cheftrainer): „Gratulation an Chalon zum Sieg. In der ersten Hälfte haben wir gut gespielt – wir waren solide in der Defense und konnten in der Offensive einfache Punkte aus Schnellangriffen erzielen. Dann hat Chalon in der zweiten Halbzeit aber physischer gespielt und damit sind wir nicht klargekommen. Am Ende haben wir 21-mal den Ball verloren – diese Turnover waren der Hauptgrund für die Niederlage. Wir sind deshalb offensiv aus dem Rhythmus geraten und Chalon konnte immer wieder Kapital aus diesen Ballverlusten schlagen.“

Elric Delord (Cheftrainer Chalon): „Niemand hatte uns auf dem Zettel – viele Experten haben uns vor der BCL-Saison auf dem vierten Platz in der Gruppe gesehen. Aber wir haben gezeigt, aus welchem Holz wir geschnitzt sind, auch wenn wir den Ball für meinen Geschmack zu oft verloren haben und auch beim Rebounding hätten besser sein können. In ein paar Wochen ist ALBA bestimmt ein anderes Team, aber zumindest heute konnten wir den Sieg aus Berlin entführen.“

Malte Delow (ALBA-Guard/Forward): „In der ersten Halbzeit waren wir ganz gut, vor allem defensiv haben wir Chalon ganz gut kontrolliert. Der Start der zweiten Hälfte war dann nicht optimal. Wie schon gegen Trier haben wir es nicht geschafft, gut aus der Kabine zu kommen. Es darf uns nicht passieren, dass wir von der Aggressivität des Gegners so überrascht werden. Gegen Jena hatten wir das schon besser gemacht. In Phasen wo es nicht läuft, müssen wir bessere Antworten finden und in unsere Set Plays kommen.“


Das Spiel im Re-Live bei Dyn


 

Best of ALBA: Ellis 27pt 7rb | Bean 14pt 5rb | Delow 9pt | Griesel 7pt | Hermannsson 6pt 3rb 5as | Agbakoko 6pt 5rb | komplette Statistik


 

Ähnlich wie beim ersten Heimspiel gegen Trier erwischten die Albatrosse den besseren Start in die Partie. Schnell stand es 10:2, dann nutzte Chalon den Rest des ersten Viertels, um auf 22:20 zu verkürzen. Unbeirrt von dem Mini-Comeback der Franzosen kämpfte sich ALBA auch in den zweiten Spielabschnitt rein und konnte als Belohnung zur Halbzeit eine 43:35-Führung vorweisen.

Nach der Halbzeit stockte das Spiel der Albatrosse jedoch. Chalon begann direkt mit einem 12:0-Lauf, stellte die ALBA-Offensive vor zunehmende Probleme und lag vor dem Schlussviertel mit 60:58 vorne. In den letzten Minuten warf Berlin, insbesondere der gut aufgelegte Boogie Ellis, nochmal alles rein. Es entwickelte sich eine spannende Schlussphase, in der Chalon fünf Sekunden vor Spielende mit einem hart verteidigten Stepback-Dreier den Sack zumachte.

Die Niederlage müssen die Albatrosse schnell verdauen: Erstmal steht ein Auswärts-Doppelpack bei Würzburg (BBL, 11.10., 18.30 Uhr) und Sabah (BCL, 15.10., 18 Uhr) an. Am Sonntag in einer Woche ist dann wieder Heimspiel-Action angesagt. Im Pokal-Achtelfinale ist Ratiopharm Ulm zu Gast. Das Spiel findet in der Max-Schmeling-Halle statt, Tipoff ist 16.30 Uhr (Tickets hier).