Nach dem Sieg über Roter Stern Belgrad und zwei Tage vor dem nächsten EuroLeague-Doppelspieltag starten die Basketballer von ALBA BERLIN am Wochenende zusätzlich in die Rückrunde der easyCredit Basketball Bundesliga. Als Vierter blickt ALBA mit nur einer Niederlage mehr als die Tabellenführer Chemnitz und München dabei in der Tabelle natürlich nach oben, darf aber auch die Verfolger nicht aus den Augen verlieren - allen voran den Tabellenfünften Würzburg, bei dem das Team von Trainer Israel Gonzalez am Sonntag (28. Januar, 15:30 Uhr, live auf Dyn) zu Gast ist. (Foto: Tilo Wiedensohler)

Israel González (ALBA-Cheftrainer): „Würzburg ist ein sehr gut gecoachtes Team mit viel individueller Qualität. Defensiv sind die Baskets sehr aggressiv und auch in der Offense vielleicht das stärkste Eins-gegen-Eins-Team der Liga. Deshalb liegt für uns der Schlüssel zum Sieg  insbesondere in unserem Energielevel und der Eins-gegen-Eins-Verteidigung.“

Justin Bean (ALBA-Forward): „Dieses Mal gehört der Heimvorteil den Würzburgern. Das letzte Hinspiel gegen Würzburg in der Max-Schmeling-Halle war sehr physisch, dehalb erwarten wir auch in würzburg ein sehr intensives Duell, wenn nicht sogar noch mehr. Wir müssen von Anfang an fokussiert sein und alles geben, auch wenn wir dieses Mal nicht zuhause spielen und unsere Fans im Rücken haben.“

Erst vor zwei Wochen konnte man sich beim Hinspiel in der Max-Schmeling-Halle ein Bild davon machen, warum die als Außenseiter in die Saison gestarteten Franken sich in der Hinrunde zum Überraschungsteam der Liga entwickelt haben. ALBA musste bis zur letzten Minute für den 90:82-Sieg gegen stark verteidigende und offensiv variabel agierende Würzburger kämpfen.

Das Rückspiel dürfte für die Albatrosse eine noch größere Herausforderung werden, denn die nur rund 3.000 Zuschauer fassende Würzburger tectake-Arena wird als die engste Halle der Liga schnell zu einem Hexenkessel. Zudem haben die Würzburg Baskets seit zehn Wochen kein Spiel mehr an genau jenem Ort verloren. Für das Spiel gegen ALBA ist die „Turnhölle“, wie die Würzburger ihre kleine Spielstätte liebevoll nennen, natürlich längst ausverkauft.

Zudem kann Würzburgs Trainer Sasa Filipovski am Sonntag wieder auf den vor zwei Wochen noch verletzten US-Power Forward Zachary Seljaas zählen. Zusammen mit dem kanadischen Center Owen Klassen, dem talentierten Collin Welp und dem routinierten Max Ugrai bildet Seljaas auf den großen Positionen ein starkes Quartett. Am vergangenen Spieltag feierte der US-Forward nach vierwöchiger Verletzungspause mit 21 Punkten und neun Rebounds in Rostock ein starkes Comeback.

Würzburgs treffsicherster Werfer ist Otis Livingston, der mit im Schnitt 19,2 Punkten und einer Dreierquote von 45 Prozent sogar der drittbeste Scorer in der easyCredit BBL ist. Mit im Schnitt 5,6 Assists setzt der agile US-Point Guard darüber hinaus aber auch seine Mitspieler in Szene. Als seine Würfe im Hinspiel von den Berlinern gut verteidigt wurden, setzte Livingston seine Teamkollegen sogar mit neun Assists in Szene.

Unterstützt wird Livingston im Spielaufbau von Isaiah Washington und Darius Perry, sodass die Würzburger immer zwei korbgefährliche Spielmacher auf dem Parkett haben. Ebenfalls eine Schlüsselrolle im Würzburger Team spielt Javon Bess, der einer der besten Verteidiger in der easyCredit BBL ist. Aber auch in der Offensive dürfen die Albatrosse den US-Forward nicht aus den Augen lassen. Vor zwei Wochen versenkte er in Berlin fünf Dreier und war mit 21 Punkten Würzburgs Topscorer.

Würzburg Baskets (Stats easyCredit BBL 2023/24)

Nr.

Name

Pos.

Alter

cm

Nat.

BBL

Pkt/Sp

Rb/Sp

As/Sp

0

Otis Livingston II

1

27

180

USA

2 J.

19,2

2,5

5,6

1

Zachary Seljaas

3/4

26

200

USA

---

11,9

6,6

1,0

4

Julius Böhmer (verletzt)

2

22

194

GER

3 J.

 

 

 

5

Owen Klassen

5

32

207

CAN

6 J.

7,0

5,5

0,8

6

Max Ugrai

4/5

28

204

GER

9 J.

8,7

2,9

1,2

7

Hannes Steinbach

5

17

204

GER

---

 

 

 

10

Darius Perry

2/3

24

188

USA

---

9,8

2,8

1,6

11

Isaiah Washington

1/2

25

185

USA

1 J.

13,2

4,9

2,9

12

Elijah Ndi

2/3

19

195

GER

3 J.

0,0

0,3

0,0

14

Emmanuel Little

3

24

198

USA

---

0,7

2,0

0,7

20

Javon Bess

3

27

198

USA

1 J.

10,7

4,9

1,4

24

Noah Wendland

1

16

188

CAN

---

 

 

 

34

Felix Hoffmann

3

34

195

GER

7 J.

0,5

1,7

0,2

40

Collin Welp

4

25

205

GER

1 J.

7,7

2,9

0,4

Headcoach: Saša Filipovski (49 Jahre, SLO, dritte Saison in der easyCredit BBL)

Würzburg: Resultate der letzten zwei Wochen:
14.01. ALBA BERLIN – Würzburg (BBL) 90:82 (N) Bess 21
20.01. Rostock Seawolves – Würzburg (BBL) 78:91 (S) Seljaas 21

ALBA BERLIN: Resultate der letzten zwei Wochen:
14.1. ALBA – Würzburg Baskets (BBL) 90:82 (S) Brown 17
18.1. ALBA – Bayern München (EuroL) 65:82 (N) Spagnolo 15
21.1. Baskets Bonn – ALBA (BBL) 87:95 (S) Wetzell 22
25.1. ALBA – R. Stern Belgrad (EuroL) 89:80 (S) Thomas 19

ALBA-Bilanz gegen Baskets Würzburg: 22:6
22 Siege – 6 Niederlagen (in Würzburg 9 - 4)
BBL: 19 - 3 / Playoff: 1 - 3 / Pokal: 2 - 0