
Im ersten Playoff-Spiel zwischen den Basketballern von ALBA BERLIN und Ratiopharm Ulm waren die Ulmer am vergangenen Samstag einen Tick heißer und legte im Auftaktspiel zum diesjährigen Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft einen 83:94-Heimsieg vor. Im Modus Best-of-Five kommt die Playoff-Serie am Mittwoch (21. Mai, 20 Uhr, Uber Arena) nun nach Berlin. (Foto: Tilo Wiedensohler)
Tickets
Die Termine des Viertelfinales:
Samstag, 17. Mai, 18.30 Uhr: Ulm - ALBA 94:83
Mittwoch, 21. Mai, 20.00 Uhr (Uber Arena)
Samstag, 24. Mai, 18.00 Uhr (in Ulm)
evtl. Dienstag, 27. Mai, 20.00 Uhr (Uber Arena)
evtl. Donnerstag, 29. Mai, 15.00 Uhr (in Ulm)
Live und auf Abruf bei Dyn
Pedro Calles (ALBA-Cheftrainer): „Die Ulmer werden uns mit ihrer ans Limit gehenden Intensität auch am Mittwoch wieder vor eine große Herausforderung stellen. Aber wir dürfen uns von ihrer Physis nicht mental so aus dem Tritt bringen lassen wie am Samstag in Ulm, wo wir es nicht geschafft haben, uns an die von den Schiedsrichtern vorgegebene Linie anzupassen. Ulm darf nicht erneut 44 Mal an die Freiwurflinie gehen und natürlich müssen wir besser auf den Ball aufpassen. Die Ulmer haben am Samstag alleine aus unseren Ballverlusten 18 Punkte gemacht. Aber solche Niederlagen gehören zu den Playoffs. In einer Best-of-Five-Serie gibt es noch genug Chancen, es besser zu machen.“
Martin Hermannsson (ALBA-Kapitän): „Ulm hat mit einer physischen Verteidigung unsere Offensive verlangsamt und uns zu 23 Ballverlusten gezwungen. Hinzu kam die ungewöhnliche Foulverteilung. 44:14 Freiwürfe habe ich, ehrlich gesagt, noch nie in einem Spiel erlebt. Dass wir trotzdem nur mit elf Punkten verloren haben, macht mir aber Mut für den weiteren Verlauf der Serie. Wir wissen, was wir am Mittwoch in unserer eigenen Halle besser machen müssen, um die Serie noch zu einer richtigen Playoff-Serie zu machen. Die Playoffs sind die beste Zeit des Jahres und das am Samstag war nur das erste Spiel.“
Nach dem Ulmer Auftaktsieg ist es nun an den Berlinern, die Serie in eigener Halle auszugleichen. Wie schon die beiden Partien in der regulären Saison – ALBA und Ulm gewannen jeweils knapp in eigener Halle – war auch das erste Viertelfinalspiel von der Intensität und dem Tempo geprägt, mit der die Ulmer in dieser Saison ihre Gegner vor allem in eigener Halle reihenweise an die Wand gespielt haben. Sieben Mal schenkte Ulm seinen Gegnern mehr als 100 Punkte ein.
Am Samstag verpassten die Ulmer gegen ALBA indes einen weiteren Hunderter – trotz 44 Freiwürfen. Hauptgrund dafür war ALBAs Defense, die dem besten Dreierteam der Liga (38,6 Prozent über die gesamte Saison) nur sechs Dreier bei einer Quote von 27 Prozent erlaubte. ALBA traf aus der Distanz 40 Prozent, aber 23 Berliner Ballverluste trübten das Bild spielentscheidend.
Die Ulmer Offensive war ohne die gewohnten Treffer ihrer Dreierspezialisten Alfonso Plummer, Justinian Jessup und Nelson Weidemann mit ihren athletischen Forwards Noa Essengue und Karim Jallow vor allem unter den Körben erfolgreich, wo ALBAs Big Men nach hoher Foulbelastung früh aus dem Spiel waren. Auch im besseren Foulmanagement liegt für ALBA somit am Mittwoch ein Schlüssel zum Sieg.
Boxscore der ersten Partie